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	<title>Archiv - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0011_-_J%C3%A4ger,_Istv%C3%A1n&amp;diff=13275</id>
		<title>ART:0011 - Jäger, István</title>
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		<updated>2015-03-29T14:54:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Sammelband&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     = Thieme&lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  = Ulrich&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = von der Antike bis zur Gegenwart&lt;br /&gt;
 |Reihentitel         =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Leipzig&lt;br /&gt;
 |Verlag              = VEB E.A. Seemann Verlag&lt;br /&gt;
 |Entstehungsjahr     = 1924&lt;br /&gt;
 |Seite               = 333&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Jäger''', István (Stefan), ungar. Maler, geb. 1877 in [[Cenei|Cseve]] (Com. Torontál), Schüler der Akad. zu [[Budapest]]. Malte Altarblätter für [[Jázova]] u. [[Arad]], ferner eine hist. Komposition „[[Ansiedelung deutscher Kolonisten in Ungarn]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Torontál vármegye monografiája, [[Budapest]] o. J., p. 275. K. Lyka.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erwähnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triptychon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jázova]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arad]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=Art:0001_-_Festtage_in_Gyerty%C3%A1mos&amp;diff=13274</id>
		<title>Art:0001 - Festtage in Gyertyámos</title>
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		<updated>2015-03-29T14:48:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           =  &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = &lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Festtage in Gyertyámos&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Temesvárer Zeitung&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Temesvár&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 59&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 111&lt;br /&gt;
 |Datum               = 18.05.1910&lt;br /&gt;
 |Seite               = 2 und 3&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Festtage in Gyertyámos'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Temesvar, 17. Mai''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die blühende Torontáler Gemeinde [[Cărpiniș|Gyertyámos]] war an den beiden Pfingstfeiertagen der Schauplatz schöner Festlichkeiten. Man feierte Feste der Kultur,der Arbeit und des Fortschritts. Der „Südungarische landwirtschaftliche Bauernverein“ hat dem Kranze seiner Verdienste durch die Arrangirung dieser Festlichkeiten abermals ein Lorbeerblatt hinzugefügt. Aus Nah und Fern, von überall, wo der Bauernverein Mitglieder besitzt, waren Gäste – an 2000 Personen – erschienen, um Zeugen der wirtschaftlichen Erfolge und Bestrebungen der [[Cărpiniș|Gyertyámoser]] zu sein. Ein besonderes Illustre erhielt das Arrangement durch die Enthüllung des Bildes [[„Einzug der Deutschen in Ungarn“]], das von einem engeren Landsmann gemalen, doppelt an Werth gewann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lobend und anerkennend als Beweis für die Nüchternheit und Taktik der [[Cărpiniș|Gyertyámoser]] Bewohnerschaft, sowie des arrangirenden Bauernvereins muß hervorgehoben werden, dass trotzdem die Wahlpolitik gerade in diesem Bezirke höhere Wellen schlägt und eben jetzt nahe vor der Entscheidung steht, kein Misston die Harmonie der Festtage störte. Es verdient dies besonders darum hervorgehoben zu werden, da der Bezirk in zwei Lager gespalten und der Kandidat der einen Partei [[Julius  Hódy]] persönlich zu dem Feste erschienen war. Ebenso war der gewesene sächsische Abgeordnete [[Coppony]] aus Brassó mit einigen Prinzipiengenossen erschienen. Doch keinerlei Zwischenfall hemmte den programmgemäßen Verlauf. Die Politik war gänzlich ausgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ueber den Verlauf der Festlichkeiten erhalten wir folgenden Bericht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Empfang der Gäste – Serenaden.'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Samstag mit den Nachmittagszügen trafen zahlreiche Festteilnehmer in Gertyámos ein. Unter Anderen auch die Fahnenmutter Frau Röser mit ihrem Gemahl [[Johann Röser sen.]], Inhaber des bekannten Handelslehrinstituts in [[Budapest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abends fanden zu Ehren der beiden Fahnenmütter Frau Elisabeth Römer und Frau Johann Röser Lampionserenaden statt, die einen imposanten Verlauf nahmen. Mit den verschiedenen Zügen am Sonntag, selbst noch am Montag langten stets große Gruppen an Besuchern ein, die jedes Mal am Bahnhof duch das Komitè empfangen und unter klingendem Spiel in die Ortschaft geleitet wurden. Der ganze Weg bis dahin, sowie die Gemeinde selbst trug reichlichen Fahnenschmuck und waren auch an mehreren Stellen Triumphpforten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Eröffnung der Gewerbeausstellung.'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Pfingstmontag um 8 Uhr Früh fand sodann die feierliche Eröffnung der Gewerbeausstellung statt. Zuerst begrüßte der Präses der Ausstellungskommission [[Anton  Gamauf]] die erschienenen Festgäste, worauf der Protektor dieser Ausstellung [[Julius Hódy]] eine Ansprache hielt. Die heutige Feier ist keine politische, sagt Redner, sondern ein Fest der Arbeit. Landwirthe und Gewerbetreibende legen Zeugnis ab, was Arbeit und Fleiß zustande gebracht. Abtdomherr [[Franz Blaskovics]] konstatirt ebenfalls mit Freude, dass das Werk der [[Cărpiniș|Gyertyámoser]] Bevölkerung uns den Beweis geliefert, was ein arbeitsames Volk zu schaffen im Stande ist, denn trotzdem die Einwohnerschaft zumeist aus Landwirthen besteht, blüht hier auch ein ganz tüchtiger Gewerbestand. Er erklärt die Ausstellung für eröffnet und fordert die Anwesenden zu einem Rundgang in der Industriehalle und der Maschinenexpositur auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch sang der „[[Cărpiniș|Gyertyámoser]] Männergesangverein“ den „Hymnus“, worauf die Besichtigung der Ausstallung begann. In einem geräumigen eigens zu diesem Zwecke solid erbauten Gebäude finden wir eine ganz hübsche Expoition der verschiedensten gewerblichen Produkte. Besonders überraschend sind die Leistungen der [[Cărpiniș|Gyertyámoser]] Tischler, die ihre Erzeugnisse in separaten Interiuers ausgestellt. Ganz besonders fiel eine Schlafzimmer-Einrichtung der Dampftischlerei [[Josef Wechselberger]] auf, die mit Brandmalerei ausgestattet auf künstlerischen Werth Anspruch erheben darf. Doch auch die übrigen Gegenstände, auf deren Aufzählung einzugehen der Raum unseres Blattes leider nicht gestattet, beweisen, dass der Gewerbestand [[Cărpiniș|Gyertyámos]] den Ansprüchen der heutigen Zeit vollkommen Genüge zu leisten im Stande ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Ausstellung betheiligten sich insgesammt 51 Gewerbetreibende mit 134 Gegenstände, ferner in der Hausindustrieabtheilung zahlreiche Damen mit 750 Gegenstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am freien Platze außerhalb des Pavillons waren eine schöne Exposition landwirtschaftlicher Maschinen, sowie die Erzeugnisse der beiden [[Cărpiniș|Gyertyámoser]] Ziegeleien hübsch gruppirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Bildenthüllung.'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Glanzpunkt der [[Cărpiniș|Gyertyámoser]] Festtage bestand in der Enthüllung des Bildes [[„Der Einzug der Deutschen nach Ungarn“]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bild ist in einer besonderen Abtheilung der Ausstellung – mit noch mehreren hübschen Schöpfungen des Malers [[Stefan Jäger]], der dieses gemalt, untergebracht. Es ist ein 6 Meter langes und 2 Meter hohes Oelgemälde in drei Theilen und stellt in einer künstlerisch und historisch treuen Ausführung drei Momente dar: 1. [[Am Wege der Wanderung]], 2. [[Rast beim Ankommen in der neue Heimath]] und 3. [[die eigentliche Ansiedlung]]. Von dem Bilde wurden bereits eine Anzahl Kopien in künstlerischem Druck angefertigt und wurden an das Publikum verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festrede bei der Enthüllung des Bildes hielt Abt-Domherr [[Franz Blaskovics]]. Als vor Jahren die Gemeinde [[Cărpiniș|Gyertyámos]] das 100-jährige Erinnerungsfest an ihren Bestand feierte – sagt Festredner – und die damals erschienene Monographie in eingehender Weise die Ansiedlung schilderte, erkannte der Altbürger dieser Gemeinde [[Adam Röser]] – ein Nachkomme der einstigen Kolonisten – die Wichtigkeit, welche dem Bilde zukommt, dass es besser als das gedruckte Wort im Stande ist, auf das Gemüth zu wirken. Und so reifte in ihm der Entschluß, den Einzug unserer Vorfahren in die neue Heimath in pietätvoller Weise bildlich verewigen zu lassen. Es möge die Hülle des Bildes fallen (dieselbe wird herabgelassen), damit wir daraus erkennen, dass nur die Arbeit zum Wohlstande und Fortschritt, zu einer gesicherten Zukunft führen. Und jetzt wollen wir einen Blick auf die vergangenheit werfen, als unsere Ahnen, so wie einst die Israeliten durch die Wüste zogen, in das Land der Milch und des Honigs, in das schöne Ungarn gewandert kamen. Wenn man zurückdenkt, dass damals noch nicht das Dampfroß das Reisen bequem machte, so kann man sich vorstellen, wie mühselig die Wanderung der Männer und Frauen gewesen, die unzählige Gefahren zu überstehen hatten, um ans Ziel zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals war Ungarn auch noch nicht mit Milch und Honig gesegnet, sondern es waren überall noch Spuren des 200jährigen Türkenjoches, Verwüstung bemerkbar. Wenn wir uns die damaligen armseligen Lehmhütten betrachten und heute die modernen Bauernhäuser, so wie auch unsere Ausstellung, so gibt dies alles redliches Zeugniß von den Fleiße des eingewanderten Volkes. Das Bild führt uns so lebhaft vor Augen wie Vergangenheit, gegenwart und Zukunft ineinander greifen. Wenn wir das Bild genau betrachten, wie die Ahnen die Heimath verlassen, um als Kulturpflanze in ein anderes, vom Kriege verwüstetes Land verpflanzt zu werden, so ersehen wir daraus, dass es dem Menschen genau so ergeht, wie dem Baume, der edle Früchte trägt. Finden wir irgendwo eine edle Frucht, so trachten wir sie auch bei uns zu verpflanzen. Die aus anderer Erde, anderem Klima hierher gebrachte Pflanze wird nur dann Früchte tragen, wenn sie sich bei uns heimisch fühlt, wenn sie sich bei uns akklimatisirt. So ist es auch bei den Menschen, der eine neue Heimath sucht. Es taucht nun die frage auf, ob der Stamm, der damals nach unserem geliebten Vaterlande kam, sich hier akklimatisirte. Ihre mehr als 100jährige Geschichte lehrt es, dass sie mit ganzen Herz und ganzer Seele dem ungarischen Vaterlande angehören, und eben darum und auch darum, weil sie sich vollkommen akklimatisirt haben, ist ihr Stamm nicht ausgedorrt, sondern hat sich mächtig ausgebreitet und blühende Umgebung geschaffen. Und dass dieser Baum gute edle Früchte getragen, das beweißt die heutige Gewerbe- und die morgige Viehausstellung. So bleibt uns die Verganheit als Lehre für die Zukunft. Um fruchtbare Bäume zu züchten, müssen wir auch in Zukunft besorgt sein. Wir müssen unseren Söhnen nebst Uebung der Gottestugenden, Festhalten an Redlichkeit, Bürgersinn, Fleiß, Nächstenliebe und Mannesmuth, hauptsächlich aber Anhänglichkeit am ungarischen Vaterland lehren. Die Erinnerung an unsere Ahnen hätte die jetzige Generation nicht schöner zum Ausdruck bringen können, als durch die Schaffung dieses Bildes. Und den Worten der hl. Schrift „Ehre Vater und Mutter“ entsprechen wir am Besten dadurch, dass wir die Anhänglichkeit an das ungarische Vaterland, welches sich unsere Voreltern zur Heimath auserkoren, auch unseren Kindern einimpfen. Redner sprich zum Schlusse dem Initiator dieses schönen Bildes Herrn Adam Röser, der auch durch bedeutende materielle Opfer dem Maler die Schaffung des Werkes ermöglichte, den Dank aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr [[Adam Röser]] hat sich schon durch die Errichtung der Schülerkonvikte in [[Szeged]] patriotische Verdienste erworben, durch dieses Bild hat er neuerdings die Anhänglichkeit an die Scholle seiner Väter dokumentirt. Ebenso gebührt dem jungen Maler [[Stefan Jäger]], ein [[Cenei|Cseneer]] Kind, für die Mühe, dass er seine Aufgabe gut gelöst, der Dank. So sollen auch unsere Nachkommen stets der Devise; „Für Gott, König und Vaterland!“ eingedenk sein, damit ihr Erdenwallen sich ebenso segensreich gestalte, wie das ihrer Eltern!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * *&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ebenfalls anwesende junge Maler [[Stefan Jäger]] wurde zu seinem Werke herzlichst beglückwünscht. Derselbe wurde im Jahre 1877 in [[Cenei|Csene]] geboren, absolvirte 6 Bürgerschulen und vier Jahrgänge der Musterzeichenschule in [[Budapest]]. Sodann trat er eine längere Studienreise ins Ausland an, wo er auch die Vorstudien zu obigem Bilde machte, an dem er vier Jahre arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Prämiirung der Gewerbeaussteller'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Jury der Gewerbeausstellung schon tags vorher ihres Amtes gewaltet, konnte sofort nach dem Eröffnungsrundgange die Prämiirung vorgenommen werden. Es wurden folgendes Resultat verlautbart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewerbeausstellung:  I. Preise: [[Stefan Mager]] Schmied, Johann Ruß Wagner, Anton Wagner Schlosser, Gebrüder Kloß Ziegelei, I. [[Cărpiniș|Gyertyámoser]] Ziegelei A.-G., Stefan Jochum Schuster, Heinrich Weiß Schneider, Nikolaus Hajnay Riemer, Josef Wechselberger Tischler, Röser &amp;amp; Neuhauß, R. Krier jun. Zimmermann, Nikolaus Lutz Baumeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II. Preise: Michael Schmidt Schuster, Johann Urban Schneider, Anton Klein Spengler, Johann Gutekunst, Fassbinder, Johann Hauschild Seiler, Christof Tullius Besenerzeuger, Mathias Heine Schmied, Georg Zeilinger Bäcker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
III. Preise: Johann Metz Schneider, Johann Mettler Schuster, Peter Kieser Schuster, Jakob Färber Tischler, Mathias Hari Schneider, Johann Frei Steinmetz, Ludwig Rakoczky Drechsler, Johann Rammacher Lebzelter, Leo Weichand Tapezierer, Martin Augustin Tischler, Anton Birkenheuer Tischler, Johann Szabó Tischler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handarbeit: I. Preise: Eva Gamauf (Tull anlais, ausgelegte Arbeit), Frau Henriette Volk (Vorhang, Häckelarbeit), Frau Anton Kuthy (Nadelmalerei).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II. Preise: Frau Nikolaus Kloß (Tischläufer), Therese Knopf (Nadelmalerei), Maria Mandl (Netzstoffarbeit), Mariska Witwer (Durchbrucharbeit-Kollektion), Katalin Kreppel (Durchbruch-Bettgarnitur), Elisabeth Schuld (Tischläufer), Magdalena Kreppel (Durchbrucharnbeit, Milieu).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
III. Preise: Katalin Furier (Taufdecke), Magdalena Kreppel (Perlpolster), Frau Peter Kolla (gehäckelter Vorhang), Anna Schmitz (Tischläufer und Milieu-Nadelmalerei), Margit Walzer Rotschink (Milieu-Nadelmalerei) Therese Löwy (gehäckeltes Jäckchen), Margit Wechselberger (Milieu), Ilona Knopf (gehäckelter Hut), Anna Kuhn (Netzarbeit, Kinderröckchen, Häubchen), Frau Alexander Kamény (gestickte Weißwäsche, Maschinarbeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Zwei Fahnenweihen.'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Ausstellungsplatze zogen die Gäste sowei das Arrangirungskomitè unter klingendem Spiele zur Einholung der beiden Fahnenmütter. Es hatten sich sowohl der Ortsverein des Bauernvereins, sowie der Gewerbeverein eine Fahne angeschafft, die heute in festlicher Weise geweiht werden sollten. Bei der ersten Fahne hat Frau Elisabeth Römer geb. Kreppel bei der zweiten Frau Johann Röser aus [[Budapest]] das Ehrenamt der Pathin übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 10 Uhr fand in der Pfarrkirche das Hochamt statt, welches Abt-Domherr Franz Blaskovics zelebrite, nach welchem derselbe den Akt der Weihe der Fahnen in Begleitung einer Ansprache vornahm. Am Chore sangen die Zöglinge des [[Cărpiniș|Gyertyámoser]] Konviktes in Szeged altungarische Kirchenlieder. Nach der Weihe wurde der Nagelschlag vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Sonstige Veranstaltungen'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittags fand in den Kasinolokalitäten ein Banket statt, an welchem sich mwehr als 250 Personen betheiligten. Während desselben wurden eine Anzahl Toaste gesprochen, auch langte ein begrüßungstelegramm des Vizegespans August Jankó ein, welches allsogleich beantwortet wurde. Gleichzeitig ging auch an den Obergespan Ludwig v. Delimanics ein begrüßungstelegramm ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Nachmittag füllte ein Volksfest, sowie Besichtigungen von Bienenständen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Abend in den Kasinolokalitäten abgehaltenen Gemüthlichen Abend des [[Cărpiniș|Gyertyámoser]] Männergesangvereines fanden die Veranstaltungen des ersten Festtages ihren Abschluß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Der zweite Festtag.'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pfingstmontag war ganz der Landwirtschaft gewidmet. Um 7 Uhr Früh wurde die Pferde- und Hornviehausstellung eröffnet, sodann eine Wanderversammlung unter dem Vorsitz des Abt-Domherrn Franz Blaskovics abgehalten und die Prämiirung der Viehaussteller vorgenommen. Nachmittags aber eine Probeackerung mit dem Bauernvereins-Dampfpfluge arrangirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Temesvárer Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triptychon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Würdigung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Budapest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschene]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gertianosch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
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		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=Art:0003_-_Die_Einwanderung_und_Ansiedlung_der_Deutschen_in_S%C3%BCdungarn&amp;diff=13273</id>
		<title>Art:0003 - Die Einwanderung und Ansiedlung der Deutschen in Südungarn</title>
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		<updated>2015-03-29T14:47:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Dold&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Stefan&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Die Einwanderung und Ansiedlung der Deutschen in Südungarn&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     =&lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  =&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = &lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Reihentitel         =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Temesvár&lt;br /&gt;
 |Verlag              = Anton Heim&lt;br /&gt;
 |Entstehungsjahr     = 1910&lt;br /&gt;
 |Seite               = 18-23&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Kurzgefaßte Gelegenheitsbroschüre zur Bildenthüllung in Gyertyámos am 15. Mai 1910'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''von Stefan Dold, leitender Sekretär des Südung. Landw. Bauernvereins''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II. Auflage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Druck von Anton Heim, Temesvár, S. 18-23&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(Auszug)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vom Bilde:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''„Die Einwanderung der Deutschen nach Ungarn&amp;quot;'''''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahre hindurch befasste sich, der für alles Schöne und Edle eingenommene Herr [[Adam Röser]], dem [[Cărpiniș|Gyertyámos]] so manche Kulturinstitution zu verdanken hat, mit dem Gedanken, wie die jetzige Generation der einst eingewanderten Deutschen, ihren Ahnen eine gebührende Ehre und Dankbarkeit am besten ausdrücken könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam Herr [[Adam Röser|Röser]] auf die Idee, ein Bild über die Einwanderung unserer Ahnen machen zu lassen. Die Idee wurde nachher durch den Kunstmaler [[Stefan Jäger]] auch ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und heute, am Enthüllungstage des Bildes stehen wir im Geiste vor unseren Ahnen. Wir wandern mit Weib und Kind zur Stätte hin, wo wir Dank und Ehre unseren Voreltern, den Bahnbrechern unseres heutigen Daseins, darbringen und Ihnen huldigen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, huldigen! Denn Gottlob, sie wussten was sie machten. Sie kamen herein ins neue Vaterland, schafften und machten für uns ein gesegnetes Heim ein ewiges Vaterland, welchem wir stets treu, mit Gut und Blut, beistehen werden. Diese Tugend hat die Muttermilch in uns eingeimpft, die keine Undankbarkeit kennt.&lt;br /&gt;
Das Mutterherz, unter welchem wir gezogen wurden, hat uns schon das schöne, ungarische – unser ewiges – Vaterland lieben gelehrt. Die fürs Vaterland geopferten Schweiß- und Blutstropfen unserer Ahnen und Voreltern, welche gleich von Anbeginn und später in den schweren Zeiten unserer Nation geflossen sind, haben uns zu würdigen Brüdern und Kämpfer der ungarischen Nation emporgehoben – und mit Stolz kann heute der Nachkömmling der eingewanderten Schwaben fragen : Wer ist wohl ein besserer Ungar als ich ?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und unter diesen patriotischen Gefühlen wollen wir das Andenken unserer Ahnen heute feiern mit der Enthüllung des Bildes in [[Cărpiniș|Gyertyámos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bescheiden es auch sein mag, wird das Bild seine Wirkung nicht verfehlen. Bescheidenheit, Einfachheit waren eben Tugenden unserer Ahnen.&lt;br /&gt;
Wir wollen das Bild schauen, seine Eindrücke in unsere Herzen  schließen und bleiben wie bisher, dem von den Ahnen auserkorenen Vaterlande mit den Worten des Dichters:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bölcsöd az s majdan sirod is&amp;quot;&lt;br /&gt;
treu bis in die Ewigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oo00oo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schöpfer des Bildes ist der Kunstmaler, [[Stefan Jäger]], geboren in [[Cenei|Csene]] im Jahre 1877. [[Stefan Jäger|Jäger]] hat nach Absolvierung der 6. Bürgerschule seiner angeborenen Neigung zufolge, die vier Jahrgänge der Muster-Zeichenschule zu [[Budapest]] mitgemacht und trat mit diesen Fachkenntnissen ausgerüstet eine längere Studienreise im Ausland an, wo er auch Vorstudien zu seinem Bilde, in der alten Heimat unserer Ahnen einholte. [[Stefan Jäger|Jäger]] ist noch ein junger Mann und verspricht sein Werk, welches an Konzeption und Ausführung seinen Meister lobt, – ihm am Gebiete seiner Künstler-Laufbahn die schönste Hoffnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oo00oo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Originalbild ist ein 6 Meter langes und zwei Meter hohes Ölgemälde in drei Teilen und stellt uns in einer künstlich und historisch treuen Ausführung drei Momente dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Am Wege der Wanderung. 2. Rast beim Ankommen in die neue Heimat. 3. Die eigentliche Ansiedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Bilde sehen wir die aus verschiedenen Gegenden stammenden Leute in einer Gesellschaft. In der Tracht schlägt die rote und blaue Farbe hervor. Drei charakterisierende Eigenheiten lassen sich vom Bilde herunterschauen: Unsere Ahnen trugen weder Schnurr- noch Backenbart; sie rauchten nicht; sie liebten den Kindersegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild soll nach, der Enthüllung einem Museum gewidmet werden. Es wurde auch in Farbendruck vervielfältigt und werden auf die fertigen Farbendruckbilder mit oder ohne Rahmen Bestellungen entgegengenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Die Enthüllungs-Festlichkeit'''''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festlichkeiten, in deren Rahmen auch die Bild-Enthüllung gefeiert wurde, veranstaltete zu den beiden Pfingsttagen 1910 der „Südung. landw. Bauernverein&amp;quot; unter Mitwirkung seines dortigen Ortsvereines und der Gewerbetreibenden in [[Cărpiniș|Gyertyámos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fanden mehrere Ausstellungen statt, sowie: Gewerbe-, Maschinen- und Handarbeitsausstellung, dann eine Hornvieh- und Pferdeprämierung. Zugleich hielt der Ortsverein und die Gewerbetreibenden ihr Fahnenweihfest ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlauf dieser mehrfachen Festlichkeit gestaltete sich zu einem wahren Kulturfest der friedlichen Arbeit und des Fortschrittes im streng patriotischem Rahmen. Es waren die Behörden, die Intelligenz der Umgebung und nahezu 5.000 Festgäste aus allen Gauen Südungarns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lobend und anerkennend sei hier der Bevölkerung von [[Cărpiniș|Gyertyámos]] und dem unermüdlichen Arrangierungskomitee gedacht, da alles aufgeboten wurde, um das Fest je feierlicher zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Glanzpunkt der Feier bildete die Enthüllungsrede Se. Hochwohlg. Herrn Abt-Domherr und Präsesstellvertreter [[Franz Blaskovics]], welche ich zum Schlusse hier zur ewigen Erinnerung und zur heilsamen Lehre im Auszuge folgen lasse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Als vor Jahren die Gemeinde [[Cărpiniș|Gyertyámos]] das 100jährige Erinnerungsfest an ihren Bestand feierte – sagt Festredner – und die damals erschienene Monographie in eingehender Weise die Ansiedlung schilderte, erkannte der Altbürger diese Gemeinde, [[Adam Röser]] – ein Nachkomme der einstigen Kolonisten – die Wichtigkeit, welche dem Bilde zukommt, dass es besser als das gedruckte Wort im Stande ist, auf das Gemüt zu wirken. Und so reifte in ihm der Entschluss, den Einzug unserer Vorfahren in die neue Heimat in pietätvoller Weise bildlich verewigen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es möge die Hülle des Bildes fallen (diese wird herabgelassen), damit wir daraus erkennen, dass nur die Arbeit zum Wohlstande und Fortschritt, zu einer gesicherten Zukunft führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt wollen wir einen Blick auf die Vergangenheit werfen, als unsere Ahnen, so wie einst die Israeliten durch die Wüste zogen, in das Land der Milch und des Honigs, in das schöne Ungarn gewandert kamen. Wenn man zurückdenkt, dass damals noch nicht das Dampfross das Reisen bequem machte, so kann man sich vorstellen, wie mühselig die Wanderung der Männer und Frauen gewesen, die unzählige Gefahren zu überstehen hatten, um ans Ziel zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals war Ungarn auch noch nicht mit Milch und Honig gesegnet, sondern es waren überall noch die Spuren des 200jährigen Türkenjoches, Verwüstung bemerkbar. Wenn wir uns die damaligen armseligen Lehmhütten betrachten und heute die modernen Bauernhäuser, so wie auch unsere Ausstellung, so gibt dies alles redliches Zeugnis von dem Fleiße des eingewanderten Volkes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild führt uns so lebhaft vor Augen, wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinander greifen. Wenn wir das Bild genau betrachten, wie die Ahnen die Heimat verlassen, um als Kulturpflanze in ein anderes, vom Kriege verwüstetes Land verpflanzt zu werden, so ersehen wir daraus, dass es dem Menschen gerade so ergeht, wie dem Baume, der edle Früchte trägt. Finden wir irgendwo eine edle Frucht, so trachten wir sie auch bei uns zu verpflanzen. Die aus anderer Erde, anderem Klima hierher gebrachte Pflanze wird nur dann Früchte tragen, wenn sie sich bei uns heimisch fühlt, wenn sie sich bei uns akklimatisiert. So ist es auch bei dem Menschen, der eine neue Heimat sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es taucht nun die Frage auf, ob der Stamm, der damals nach unserem geliebten Vaterlande kam, sich hier akklimatisierte. Die mehr als 100-jährige Geschichte lehrt, dass sie mit ganzem Herz und ganzer Seele dem ungarischen Vaterlande angehören, und eben darum und nur darum, weil sie sich vollkommen akklimatisiert haben, ist ihr Stamm nicht ausgedörrt, sondern hat sich mächtig ausgebreitet, eine blühende Umgebung geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass dieser Baum gute edle Früchte getragen, das beweist die heutige Gewerbe- und morgige Viehausstellung. So dient uns die Vergangenheit als Lehre für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um fruchtbare Bäume zu züchten, müssen wir auch in Zukunft besorgt sein. Wir müssen unseren Söhnen nebst Übung der Gottestugenden, Festhalten an Redlichkeit, Bürgersinn, Fleiß, Nächstenliebe und Mannesmut, hauptsächlich aber Anhänglichkeit zum ungarischen Vaterland lehren. Die Erinnerung an unsere Ahnen hätte die jetzige Generation nicht schöner zum Ausdruck bringen könne, als durch die Schaffung diese Bildes. Und den Worten der hl. Schrift „Ehre Vater und Mutter“ entsprechen wir am Besten dadurch, dass wir die Anhänglichkeit an das ungarische Vaterland, welches sich unsere Voreltern zur Heimat auserkoren, auch unseren Kindern einimpfen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Redner spricht zum Schlusse dem Initiator des schönen Bildes, Herrn [[Adam Röser]], der auch durch bedeutende materielle Opfer dem Maler die Schaffung des Werkes ermöglichte, sowie dem Maler [[Stefan Jäger]] den Dank aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Bemerkung:''&lt;br /&gt;
''Dieser II. Auflage fehlt am Schluss der Broschüre die Reproduktion des Bildes.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufsatz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Enthüllung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Budapest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschene]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gertianosch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
	</entry>
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		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=Art:0002_-_Die_Einwanderung_und_Ansiedlung_der_Deutschen&amp;diff=13272</id>
		<title>Art:0002 - Die Einwanderung und Ansiedlung der Deutschen</title>
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		<updated>2015-03-29T14:42:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Dold&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Stefan&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Die Einwanderung und Ansiedlung der Deutschen&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     =&lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  =&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = &lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Reihentitel         =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Temesvár&lt;br /&gt;
 |Verlag              =&lt;br /&gt;
 |Entstehungsjahr     = 1910&lt;br /&gt;
 |Seite               = 19-22&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Kurzgefasste Gelegenheitsbroschüre zur Bildenthüllung in Gyertyámos am 15. Mai 1910'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''von Stefan Dold, Bauernvereinssekretär''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Druck von Leopold Csendes Temesvár. S. 19-22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(Auszug)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vom Bilde:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''„Die Einwanderung der Deutschen nach Ungarn&amp;quot;.'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahre hindurch befasste sich, der für alles Schöne und Edle eingenommene Herr [[Adam Röser]], dem [[Cărpiniș|Gyertyámos]] so manche Kulturinstitution zu verdanken hat, mit dem Gedanken, wie die jetzige Generation der einst eingewanderten Deutschen, ihren Ahnen eine gebührende Ehre und Dankbarkeit am besten ausdrücken könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam Herr Röser auf die Idee ein Bild über die Einwanderung unserer Ahnen machen zu lassen. Die Idee wurde nachher durch den Kunstmaler [[Stefan Jäger]] auch ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und heute, am ''Enthüllungstage''&amp;lt;ref&amp;gt;''[[Cărpiniș|Gyertyámos]], den 15.05.1910''&amp;lt;/ref&amp;gt; des Bildes stehen wir im Geiste vor unseren Ahnen. Wir wandern mit Weib und Kind zur Stätte hin, wo wir Dank und Ehre unseren Voreltern, den Bahnbrechern unseres heutigen Daseins, darbringen und Ihnen huldigen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, huldigen! Denn Gottlob, sie wussten was sie machten. Sie kamen herein ins neue Vaterland, schafften und machten für uns ein gesegnetes Heim ein ewiges Vaterland, welchem wir stets treu, mit Gut und Blut, beistehen werden. Diese Tugend hat die Muttermilch in uns eingeimpft, die keine Undankbarkeit kennt.&lt;br /&gt;
Das Mutterherz, unter welchem wir gezogen wurden, hat uns schon das schöne, ungarische – unser ewiges – Vaterland lieben gelehrt. Die fürs Vaterland geopferten Schweiß- und Blutstropfen unserer Ahnen und Voreltern, welche gleich von Anbeginn und später in den schweren Zeiten unserer Nation geflossen sind, haben uns zu würdigen Brüdern und Kämpfer der ungarischen Nation emporgehoben – und mit Stolz kann heute der Nachkömmling der eingewanderten Schwaben fragen : Wer ist wohl ein besserer Ungar als ich ?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und unter diesen patriotischen Gefühlen wollen wir das Andenken unserer Ahnen heute feiern mit der Enthüllung des Bildes in [[Cărpiniș|Gyertyámos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bescheiden es auch sein mag, wird das Bild seine Wirkung nicht verfehlen. Bescheidenheit, Einfachheit waren eben Tugenden unserer Ahnen.&lt;br /&gt;
Wir wollen das Bild schauen, seine Eindrücke in unsere Herzen schließen und bleiben wie bisher, dem von den Ahnen auserkorenen Vaterlande mit den Worten des Dichters:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Bölcsöd az s majdan sirod is&amp;quot;''&amp;lt;ref&amp;gt;''treu bis in die Ewigkeit''&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oo00oo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schöpfer des Bildes ist der Kunstmaler, [[Stefan Jäger]], geboren in [[Cenei|Csene]] im Jahre 1877. [[Stefan Jäger|Jäger]] hat nach Absolvierung der 6. Bürgerschule seiner angeborenen Neigung zufolge, die vier Jahrgänge der Muster-Zeichenschule zu [[Budapest]] mitgemacht und trat mit diesen Fachkenntnissen ausgerüstet eine längere Studienreise im Ausland an, wo er auch Vorstudien zu seinem Bilde, in der alten Heimat unserer Ahnen einholte. [[Stefan Jäger|Jäger]] ist noch ein junger Mann und verspricht sein Werk, welches an Konzeption und Ausführung seinen Meister lobt, – ihm am Gebiete seiner Künstler-Laufbahn die schönste Hoffnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oo00oo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Originalbild ist ein 6 Meter langes und 2 Meter hohes Ölgemälde in drei Teilen und stellt uns in einer künstlich und historisch treuen Ausführung drei Momente dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Am Wege der Wanderung. 2. Rast beim Ankommen in die neue Heimat. 3. Die eigentliche Ansiedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Bilde sehen wir die aus verschiedenen Gegenden stammenden Leute in einer Gesellschaft. In der Tracht schlägt die rote und blaue Farbe hervor. Drei charakterisierende Anschauungen lassen sich vom Bilde herunterschauen: Unsere Ahnen trugen weder Schnurr- noch Backenbart; sie rauchten nicht; sie liebten den Kindersegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild soll nach, der Enthüllung einem Museum gewidmet werden. Es wurde auch in Farbendruck vervielfältigt und werden auf die bereits fertigen Farbendruckbilder Bestellungen entgegengenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festlichkeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festlichkeiten in deren Rahmen auch die Bild-Enthüllung gefeiert wird veranstaltet zu den beiden Pfingsttagen 1910 der „Südung. landw. Bauernverein&amp;quot; unter Mitwirkung seines dortigen Ortsvereines und der Gewerbetreibenden mit folgendem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfingstsonntag, den 15. Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Repro:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwanderung der Deutschen nach Ungarn. Von Stefan Jäger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Angaben zu der Trachtengruppen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufsatz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Enthüllung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Budapest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschene]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gertianosch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
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		<title>Franz Blaskovics</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: Die Seite wurde neu angelegt: „'''Franz Blaskovics''', Dompropst, Generalvikar des Temeschburger Bistums, wurde am 21.03.1864 in Anina als Sohn des Maschinenschlossers  Adalbert Blaskovics u…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Franz Blaskovics''', Dompropst, Generalvikar des Temeschburger Bistums, wurde am 21.03.1864 in Anina als Sohn des Maschinenschlossers  Adalbert Blaskovics und der Aloisia Ringeisen geboren. Er starb am 16.11.1937 (Variante: 17.11.) in Temeschburg-Innenstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(siehe Petri: Lexikon 152)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
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		<title>Adam Röser</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Adam Röser''' &amp;lt;Fb Gert 4536&amp;gt; Sohn von Peter Röser und Anna Willwerth wurde am 04.09.1838 in Gertianosch geboren. Er heiratete am 13.11.1859 Beatrix Maria Katharina Vuchetich, die Tochter des Mathias Vuchetich und der Mathilde Vuchetich. Trauzeugen waren Nikolaus Vuchetich und Nikolaus Röser. Sie wurde am 12.09.1840 in Tschene geboren. Die Eheleute Röser hatten einen Sohn Peter, geboren am 24.08.1860, gestorben am 09.01.1861.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adam Röser war zunächst Postbote, wurde dann der erste Postmeister von Gertianosch. Durch die Heirat kam er in den Genuss eines namhaften Feldbesitzes in Tschene. 1871 gründete er die erste Gertianoscher Sparkassen-Aktiengesellschaft, deren Direktor er wurde, er war Mitbegründer des Gertianoscher Konviktes in Szegedin, Leiter des Schulausschusses, Gründer und Obmann des Leichenbestattungsvereins, Gründer des Schützenvereins, und Besitzer einer Ziegelei, Wortführer für die Aufteilung der Hutweide.&lt;br /&gt;
(Lt. Besitzstand 1885: 96 Joch Ackerfeld, Weingarten, 1 Dampf- u. Rossmühle)&lt;br /&gt;
In der Person Rösers vereinigten sich der Bankier, der Großgrundbesitzer und der Kunstspekulant.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>ART:0028 - Täuschung oder Unkenntnis?</title>
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		<updated>2015-03-29T12:49:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           =  &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = &lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Täuschung oder Unkenntnis?&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Banater Post&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Stuttgart&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 1&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 7/8&lt;br /&gt;
 |Datum               = Juli/August 1957&lt;br /&gt;
 |Seite               = 4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Nachrichten''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Täuschung oder Unkenntnis?'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie aus Schwaben &amp;quot;Donauschwaben&amp;quot; gemacht werden''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Pannonia-Verlag, Peter Binder, Freilassing/Obb., erschien vor einiger Zeit eine Schwarzweiß-Reproduktion des bekannten dreiteiligen Gemäldes über die [[Einwanderung der Schwaben ins Banat]] von [[Stefan Jäger]], [[Jimbolia|Hatzfeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Gemälde hat der heute noch in seiner Heimat lebende Kunstmaler mit [[&amp;quot;Einwanderung der Schwaben in das Banat&amp;quot;]] beschriftet. Die von der Heimatbücherei der Donauschwaben vertriebene Reproduktion des Pannonia-Verlages aber trägt die Beschriftung: [[&amp;quot;Die Einwanderung der Donauschwaben im 18. Jahrhundert&amp;quot;]], womit der Verlag offenbar demonstrieren will, daß es im 18. Jahrhundert schon den &amp;quot;Neustamm der Donauschwaben“ gegeben habe. Man sollte doch voraussetzen können, daß auch die Jugoslawiendeutschen, wenn sie sich schon aus gewissen Gründen als Donauschwaben bezeichnen, zumindest in heimatgeschichtlichen Dingen Bescheid wissen. Verzeihlich ist es hingegen, wenn in nicht heimatlichen Kreisen lediglich Unkenntnis zu einer anderen Beschriftung dieses Bildes führt, wie es z. B. in dem von der Johann-Brücker-Stiftung in Schönaich/Württ. Herausgegebenen Buch von Karl Götz, „Johann Brücker - Der Mensch - Der Erfinder - Der Wohltäter“, geschah. Hier sind zwei Teile dieses Gemäldes veröffentlicht mit der Beschriftung &amp;quot;Auf dem großen Schwabenzug&amp;quot; und &amp;quot;Landzuteilung im Südosten&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Banater Post]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triptychon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reproduktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0026_-_Chronist_der_einfachen_Menschen&amp;diff=13199</id>
		<title>ART:0026 - Chronist der einfachen Menschen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0026_-_Chronist_der_einfachen_Menschen&amp;diff=13199"/>
		<updated>2015-03-29T12:47:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Liebhard&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Franz&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Chronist der einfachen Menschen&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Die Wahrheit&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = Kultur und Fortschritt&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Temeswar&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 1&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 19&lt;br /&gt;
 |Datum               = 07.06.1957&lt;br /&gt;
 |Seite               = 3&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''''Die Bedeutung des Malers Stefan Jäger für unsere Zeit'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die achtzig Gestalten beiderlei Geschlechts lassen sich auf [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]] Gemälde [[„Die Einwanderung der Schwaben ins Banat&amp;quot;]] (entstanden 1906—1909) zählen. Auf dem ersten und dem Mittelstück des [[Triptychons]] ist ziemlich viel Landschaft zu sehen – eine Steppe, die Räderspuren schräg durchqueren, ein dämmeriger Waldstreifen im Hintergrund, der auf dem ersten ein Viertel auf dem zweiten Stück über die Hälfte der Grenze zwischen Himmel und Erde einnimmt und von den Menschen durch einen trüben Spiegel stehenden Wasser getrennt ist. Auf dem dritten Stück ist der Boden von Rohbauten mit niedrigem Gemäuer und hoher Bedachung, einem Menschengewimmel und einem Haufen zugehauener Balken zum großen Teil verdeckt. Die Steppe ist verdrängt, als erhöhe sich hier schon die Ouvertüre zu dem Werk von Generationen, durch das die Erde des Banats auf weiten Strecken ein neues Antlitz empfing. Die Arbeit siegte über den wilden und wirren Wuchs der Steppe und über die Sumpfgewässer. Sie siegte aber auch über das Heimweh, das die Kolonisten an manchen Abenden das Gesicht westwärts wenden ließ und Bilder mit Städten und Dörfern, Flüssen und Berghängen heraufbeschwor, die sie schon längst vergessen zu haben glaubten. Über tausend Kilometer waren damals eine ungeheure Entfernung, die mit jedem Pfahl, den die Kolonisten in die unbekannte Erde einrammten, mit jedem Streifen, den sie der Steppe wegackerten, mit jedem Kinde, das hier auf die Welt kam, noch größer und schließlich so groß wurde, dass es allmählich in Sage einging, Menschen hätten sie einmal mit zusammengebündelten Habseligkeiten, die Kinder im Arm oder huckepack, durchgewandert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf keinem der drei Teil des [[Einwanderungsbildes]] vergaß [[Stefan Jäger|Jäger]], in die vorderste Reihe Kinder zu malen, – gleich an der Spitze des Bildes das Büblein an Vaters Hand, das Brüderchen auf dem Rücken der Schwester und das Kleinste in Mutters Arm. Im Mittelstück wiederholt sich das Mutter-Kind-Motiv, wobei die stillende Mutter schon dem dritten Abschnitt, dem Bilde der Niederlassung nahe ist, auf dem die ersehnte Heimstätte endlich in Besitz genommen wird. Auch da erblicken wir außerhalb des ernsten Kreises der Männer mit dem Amtmann, doch ganz im Vordergrund links und rechts eine Mutter mit einem Säugling und andere mit einem größeren, blonden Mädchen. Über alle diese Kinder gehen die nicht zur Darstellung gebrachten, doch für uns Heutigen erkennbaren Zusammenhänge mit dem Weiteren vom „Grab der Deutschen&amp;quot; bis zur späteren Kornkammer, Beziehungen und Verbindungen, die Gegenstand der Geschichte bilden. Kinder bedeuten immer Zukunftsgläubigkeit, in dem Sinne, dass jedes Tun um ihretwillen mit ein Brückenbau ist in das Kommende. Die eindeutige Wegrichtung auf dem ersten Stück, die Verlagerung des Schwerpunktes der Rastenden auf jene Hälfte des Mittelstückes, wo der Wagen schon in das dritte Stück hinüberreicht, dieses offenkundige Hinstreben im Gang und im Rasten auch zum Schauplatz der endgültigen Ankunft und des immerwährenden Verbleibens, weist auf die neue Heimat hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war eine mühsam erwanderte; eine hart erarbeitete und oft unter Schmerzen errungene neue Heimat, diese Banater Heimat. Am Anfang stand nicht der Kerweih-strauß und nicht der Maibaum, sondern Fieber, Pest und der grimmige Schnitter Tod. Aber es stand noch etwas am Anfang – die Arbeit, in einer solchen Härte, in einer solchen Bürdenhaftigkeit, dass daraus der vielsagende Spruch entstand: „Wem es reut – ist zu spät&amp;quot;. Nur durch eine, solche Arbeit konnten Fieber, Pest und Tod bezwungen, der grausam würgende Ring dieser drei gesprengt und damit auch das Heimweh nach dem Vergangenen bezwungen werden Die Häuser, die am rechten Rand des Abschlussstückes auf dem Einwanderungsbild sichtbar sind, stellen schon den Anbeginn des Werkes ihrer Hände dar, aber wir sehen keinen, der in dem Augenblick bei dem Bau Hand angelegt, keines bei der Arbeit. Das was hier fehlt, bekommen wir auf einem anderen Bilde [[Stefan Jäger|Jägers]] zu sehen, das gleichfalls die Gewinnung der neuen Heimat zum Thema hat. Da tritt der Pflug in Erscheinung, der Waffe und Werkzeug und Heilmittel war, denn er riss den Boden unter den Füssen des Todes weg und führte die Gesundung der versumpften Erde herbei. Der Kolonist – vielleicht derselbe, der auf dem Schlussstück des großen Einwanderungsbildes erst jetzt die Stätte der Einsetzung in den Besitz betritt, nachdem er, von Ungeduld getrieben, auch die anderen Häuser besichtigt und sich auch ins Innere begeben hat -– beugt tief sich über den schweren Pflug, um den Volldruck seines Körpergewichts zu entfalten. Auf dem einen Ross sitzt sein Söhnchen, das Gespann mit munteren Zurufen anspornend, das Ackergerät über den da und dort unwillig glucksenden Boden zu ziehen. Dieses Bild, die natürlichste und sinngemäßeste Ergänzung zum Einwanderungsgemälde, befindet sich leider außer Landes. So wie „Die Einwanderung der Schwaben&amp;quot; an der Spitze seines gesamten malerischen Werkes steht, so ist dieses Bild mit der Dreiteilung [[„Sumpflandschaft – Die erste Furche – Das neue Dorf&amp;quot;]] als Motivanschlag für die aber Hunderte Bilder und Skizzen zu betrachten, die eine ununterbrochene Darstellung des Arbeitsfleißes der Nachkommen jener Kolonisten bieten. Sie sind ein malerischer Preisgesang auf der Hände Werk, in dessen Gefolge ein neues menschliches und ein neues Heimatbewusstsein entstand, das im Laufe der Geschichte verschiedenen Anfechtungen ausgesetzt war, sich jedoch immer als die stärkere Kraft zu erweisen vermochte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der letzten Bilder des greisen Meisters, dessen 80. Geburtstag Anlass zu eindrucksvollen Ehrungen war, bringt zur Darstellung, wie eine Gruppe von [[Kollektivbauern]] – Männer und Frauen – zur Arbeit auf das Feld hinausfährt. Das ist ein Dokument und zeigt uns, dass sich dem Maler [[Stefan Jäger|Jäger]] die Bedeutung des Geschehens unserer Tage über die Arbeit erschlossen, dass er selbst über die Arbeit Anschluss an die Gegenwart gefunden hat. Diese kennt nichts Höheres, nichts Schätzbareres, nichts Beispielhafteres als den Menschen der Arbeit, der sich durch sein gemeinnütziges Werk das Lebensrecht in seiner Heimat behauptet und sich des Glücks der Zukunft verdient, erweist. Wer sich die seelische Resonanzfähigkeit hinsichtlich der Arbeit und ihrer Wandlungen bis in ein so hohes Alter bewahren konnte wie [[Stefan Jäger|Jäger]], dem musste sie immer als Ursprung alles Menschlich-Guten und Menschlich-Schönen gelten. Dieses natürliche Beisammensein des Guten und des Schönen in seinem Wesentlichsten und seinen vielen Abarten, wie Alltag und Fest, Mähen und Tanzen, Eintönigkeit des Werkkleids und Buntheit der Tracht, Würde des Alters und Schamhaftigkeit des Kindlichen, Mühe und Spiel – auf den ersten Blick ein Zufallsgemisch, im Grunde aber eine der Gesetzmäßigkeiten des Lebens – vereint letzten Endes gegensätzliche Erscheinungen, denen sich mit der Zeit neue Formen für neue, zeitgeborene Bewusstseinsinhalte entbinden.&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] hat alles, was sich seiner rastlosen Beobachtung, seinem Wahrnehmungsvermögen ein langes Menschenleben hindurch darbot, festgehalten und aufbewahrt, mit der Sicherheit eines unbeirrbaren Realisten, der auch im Kleinsten, im Unscheinbarsten das Wichtige, weil Charakteristische für die Daseinsformen im bäuerlichen Leben seiner Zeit entdeckte. Weit reicht dieser Bogen von den Rossmühlen, deren Bilder er uns noch aus ihrem letzten Verfall überlieferte, bis zu dem an [[Jimbolia|Hatzfeld]] einem riesigen Leuchtwurme gleich vorübergleitenden Nachtzug – und unter diesem Bogen steht, soweit das Auge die Ferne ermisst, in seiner namenlosen Dichtigkeit das Leben der einfachen Menschen, der großen Masse der Banater schwäbischen Werktätigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]], ihr Darsteller und Chronist, wollte sein ganzes Leben lang nie etwas anderes sein, als einer dieser einfachen Menschen, dem auch das schon zuviel dünkt, wenn man sagt: Er hat das Seine getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Repro:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstbildnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflügender Bauer (Skizze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Skizzen zu einer schwäbischen Bauernstube (Gesehen bei Ortzidorfern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Wahrheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildbeschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Würdigung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentralmotiv - Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
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		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0024_-_Altmeister_der_Banater_Maler&amp;diff=13196</id>
		<title>ART:0024 - Altmeister der Banater Maler</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           =  &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = &lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Altmeister der Banater Maler&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Die Wahrheit&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Temeswar&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 1&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 18&lt;br /&gt;
 |Datum               = 31.05.1957&lt;br /&gt;
 |Seite               = 1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Stefan Jäger mit Arbeitsorden ausgezeichnet'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(Eigenbericht.)'' – Im Rahmen einer Feierstunde beim Rayonsvolksrat [[Jimbolia|Hatzfeld]] wurde am Dienstag, den 28. Mai 1957, dem Nestor der schwäbischen Malkunst, [[Stefan Jäger]], der [[Arbeitsorden]] II. Klasse überreicht. Der [[Jimbolia|Hatzfelder]] Maler, der an diesem Tage seinen 80. Geburtstag feierte, kann auf ersprießliche und arbeitsreiche Jahrzehnte zurückblicken, deren Früchte im ganzen Banat, ja, in unserem ganzen Vaterland zerstreut sind. [[Stefan Jäger]] blieb während eines halben Jahrhunderts fruchtbaren Schaffens seiner Heimat und den gesunden Traditionen seines Volkes treu und beschritt, oft un- oder missverstanden, unbeirrt seinen Weg, von dessen Richtigkeit er überzeugt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eben diese seine Verdienste um die Pflege bester schwäbischer Traditionen und den volkstümlichen Charakter seines Werkes hoben die Sprecher im Rahmen der kleinen Feierstunde hervor. Der Sekretär des Regionsparteikomitees Mihai Munteanu und Josef Ghedeon, stellvertretender Vorsitzender des Regionsvolksrates Temesvar, unterstrichen in rumänischer, bzw. deutscher Sprache die Volksverbundenheit des auch heute noch sehr regen Banater Malers. Die von ihm geschaffenen unzähligen Trachten- und Heimatbilder – Aquarelle und Ölgemälde, Federzeichnungen und Bleistiftskizzen – sind heute aus unseren Museen, und was noch wichtiger ist, aus unseren Bauernhäusern, aus den Häusern unserer Werktätigen, nicht wegzudenken. [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]] berühmtes [[Einwanderungstriptychon]], bzw. Reproduktionen davon, schmückt heute gleichermaßen Schulen und Kulturheime, Wohnzimmer und demnächst auch den einstigen Rittersaal des [[Hunyadischlosses]], wo dem großen Originalbildnis (6x1,40 m) schon ein Ehrenplatz bereitsteht. Der Aufkauf der gesamten [[Skizzen]] [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]] durch das[[Temesvarer Regionalmuseum]] und ihre bevorstehende Zusammenfassung in einem Stefan-Jäger-Album bedeutet eine Anerkennung der Verdienste des greisen Künstlers, während die von der Grossen National Versammlung verliehene hohe Auszeichnung aber als Krönung des künstlerischen Schaffens [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]] bewertet werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
András Orgonás, der Vorsitzende der Temesvarer Filiale des Verbandes Bildender Künstler würdigte anschließend mit schlichten Worten Leben und Werk seines älteren Kollegen. „Nie war [[Stefan Jäger]] ein Ellenbogenmensch, nie um materiellen Vorteil bedacht, Seinem Volke, in dessen reicher Kultur sein Werk wurzelt, treu zu bleiben, war sein höchstes Ziel. Unsere junge Malergeneration mag sich am Künstler, am Menschen [[Stefan Jäger]] ein Beispiel nehmen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend sprach [[Stefan Jäger]] Regierung und Partei seinen Dank für die hohe Ehre aus und gab der Hoffnung Ausdruck, seine Bilder, in einer Ausstellung zusammengefasst, demnächst dem breiten Publikum vorstellen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Maler [[Franz Ferch]], der Dichter [[Franz Liebhard]] und zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens und des [[Jimbolia|Hatzfelder]] Kulturhauses – das viel zum Gelingen dieser Feier beigetragen hat – beglückwünschten den Gefeierten aufs herzlichste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag veranstaltet die Deutsche Mittelschule aus [[Jimbolia|Hatzfeld]] eine Ehrung des Altmeister, um so auch der Jugend sein Werk näher zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wunsch der Werktätigen unserer Region ist es, am 90. Geburtstag einen ebenso arbeitsfrohen und munteren [[Stefan Jäger]] feiern zu können. Darum ein dreifaches „Hoch!&amp;quot; unserem immerjungen Banater Maler [[Stefan Jäger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jäger wird der Arbeitsorden überreicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jäger stellt seine Werke vor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Wahrheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsorden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triptychon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skizzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Album]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausstellung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
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		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0023_-_Stefan-J%C3%A4ger-Feier_in_Hatzfeld&amp;diff=13191</id>
		<title>ART:0023 - Stefan-Jäger-Feier in Hatzfeld</title>
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		<updated>2015-03-29T12:39:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Liebhard &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Franz&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Stefan-Jäger-Feier in Hatzfeld&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Neuer Weg&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     =  Bukarest&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 8&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 2521&lt;br /&gt;
 |Datum               = 30.05.1957&lt;br /&gt;
 |Seite               = 1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Dienstag, den 28. Mai, in den Vormittagsstunden, war der Arbeitsraum des Rayonsvolksratsvorsitzenden der Schauplatz eines feierlichen Aktes, zu dem sich Vertreter der Partei und des Volksrates, der Temesvarer Regionsfiliale des Verbandes der plastischen Künstler der RVR und der werktätigen Bevölkerung eingefunden hatten. Im Rahmen der Feier wurde dem schwäbischen Maler, Altmeister [[Stefan Jäger]], der ihm anlässlich seines 80. Geburtstages für seine künstlerische Tätigkeit verliehene [[Arbeitsorden]] II. Klasse, überreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einigen einleitenden Worten des Vorsitzenden das Rayonsvolksrates, [[Julian Buţă]], sprach der Sekretär des Regjonsparteikomitees, [[Mihail Munteanu]], in rumänischer und der stellvertretende Vorsitzende des Regionsvolksrates Temesvar, [[Josef Gedeon]], in deutscher Sprache. Sie betonten, dass [[Stefan Jäger|Jäger]] den größten Teil seines arbeitsreichen Lebens in [[Jimbolia|Hatzfeld]] verbracht hat. Durch eine selbstgewählte Isolierung war es ihm seinerzeit gelungen, sich eine Stellung zu schaffen, durch die er es verhüten konnte, als Maler ein Aristokratenknecht oder später ein Diener großbäuerlicher Kreise zu werden. Stets bewahrte er die Treue zu allem, was es im schwäbischen Volksleben an positiven Werten gab. Das bezeichnendste Dokument seiner richtigen, unbeirrbaren Einstellung zum Volke ist sein großes [[Einwanderungsbild]], das die Ankunft der Schwaben im Banat und ihr Sesshaftwerden darstellt. Zu allen Zeiten war das Hauptthema seiner Kunst der Mensch, dessen höchster Lebenssinn die Arbeit bildet. Nie wurde er es müde, dieses Thema, unter Zuhilfenahme von volkskundlichen Elementen, zu gestalten. Die Treue zu allem, was menschlich ist, hinterließ tiefe Spuren in seinen malerischen Werken. Alles, was [[Stefan Jäger|Jäger]] in seinem arbeitsfrohen Leben geschaffen, mitinbegriffen die volkskundlich überaus, wertvollen [[Skizzenblätter]], bildet einen besonderen Beitrag zur Bereicherung des gemeinsamen Kulturschatzes in der RVR.&lt;br /&gt;
Die Redner schlossen ihre Ansprachen, indem sie [[Stefan Jäger|Jäger]] im Namen des Regionskomitees  der RAP und des Exekutivkomitees des Regionsvolksrates zu der Auszeichnung und zu seinem 80. Geburtstag auf das herzlichste beglückwünschten; sie verliehen der Hoffnung Ausdruck, dass ihm noch viele Jahre gedeihlichen Schaffens beschieden sein werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Verlesung des Auszeichnungsdokuments überreichte der stellvertretende Vorsitzende des Regionsvolksrates, [[Josef Gedeon]], dem Altmeister [[Stefan Jäger]] den Arbeitsorden und händigte ihm, unter freudigem Applaus der Anwesenden, das Verleihungsdokument ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lm Namen des Verbandes der bildenden Künstler sprach der Bildhauer [[Irgonas András]] und führte in ungarischer Sprache aus: ''„Du hast in deinem langen Leben sowohl den bildenden Künstlern als auch den Menschen im allgemeinen ein schönes Beispiel gegeben, wie  man in richtiger Weise seinem Volke und den humanistischen Grundlagen, der wahren, wirklichkeitsverbundenen Kunst, die Treue bewahren kann.&amp;quot;'' Dann überreichte die Temesvarer Bildhauerin, [[Ina Popescu]],&lt;br /&gt;
dem Jubilar einen Blumenstrauß, und den von Herzen kommenden, Worten der Beglückwünschung schloss sich als alter Freund des Gefeierten der Maler [[Franz Ferch]] an. Dann sprach [[Stefan Jäger]] Wort an Wort fügend, mit einem hellen Glanz in den munter dreinblickenden Augen, sprach er dem Präsidium der Grossen Nationalversammlung seinen innigen Dank für die Auszeichnung aus, durch die ihm und seinem Wirken auf dem Gebiete der Malkunst besondere Ehre erwiesen wurde. ''„Ich hoffe zuversichtlich, dass es mir vergönnt sein wird, in meinem Arbeitsbereich noch so manches zu vollbringen. Es lebe unser Vaterland, die Rumänische Volksrepublik!&amp;quot;''&lt;br /&gt;
Nachdem zwei Pioniere, ein Mädchen und ein Junge, im Namen der Schuljugend [[Jimbolia|Hatzfelds]] Blumen überreicht hatten, traten jetzt, von allen Seiten Gratulanten auf den greisen Meister zu. Auf einen warm empfundenen serbischen Glückwunsch eines Genossen dankte [[Stefan Jäger]] auf serbisch. Auf einen ungarischen Glückwunsch antwortete [[Stefan Jäger]] in ungarischer Sprache. Neben dem Grundton tiefster Herzlichkeit war diese einträchtige Begegnung der verschiedenen Sprachen die bezeichnendste Eigentümlichkeit dieser Feier – ein Beweis dafür, welch tiefe Wandlungen in diesem von vielen Nationalitäten bewohnten Gebiet hinsichtlich des gegenseitigen Verständnisses und der Verbrüderung vor sich gegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einem langen Tisch waren Werke [[Stefan Jäger|Jägers]] ausgestellt, darunter, eine verkleinerte Ausführung des [[Einwanderungsbildes]], ein [[rumänisches Bauernmädchen]], Landschaften und Bilder mit schwäbischen Volksmotiven. Der Altmeister sprach auf allgemeines Verlangen einige erläuternde Worte. Er erzählte, wie das [[Einwanderungsbild]] entstanden ist und mit welchen Schwierigkeiten er als Anfänger zu kämpfen gehabt habe, da er von daheim, von seinen Eltern, die arme Leute waren, keinen Beistand habe erwarten können. Er schilderte, wie er sich vor dem ersten Weltkrieg entschlossen hat, in [[Jimbolia|Hatzfeld]] zu wirken, um der damaligen kommerzialisierten Kunst entgegenzutreten, die der deutschen Bevölkerung allerlei Tand und Schund um teures Geld aufgeschwatzt habe, und wie er immer mehr darauf bedacht gewesen sei, durch Bilder aus dem Volksleben dieses Gebietes das dem Volke Fremde zu verdrängen. In der Mitte lag ein Bild, auf das der Altmeister lächelnd wies, indem er sagte: ''„Ich habe Neuzeitliches wenig gearbeitet, weil ich zu früh auf die Welt gekommen bin, aber hier ist ein Bild, auf dem ich dargestellt habe, wie die [[Kollektivbauern]], von Arbeitslust durchdrungen, gemeinsam auf das Feld hinausziehen.&amp;quot;'' Zum Schluss sagte [[Stefan Jäger|Jäger]] noch: ''„Wir wollen unverdrossen weiterarbeiten wie bisher.&amp;quot;'' Er habe vor, für die geplante [[Ausstellung in Temesvar]], die die besten Stücke seines Lebenswerkes umfassen soll, noch einiges zu schaffen, um dem Werke aus der Vergangenheit einiges aus der Gegenwart hinzuzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. L.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuer Weg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsorden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Würdigung]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
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		<title>ART:0021 - Pictorul Stefan Jäger</title>
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		<updated>2015-03-29T12:35:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Liebhard&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Franz&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Pictorul Ştefan Jäger&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Drapelul Roşu&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Timișoara&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 14&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 3863&lt;br /&gt;
 |Datum               = 25.05.1957&lt;br /&gt;
 |Seite               = 2&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pe vremea cînd pictorul şvab [[Stefan Jäger|Ştefan Jäger]], care în ziua de 28 mai împlineşte 80 de ani, s-a statornicit în [[Jimbolia]], după anii săi de pribegie şi ucenicie, aici era domeniul contelui Csekonics. Atunci, în 1910, creştea în comună pătura moşierească, ce s-a lăsat pătrunsă de ideea de „naţiune stăpinitoare&amp;quot; şi a vrut să arate astfel că ea este ceva deosebit. În măsura în care s-au înfiinţat aici mori, ţiglării, fabrici, s-a dezvoltat şi un proletariat industrial, prin care s-a transformat însăşi structura populaţiei. Cîte contradicţii ascundea această mare comună pătrunsă de larma caleştilor grofeşti trecătoare şi de huruitul sirenelor fabricilor, tinzînd febril spre o aşezare citadină! Cîte contradicţii între renumele comunei de a fi o „Athenă şvăbească în pustă&amp;quot;, – datorită atelierului lui [[Stefan Jäger|Ştefan Jäger]], – şi mîrşăvia capitalistă de după primul război mondital, cînd după exproprierea latifundiilor moniereşti, în cuptorul lui Threiss s-a ars, drept combustibil, biblioteca rămasă fără ocrotire, ale cărei începuturi datează încă din secolul 17 şi 18! În aceeaşi comună, care a înălţat, în parc, un monament binefăcătorului celor suferinzi, medicului umanist [[dr. Ludwig Diel]], 1/ au fost omorîţi cîţiva ani mai tîrziu şapte bărbaţi, fiindcă au visat şi au vrut să sacrifice totul pentru o lume plină de umanitate, de dreptate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A ocupat oare [[Stefan Jäger|Ştefan Jäger]], – care timp îndelungat a fost privit cui un surîs îngăduitor drept un pictor mărunt şi îngust al genului nevinovat, al luminosului neproblematic, – în mijlocul acestor încordări, în felul său o poziţie, un loc, care, cel puţin în mod mijlocit, să exprime realitatea timpului său?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Născut in 1877 în [[Cenei]], ca fiu al unuii bărbier felcer, s-a format ca pictor studiind la [[Budapest]]a, Viena, München şi Veneţia. 2/ Perioada cea mai lungă din viaţa sa a fost un singuratic, un izolat, prin voinţa sa proprie. Să ne imaginăm situaţia de atunci. Era în faţa izbucnirii primului război mondial. Furtuna se apropia, furtună prin care gloria grofilor trebuia să apună. Însă în anul 1910 ea era încă neatinsă. Nu trebuie oare să acceptăm atunci, în asemenea condiţii, singurătatea lui [[Stefan Jäger|Jäger]], prin care pictorul a putut să se ferească de a nu fi sluga grofilor? Această singurătate a avut efectul că pictorul n-a cedat ispitelor de a deveni un portretist linguşitor al moşierimii, nici pe atunci, şi nici pe mai tîrziu, în timpui dintre cele două războaie mondiale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cîtorva le-a părut că pictura lui [[Stefan Jäger|Jäger]] trăieşte în medii unde pericolul ameninţă culorile de a fi înghiţite de cenuşiul prozaic al cotidianului şi unde „vocile lăuntrice&amp;quot; ar trebui să amuţească într-o bună zi într-un mod fatal. Cine nu-şi aduce aminte de îndrăgostiţii de artă exaltaţi fără rost şi de împletitura enigmatică de isme? Toate acestea au pătruns şi la noi. Şi la noi au existat ignoranţi ai realităţii şi dogmatici ai fantasticului. Această breaslă a „visătorilor&amp;quot;, care au destinat paletei lor proprii o viaţă dependentă de împrejurări, l-au privit pe [[Stefan Jäger|Jäger]] întrutotul ca un pisc în nori spre o adîncime de nemăsurat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Din cauza fidelităţii sale pentru ceea ce e substanţial şi uman, [[Stefan Jäger|Jäger]] a fost pe de o parte compătimit, iar pe de altă parte considerat drept un biet pictor &amp;quot;de la ţară&amp;quot; şi  pecetluit ca un reprezentant al unui gust de artă mai mult sau mai puţin vulgar. Ceea ce a părut ca factor negativ, – ataşamentul său necondiţionat faţă de realitale – acesta este de fapt lucrul cel mai de preţ, pozitivul care-l preţuim noi, cei contemporani, atît de mult în creaţia sa. De cînd a creat „Colonizarea şvabilor în Banat&amp;quot; — acest mare triptic despre drumul, sosirea şi colonizarea acelora care împinşi de nevoi au pornit să-şi caute o patrie nouă prin munca lor, – el a rămas credincios principiului despre omul care se impune prin munca sa şi care-şi înfrumuseţează viaţa prin zile de sărbători specifice. Un astfel de imn al omului, omul care prin munca celor două mîini ale sale îşi crecază un cămin şi cucereşte noi pămînturi plugului, poate fi considerat drept un protest împotriva grozăviilor aduse asupra omenirii prin cele două incendii mondiale. Protestul îmbracă mai multe aspecte. Unul din aceste aspecte reiese din tablourile sale, unde se îndreaptă împotriva maşinaţiilor întreprinse contra umanităţii, contra demnităţii umane.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Încă nu s-a apreciat îndestul faptul că [[Stefan Jäger|Jäger]] a rămas pînă la adînci bătrineţe fidel, valorilor umane, faţă de frumosul vieţii, faţă de poporuil simplu; nu s-a apreciat îndestul dragostea sa pentru tot ceea ce aparţine poporului, începînd cu roata de tors, pînă la faţada barocă a caselor săteşti, de la buchetul de rugă („Kerweih-strauss&amp;quot;) pînă la freza în codiţe prinse şi portul fetelor bogat, festiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pe lîngă sutele sale de tablouri, răspîndite prin întregul Banat, însemnătatea lui [[Stefan Jäger|Jäger]] este oglindită prin bogatele sale mape, conţinînd schiţe, care recent au fost cumpărate de către Muzeul regional al Banatului. Aceste mape reprezintă un adevărat tezaur de documente folclorice din viaţa populară şvăbească. Munca de observaţie depusă de pictor timp de decenii este cuprinsă în accste foi de mărirne diferită, în aceste schiţe în acuarelă, creion şi tuş. Aici găsim portul festiv din Beşenova Nouă, sărbătorirea recoltei, pe urmă perechi din Bacova dansînd, femei din Becicherecul Mic dansînd, o cameră ţărănească din Zăbrani, serenada la revelion a unei fanfare ţărăneşti şi lîngă ei o băscuţa pentru femei, din Săcălaz. Urmează Bencecul German şi Cruceni, Giarmata şi Frumuşeni şi multe altele: fiecare foaie, o comoară.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cele mai semnificative lucrări din acest material bogat vor fi publicate, după planul conducerii Muzeului regional, într-o ediţie colorată, ca album etnografic al porturilor. Astfel se va întoarce la popor ceea ce aparţine poporului, prin pictorul său, drept reoglindire a forţei creatoare pe care o posedă şi drept mărturie pentru faptul că în patria noastră cultura popoarelor se bucură intr-un mod egal de îngrijire, necunoscînd deosebiri între populaţii de diferite limbi şi de tradiţii culturale diferite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Repro:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Case ţărăneşti şvăbeşti&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Observatii&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1/ corect Carol Diel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2/ sudii numai in Budapesta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drapelul Roşu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
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		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0030_-_Stefan_J%C3%A4ger_80_Jahre_alt&amp;diff=13183</id>
		<title>ART:0030 - Stefan Jäger 80 Jahre alt</title>
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		<updated>2015-03-29T12:31:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitschrift&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Liebhard &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Franz&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Stefan Jäger 80 Jahre alt&lt;br /&gt;
 |Zeitschrifttitel    = Volk und Kultur&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 9&lt;br /&gt;
 |Heftnummer          = 5&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsjahr    = 1957&lt;br /&gt;
 |Seite               = 24-27&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernung, welche die Gemeinde [[Cenei|Tschene]] von [[Jimbolia|Hatzfeld]] trennt, beträgt nicht viel mehr als ein Dutzend Kilometer. Vom Fenster des einen Kirchturmes dürfte man den anderen ganz gut sehen können. Und doch, wie groß ist die Strecke, die der in [[Cenei|Tschene]] am 28. Mai 1877 geborene Sohn [[Stefan Jäger|Stefan]] eines chirurgischen Gehilfen namens Jäger zurückzulegen hatte, um seine Augen nach acht Jahrzehnten in [[Jimbolia|Hatzfeld]] auf einem vollendeten Lebenswerk und einem erfüllten Dasein ruhen zu lassen. Ein Lebenswerk und ein Dasein, die in ihrer Schlichtheit und Geradheit, in ihrer Ungekünsteltheit und ihrer schartenlosen Werthaftigkeit der Auszeichnung würdig sind, die dem in seinem Wahlheimatsort [[Jimbolia|Hatzfeld]] lebenden Maler [[Stefan Jäger]] durch die Verleihung des [[Arbeitsordens]] unserer Volksrepublik zuteil geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Banater deutschen Bevölkerung sind im Laufe ihrer über zweihundertjährigen Geschichte auf diesem Boden mehrere namhafte Maler entsprungen. Einige wirkten hier, ihrer Heimat verhaftet, wie der ausgezeichnete Temesvarer Porträtist Anselm Wagner, der um die Wende vom 18. ins 19. Jahrhundert lebte, oder der ebenfalls aus Temesvar gebürtige Ludwig von Bersuder in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts; andere zogen in die Fremde, wo sie sich kraft ihrer Begabung durchsetzten, aber für ihr Heimatland verloren gingen, wie der Temesvarer Karl Brocky, oder der aus Orawitza gebürtige Adolf Humborg. Von keinem, ganz gleich ob er hier oder im Ausland seine Werke malte, ist bekannt, dass er daheim oder in der Fremde vom Staate ausgezeichnet worden wäre. Hatten sie sich dem damaligen Staate gegenüber vielleicht als widersetzlich erwiesen? Nein, im Gegenteil. Anselm Wagner war Bildnismaler der höchsten feudalen und bürgerlichen Schichten, ein achtbarer Bürger seiner Stadt. Brocky hatte in London Zutritt zu den Adels- und Hofkreisen, Ludwig von Bersuder gehörte zur wohlhabendsten Bürgerschaft von Temesvar, war Angehöriger eines Erbpatriziats. Hat [[Stefan Jäger|Jäger]] etwa eine ganz besondere Beziehung zu dem Staate der Werktätigen, hat er ihm ein ganz besonderes Entgegenkommen bekundet, wofür er die Auszeichnung bekommen haben könnte? Über eine normale staatsbürgerliche Haltung hinaus bestimmt nicht; [[Stefan Jäger|Jäger]] ist ein Staatsbürger, der dem Rechnung trägt, was der Staat von ihm mit Recht erwarten kann. Wenn aber der [[Arbeitsorden]] nicht seiner unmittelbaren staatsbürgerlichen Haltung gilt, dann welchen Verdiensten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] hat stets als ein Maler gegolten, der durch alle Pinselstriche seiner begabten Hand der schwäbischen Bevölkerung zugehörig war. Er erwies sich stets als ein nationaler Maler der Schwaben, ein bürgerlich-nationaler Maler, der aber niemals eine Farbe auftrug, niemals ein Thema auf die Leinwand brachte, wodurch ein nationalistischer Eindruck hätte erweckt werden können. Er hatte sich in seinem Leben als Maler niemals zu einer Unwahrheit bekannt, er hat niemals einem hohlen Pathos, einem Mythos der Überspanntheit, gefrönt. Er war bescheiden und arbeitsam, er verleugnete nie die Wurzeln, aus denen sich seine Begabung nährte, die Wurzeln, die ihn mit den Massen der werktätigen schwäbischen Bevölkerung verknüpften. In hundert und aber hundert Arten hat er seine Liebe zum einfachen, schwäbischen Menschen, zu dessen arbeitsamer Gediegenheit, zum Ausdruck gebracht. Seine Lebensgegenstände von der Wiege bis zum Spinnrad, von der Sense bis zum Zapfenbrett, seine Arbeits- und Festtage, seine Trachten und wohlverdienten Freuden hat er immer als Eigenes betrachtet. Er hat jedoch nie dem Eigenen geschmeichelt, um andere schlecht zu machen, er hat niemals anderen Gehöriges verdammt, um Eigenes in die Höhe zu heben. Er hatte sich zu Beginn seiner Tätigkeit auf ein Fundament gestellt, das ihm erlaubte, durch nahezu sechs Dezennien ungeachtet aller Erschütterungen aufrecht stehen zu bleiben. Er machte auf seine schwäbische Art, als er die führende Schicht des Schwabentums als ein Verhängnis empfand, nicht mit Arpáds Heerscharen in die pannonische Ebene herabgestiegen zu sein; er malte schwäbisch, als man dieses im Namen der heiligen Gekünsteltheit als etwas Minderwertiges ansah, und er fuhr fort, schwäbisch zu malen, als so mancher der einst Überlauten seine Muttersprache aus schlechtem Gewissen am liebsten gleich dreimal verleugnete, um nur nicht aufzufallen. Dieser ein ganzes Leben hindurch bekundeten Treue dem schaffenden Volke gegenüber, dieser unveränderlichen Anhänglichkeit allem gegenüber, was Ergebnis des Wirkens der schöpferischen Volkskräfte ist, diesem unzählige Male wiederholten Bekenntnis, dass alles Schöne und Gute seinen Ursprung dem Volke verdankt, ließ der Staat des werktätigen Volkes, der Staat der Volksdemokratie, der Staat der Arbeiter und Bauern, seinen Orden zukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jimbolia|Hatzfeld]], das Städtchen im Schnittpunkt entwickelter Landwirtschaft und pulsierender Industrie, mag wohl keinen Einwohner haben, der von [[Stefan Jäger]] nicht wenigstens soviel wüsste, dass er Maler ist, ein aufrecht gehender Achtziger, der sein Gläschen Wein auch heute noch schmunzelnd gegen das Licht hält, jeden Menschen mit frischer Aufmerksamkeit anhört und seine Worte in einem Tonfall zusammenfügt, der ausgeglichen und beruhigend ist. Erkundigt man sich nach seinem Atelier, so erhält man die Auskunft „die Gasse rechts von der Floriani-Statue&amp;quot;, von der niemand weiß, wie und wann dieser Beschützer vor dem Feuer hierher gekommen ist. Da sieht man linker Hand im Park das Standbild des berühmten [[Jimbolia|Hatzfelder]] Arztes [[Dr. Diel]], der in der Zeit von der Jahrhundertwende bis nach dem ersten Weltkrieg auf dem Gebiete der Chirurgie als Künstler gegolten hatte. Und etwa zwanzig Meter weiter erhebt sich das Denkmal jener Sieben, die im Herbst 1944 vor die faschistischen Gewehre gestellt wurden, weil sie dagegen opponiert hatten, dass im Menschen das Wertvollste – seine Würde – zerstampft wird.&lt;br /&gt;
Aber ziehen wir den Kreis weiter, viel viel weiter, so dass auch der Landstrich jenseits der Marosch mit den etwas anders gearteten Schwaben als die der Heide oder der Hecke, und Guttenbrunn mit seinen Pflaumenpflanzungen und neu angelegten Reisfeldern und weit unten im Süden auch Moritzfeld hineinfällt. In diesem breiten Kreise gibt es kaum deutsche werktätige Menschen, denen [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]] Name unbekannt wäre, denn kreuz und quer über dieses Gebiet sind seine Bilder zerstreut, als beliebter Wandschmuck, als etwas Anheimelndes und Ansprechendes, das dem Leben dieser Menschen, ihrem Arbeits- und ihrem Festtag, der engen Welt ihrer Häuslichkeit oder dem breiten Atem der sich endlos hinstreckenden Ackerflächen entsprungen ist. Die Worte, die Goethe Mephistopheles vor dem Herrn sprechen lässt: „...ich kann nicht hohe Worte machen&amp;quot;, treffen – auf die Malerei umgedeutet – auch auf [[Stefan Jäger|Jäger]] zu, weil sie auf sein ständiges Modell, auf die Schwaben selbst, passen. Denn ihrem Leben, ihrer Arbeit, ihren Festen ist das Pathos, die weitausholende Gebärde, die übersteigerte Tonstärke völlig fremd. Sie hatten sich im Laufe von zweihundert Jahren inmitten eines ungewohnten Klimas, einer sich ihnen widersetzenden Natur die Fähigkeit angeeignet, sich in ihrem Tun auf das unbedingt Notwendige zu konzentrieren. Diese Konzentrierung als schwäbische Eigenschaft drückt sich bei [[Stefan Jäger|Jäger]] in der Sammlung der Blickkraft auf das Kleine, das knapp Umgrenzte, aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den aber Hunderten von Genrebildern aus dem schwäbischen Volksleben in Öl und Aquarell, die das Signum [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]] tragen, gibt es ungezählte [[Skizzen]] von seiner Hand, die einer malerischen Bestandaufnahme der schwäbischen Trachten gleichkommen, und vom [[Banater Regionalmuseum]] in einem Werk veröffentlicht werden sollen. Ebenso wie diese weist auch das vor dem ersten Weltkrieg von der Stadt Temesvar angekaufte und gegenwärtig im [[Banater Museum]] befindliche dreiteilige Großgemälde [[„Die Einwanderung der Schwaben&amp;quot;]], die Darstellung des großen Schwabenzuges nach dem Banat, letzten Endes die weiter oben geschilderten Eigentümlichkeiten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bedurfte einer besonderen Anregung, dass sich [[Stefan Jäger]] seinerzeit entschließen konnte, diese Gemälde in Arbeit zu nehmen. Es war [[Adam Röser]] aus [[Cărpiniș|Gertianosch]], der ihn aneiferte, ein solches historisches Bild zu malen. Röser hatte in Hermannstadt gelegentlich eine Zeichnung gesehen, die die [[Einwanderung der Sachsen]] darstellte. Dieser Röser war auch der Hauptinitiator des vor dem ersten Weltkrieg entstandenen Szegediner [[Konvikts]], das einen nicht geringen Anteil an der Magyarisierung eines Teiles der schwäbischen Intelligenz hatte. Auch hieraus ist ersichtlich, dass nicht ein streitbares Gefühl dem Ursprung des Bildes der Schwabeneinwanderung Pate stand, sondern einfach die Dankbarkeit und der Stolz auf die Vorfahren, die zusammen mit den hier ansässig gewesenen Völkern, namentlich mit jenen der Rumänen und Serben, an der Umwandlung der unter der Türkenherrschaft verödeten und versumpften Banater Ebene in eine Kulturlandschaft einen bedeutenden Anteil hatten. Durch eine [[Studienreise]] in die Herkunftslande der deutschen Kolonisten unterrichtete er sich über die Trachten der Einwanderungszeit. Dann ging er an die Ausführung, die mehrere Stationen hatte: bald in [[Budapest]], bald in Temesvar – dieses Intermezzo dauerte einige Wochen – bald in [[Cărpiniș|Gertianosch]], und dann wieder in [[Budapest]], wo das Gemälde vollendet wurde. Wie oft wurden die Leinwände zusammengerollt und von neuem aufgespannt – ein Gemälde, das auf der Wanderschaft entstand, wuchs und fertig wurde. Rund dreißig Jahre später ging es erneut auf die Wanderschaft – es befand sich zeitweilig in anderem Besitz und wurde im letzten Kriegsjahr vor den Bombenangriffen in eine Heckengemeinde in Sicherheit gebracht. Hier wurde es nach dem Kriege aufgefunden und ins [[Banater Museum]] zurückgebracht, wo es nun der Einrichtung der Gemäldegalerie harrt, um nach fast anderthalb Jahrzehnten erneut ausgestellt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieviel Verführerisches lag in diesem Wanderzug aus dem 18. Jahrhundert, bei der Schilderung dem Pathetischen zu verfallen! Eine unbekannte Welt auf dem ersten und dem Mittelstück, mit, einem geheimnisvollen Walde im Hintergrund, dem Schauer vom Herbst entlaubter Bäume in der Luft – welche Gefahr, sich in dieser namenlosen Fremde zu verlieren! Auf dem dritten Stück verengt sich der Raum durch die neue erbaute Häuserreihe auf beiden Seiten, und auch durch das Papierstück, mit denn das Anrecht auf Haus und Hof in Empfang genommen wird. Etwas Sinnvolles ist durch der Hände Arbeit entstanden, ein Daheim, indes vom Wald, allem Unbekannten und Geheimnisvollen, weit hinten nur mehr ein verdämmerndes Streifchen zu sehen ist. [[Stefan Jäger|Jäger]] führt seine Kolonisten aus der Gefahr der Grenzenlosigkeit, am namenlosen Geheimnis des dunklen Waldes vorbei in das Begrenzte, in das Sinnvolle, das Benannte, das Unpathetische – in die primärste Zelle der Heimat, in die Zelle der vier Wände, die vom endlosen Räume ein winziges Stückchen absondern für das menschliche Dasein in Glück und Schmerz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als zwei Jahrzehnte ist es her, dass unter den Schwaben lärmende Großraumkünder umzugehen begannen und ihre Stimmen an der Pathetik eines germanischen Weltmythos erhitzten. Dieses Pathos und dieser Weltdrang führte zu den vielen schwäbischen Soldatengräbern von Narwa bis in die bosnischen Berge und bis an die atlantische Küste. Daran lässt es sich mit ergreifender Deutlichkeit ermessen, wie ursprünglich-schwäbisch das Unpathetische der [[Stefan Jäger|Jägerschen]] Malerei ist und wie sehr dem Leben angehörig die Kleinraumverkündung seiner schlichten Kunst ist. Sie ist die Aussage der natürlichen, tausendfach verwurzelten Verbindung zwischen unserer Heimat und ihren schwäbischen Menschen, einer Verbindung, die durch die Arbeit vieler hingeschiedener Generationen geschaffen und geweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass sie fortblühe und gedeihe, diese Banater Heimat, so farbenfroh, so lebensinnig, wie er sie unzählige Male erschaut und gemalt hat, sei unser Gruß zum 80. Geburtstage unseres Volksmalers [[Stefan Jäger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Repro:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Jäger: Mädchen in Festtracht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Jäger: Kleine Schwäbin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Jäger: Schwäbische Stube&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwanderung der Schwaben. – Gemälde von Stefan Jäger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk und Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Würdigung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildbeschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschene]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
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		<title>ART:0018 - Der Schwabenmaler Stefan Jäger</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Wanderer&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Johann&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Der Schwabenmaler Stefan Jäger&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = [[Neuer Weg]]&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Bukarest&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 9&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 2420&lt;br /&gt;
 |Datum               = 01.02.1957&lt;br /&gt;
 |Seite               = 4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Der Schwabenmaler Stefan Jäger'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Von  Johann  Wanderer [= Reiter, Robert alias Liebhard, Franz]''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Maler [[Stefan Jäger]], der beinahe ein halbes Jahrhundert in [[Jimbolia|Hatzfeld]] wirkte, wird in diesem Jahre seinen achtzigsten Geburtstag begehen. Ein Sohn der Gemeinde [[Cenei|Tschene]], ließ er sich nach seinen Lehr- und Wanderjahren 1910 in [[Jimbolia|Hatzfeld]] nieder, ein stiller, zurückgezogener Mann, der nur für die Malerei und ausschließlich von der Malerei lebte. Eine Kühnheit war das in einem Orte, der, obwohl er sich in dieser Zeit vom Dorf zum Marktflecken und von diesem zur Kleinstadt entwickelte, für das Dasein eines Malers nicht gerade die günstigsten Bedingungen bot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war die Domäne der Grafen Csekonics, da entfaltete sich ein großbäuerliches Herrentum, das seinen Reichtum demonstrativ zur Schau stellte und sich von der damals herrschenden Nation infiltrieren ließ, um auch auf diese Weise zu zeigen, dass es etwas Besonderes sei. Nachdem [[Jimbolia|Hatzfeld]] schon sehr früh in den Eisenbahnverkehr eingeschaltet worden war – vor rund hundert Jahren und nicht zu Beginn unseres Jahrhunderts, wie man es vor kurzem in einem Zeitungsbericht lesen konnte – entstand eine Industrie – Mühlen, Ziegeleien, Hut- und Schuhfabrik. Es entwickelte sich aber auch ein Proletariat, und damit veränderte sich rasch die frühere Struktur der Bevölkerung. Die gesellschaftlichen Kämpfe, die sich auf dem Boden [[Jimbolia|Hatzfelds]] seit der Jahrhundertwende abspielten, waren daher verwickelter Natur und manchmal von überaus großer Heftigkeit. Welche Widersprüche barg diese vom Rollen der gräflichen Kalesche und den Dampfsirenen der Fabriken durchlärmte Großgemeinde, die vom Drang in das Städtische fieberte! Welche Widersprüche zwischen den Kartenschlachten im Kasino und den meisterlichen Operationen des vortrefflichen Chirurgen Dr. Ludwig Diehl, volkstümlich „der alte Diehl&amp;quot; genannt! Welche unversöhnlichen Gegensätze zwischen dem Rufe des Dorfes, dank dem Atelier [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]], ein schwäbisches Athen in der Heide zu sein, wo ein Paul Moussong seine Gedichte drucken ließ und der sich nunmehr auch dem Greisenalter nähernde Peter Jung seine Tausende Gedichte schrieb und dem kapitalistischen Frevel, nach dem ersten Weltkrieg, nach der Enteignung des gräflichen Latifundiums die obdachlos gebliebene Bibliothek, deren Anfänge aus dem 18. Jahrhundert stammten, im Ringofen des Ziegeleibarons Threiss, des „schwäbischen Stinnes&amp;quot;, für den sehr nüchternen Zweck der Ziegelerzeugung zu verheizen! In der gleichen Gemeinde, die in ihrem Park der Menschenfreundlichkeit ein Denkmal setzte, ein Standbild des Wohltäters der Leidenden, Dr. Diehl, wurden nach etlichen Jahren sieben Männer ermordet, weil sie von einer Welt der Menschenfreundlichkeit träumten und bereit waren, für eine solche Welt ihr Bestes in die Schanze zu schlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie stand der Maler [[Stefan Jäger]] inmitten dieser Spannungen und Auseinandersetzungen? Hatte [[Stefan Jäger|Jäger]], den man lange, mit einem billigen Lächeln als einen Maler des Kleinen und Engen, des harmlosen Genres, des Unproblematisch-Hellen, das kein Kopfzerbrechen verursacht, hinzustellen versuchte, in seiner Art, nach den Möglichkeiten seiner Kunst eine Stellung bezogen, die einen Teil des Inhaltes der Zeit zum Ausdruck brachte? Oder wäre es eine Übertretung, in Verbindung mit [[Stefan Jäger|Jäger]] hiervon zu sprechen, da er ein Unpolitischer war und es zu allen Zeiten vorzog, als ein solcher gerühmt oder verdammt zu werden? Der hochbetagte Meister wird vielleicht das Haupt staunend schütteln, wenn er vernimmt, dass hier nach Zusammenhängen gesucht wird, die nicht auf der Oberfläche liegen, sondern darunter, jedoch nicht nur aufgespürt werden können, sondern ins Licht gerückt werden müssen. Anders wird man seiner Bedeutung nie gerecht werden können, anders wird es nicht einmal annähernd möglich sein, sein besonderes Gewicht im Leben der deutschen Bevölkerung des Banats richtig zu ermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1877 in [[Cenei|Tschene]] geborene Sohn eines Rasierers und Feldschers, dessen malerische Begabung schon in frühem Alter zum Durchbruch gekommen war und der sich in [[Budapest]], München und Venedig zum Maler ausgebildet hatte, war immer ein Abseitiger – in seiner Kunst, aber auch in den Beziehungen zu den Menschen seiner Umwelt. Er war zeitlebens in bestimmtem Sinne ein Einsamer, ja sogar in einem gewissen Masse ein Eigenbrötler, der einen Kreis um sich gezogen und sich darin eingerichtet hatte. Vergegenwärtigen wir uns einmal nur die Zeit: wir stehen vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges, ein Gewitter ist im Anzug, in dem die gräfliche Herrlichkeit versinken soll. Aber um 1910 war sie noch unangetastet. Müssen wir nicht der Einsamkeit, ja sogar der Eigenbrötelei [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]] zustimmen, weil er sich durch sie davor behüten konnte, in das gräfliche Schlepptau genommen zu werden? Wir dürften diese Einsamkeit auch aus einem anderen Grunde billigen. Sie verhütete, dass er zweifellos vorhanden gewesenen Verlockungen, ein schönfärberischer, idealisierender Porträtist des Großbauerntums zu werden, nicht erlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchen schien dieser selbstgezogene Kreis des Einsamen sehr eng, geradezu krähwinklig, außerhalb der höheren Kunstbezirke liegend, außerhalb des heiligen Schauders, wo der Geheimsprache der Farben die Gefahr droht, vom Grau des prosaischen Alltags verschlungen zu werden, und einen der seelische Veitstanz der Dürrnis so lange schüttelt, bis man nicht mehr vergisst, einmal irgendwann im Leben innere Stimmen vernommen und im Scheine innerer Gesichte gestanden zu haben.&lt;br /&gt;
Wer erinnert sich nicht an die Zeit der Kunstverzückung, an die exaltierten Schwärmereien und das Rätselgeflecht von Ismen? All das war auch zu uns geflutet, es gab auch bei uns Auserwählte und Exaltierte, Verschmäher des Wirklichen und Dogmatiker der Phantasterei, die in einer Sackgasse auf der gleichen Stelle umhertraten. Diese Gilde der Traumschwangeren, die ihrer Palette ein Eigenleben, ein vom Leben der Umwelt unabhängiges, zugedichtet hatten, blickte auf jeden nieder, wie wenn man von einem an die Wolken stoßenden Gipfel in die unermessliche Tiefe, die alles winzig-klein erscheinen lässt, hinabschaut. Daher galt [[Stefan Jäger]] manchem Adepten des Kunstbetriebs nicht als vollgültiger Maler; er war den Zünftigen zu einfach, weil er sich in keine Komplikationen verrannte und weil das, was er mit seinem Pinsel darstellte, nicht etwas anderes sein sollte, als sich dem Auge darbot. [[Stefan Jäger|Jäger]] wurde wegen seiner Treue zum Gegenständlichen und zum Menschlichen als eine Peripherialerscheinung zum Teil bemitleidet, zum Teil als „Dorfmaler&amp;quot; entwertet. Es wurde ihm ein größerer Geistigkeitswert aberkannt, und er wurde als der Vertreter eines mehrweniger vulgären Kunstgeschmacks abgestempelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aus dieser Bewertung als Negatives herausgelesen werden kann: Jene unbedingte Anhänglichkeit der Wirklichkeit gegenüber, die sich all die Jahrzehnte hindurch als unerschütterlich erwiesen hat, ist gerade das große Positivum, das als hervorragendster Vorzug seines Schaffens ihn der Gegenwart so wert macht, ihn trotz des hohen Alters als einen Maler erscheinen lässt, dessen Werk mit der Zeit von heute eng verknüpft werden kann. Über die Spannweite seiner Thematik und der Behandlungsweise seiner Gegenstände können die Meinungen auseinandergehen – eines bleibt unverrückbar bestehen: Seitdem er die „Einwanderung der Schwaben&amp;quot;, das große dreiteilige Gemälde von Wanderung, Ankunft und Niederlassung geschaffen hat, ist er dem Grundmotiv vom Menschen, der sich durch seine Arbeit behauptet und sich das Leben durch sinngemäße Feste verschönert, immer treu geblieben. Eine solche Lobpreisung des Menschen, der sich durch seiner Hände Mühe einen Herd schafft und Neuland dem Pflug erobert, kann füglich als Einspruch hingestellt werden gegen alle Ungeheuerlichkeiten, die in zwei Weltbränden über uns und unseresgleichen anderer Sprache gekommen sind. Der gesellschaftliche Protest spricht viele Idiome, einer dieser tönte aus [[Stefan Jäger|Jägers]] Bildern den Anschlägen wider die Menschenfreundlichkeit, der im Großen betriebenen Entmenschlichung entgegen. Wohl hat [[Stefan Jäger|Jäger]] nicht die ganze Wirklichkeit seiner Zeit bis zu den tiefsten Zusammenhängen und in ihren Bewegungen zu erfassen vermocht. Wenn es nicht zu den Ruhmesblättern von [[Jimbolia|Hatzfeld]] gehört, dass Karl von Möller in den Mauern des Städtchens seine Romane auf dem Siedepunkte nationalistischer Blindheit und militaristischen Gerassels geschrieben hat, so kann es andererseits [[Jimbolia|Hatzfeld]] nicht hoch genug angerechnet werden, dass ein Maler vom Wesen [[Stefan Jäger|Jägers]] hier die Möglichkeiten für seine Betätigung gefunden hat. Und dass er sie auch bis ins hohe Alter hinein behalten konnte durch sein ununterbrochenes Bekenntnis zum Menschlichen, zur Schönheit des Lebens bei Arbeit und Fest, durch seine Treue zum einfachen Volke, in seiner rührenden Liebe  zu  allem,  was diesem  gehört – vom Spinnrad bis zum Zapfenbrett, von einer einfachen Schnitzerei bis zum Barockgiebel der Bauernhäuser, vom Kerweihstrauß bis zur Haartracht der aufgesteckten Zöpfe, von der hauchigen, festlichen Mädchentracht bis zur ehrwürdigen Truhe, von den einfachen Ornamenten an Möbelstücken bis zu den in die prächtige Seide der Röcke hineingewebten Blumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles ist ja Volkskunde – vielleicht findet sich jemand, der das mit dem Nebengeräusch leiser Missachtung  auch  heute noch  sagt.  Unbestreitbar – das ist es, und es wäre nur das, wenn nicht alles durchdrungen wäre von einem tiefen Gefühl der Zusammengehörigkeit aller dieser Dinge; einem Gefühl, das sie in die Sphäre der Kunst erhebt. Was [[Stefan Jäger]] der deutschen Bevölkerung des Banats bedeutet, wird sich in der großen Ausstellung eines Teiles seines Lebenswerkes, die zu seinem achtzigsten Geburtstag geplant ist, in großen Umrissen wenigstens ermessen lassen. Neben dem Gesamtwerk, das über das ganze Gebiet des  Banats zerstreut ist, liegt [[Stefan Jäger|Jägers]] Bedeutung für die Gegenwart und die Zukunft in seinen reichen Skizzenmappen eingeschlossen, die vom Banater Regionalmuseum vor kurzem erworben wurden und eine wahre Schatzkammer der Dokumente schwäbischen Volkslebens darstellen. Die Ergebnisse der Beobachtungsarbeit von Jahrzehnten liegen in diesen Blättern verschiedener Größen, in diesen Aquarell- und zum kleineren Teil Bleistift- und Tuschskizzen, die oft die Jahreszahl ihrer Entstehung und verschiedene, mit Bleistift gemachte Anmerkungen aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist eine Skizze der Mädchenfesttracht von Neubeschenowa durch folgenden Text begleitet: „Blumen in Silberfarbe, ähnlich wie Sackelhausen.&amp;quot; Skizzen eines Erntefestes mit der Zeichnung eines halbkugelförmigen Ohrgehänges in Großausführung, Tanzausführung, Tanzpaare aus Bakowa wechseln mit Schnitterinnen aus Kleinbetschkerek ab, zu denen die Bemerkung geschrieben ist, dass die besonderen breiten Strohhüte im Schnitt auch von den Männern getragen werden. Neben einer Stube aus Guttenbrunn (Ofen, Spinnrad, Schubladkasten, Bett, davor Stühle und Tisch mit Krug) eine Frau beim Bügeln, ein malerisches Gassl und das Bild eines Silvesterständchens der Blechmusik aus dem gleichen Dorf. Sackelhausen ist durch eine Frauenhaube vertreten /mit Bleistift: „Schwarz mit Goldstickerei&amp;quot; / „Mattfleischfarbener Spenzer, Hemd mit roten Zacken eingefasst&amp;quot;/, liest man neben einem Mädchen in Tracht. Ein anderes Sackelhausener Mädchen ist wie folgt beschrieben: Tochter, Suppe auftragend – Rock: hechtgrau. Und so geht es fort: Deutschbentschek und Kreuzstätten, Jahrmarkt und Schöndorf, und noch viele andere Ortschaften. Jedes Blatt eine Fundgrube, auf jedem Blatt eine neue Entdeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bezeichnendste und Aufschlussreichste dieses unvergleichlichen umfangreichen Materials – die Zahl der Skizzenblätter beläuft sich auf mehrere hundert, jedes mit mehreren Abbildungen – soll in farbiger Wiedergabe in einem Trachtenbuch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. So wird das, was dem Ursprung nach dem Volke gehört, über den Maler zum Volke wieder zurückkehren, als Spiegelbild der schöpferischen Kraft, die ihm innewohnt und die wir an Hand der [[Stefan Jäger|Jägerschen]] Skizzen noch besser werden kennen lernen als es bisher möglich war. Es ist zu wünschen, dass dieser Plan der Direktion des Banater Regionalmuseums als Beitrag zur Ehrung des Nestors unserer Maler unter den besten Bedingungen verwirklicht wird als Zeugenschaft dafür, dass in der Rumänischen Volksrepublik nicht nur Raum für die Pflege aller Volkskultur ist, im Geiste einer Eintracht, die keine Unterschiede kennt zwischen Bevölkerungsteilen verschiedener Sprache und verschiedener nationaler Überlieferungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Repro:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guttenbrunner Tracht (Studie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauernmöbel aus Ortzidorf (Studie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwäbische Bauernhäuser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuer Weg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skizzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildbeschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertschätzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
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		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0029_-_Stefan_J%C3%A4ger&amp;diff=13178</id>
		<title>ART:0029 - Stefan Jäger</title>
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		<updated>2015-03-29T12:18:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Stefan Jäger}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Axmann &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Elisabeth&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Stefan Jäger&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     = Neuer Weg&lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  =&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = Almanach&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = 1958&lt;br /&gt;
 |Reihentitel         =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Bukarest&lt;br /&gt;
 |Verlag              = Neuer Weg&lt;br /&gt;
 |Entstehungsjahr     = 1957&lt;br /&gt;
 |Seite               = 178&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Maler [[Stefan Jäger]] wurde 1877 in der Banater Gemeinde [[Cenei|Tschene]] als Sohn eines Feldschers geboren. Er studierte in [[Budapest]], München und Venedig, kehrte sodann in die Heimat zurück und ließ sich 1910 in [[Jimbolia|Hatzfeld]] nieder, wo er in den Jahren, die seither vergangen sind – im Mai1957 feierte [[Stefan Jäger]] seinen 80. Geburtstag –, gelebt und gearbeitet hat.&lt;br /&gt;
Jedem oberflächlichen oder formalistischen Streben fern, blieb [[Stefan Jäger|Jägers]] Kunst stets der Wirklichkeit treu; sie war in all den Jahren dem an Arbeit und  auch an malerischen Festen reichen Leben der Banater Schwaben gewidmet. Denn  [[Stefan Jäger]] – davon zeugt sein ganzes Werk – hängt an seiner Heimat mit inniger unwandelbarer Liebe, der auch die lebendigen Quellen seines künstlerischen Schaffens entspringen. In liebevoller Mühe hat er – (der von blasierten und entwurzelten Ästheten oft als „Bauernmaler&amp;quot; über die Achsel angesehen wurde – ein Werk geschaffen, das wohl über die Tageserfolge manch eines „ ... istischen&amp;quot; Malers hinausging und lebendig bleiben wird.&lt;br /&gt;
Besondere Bedeutung kommt dem Hauptwerk [[Stefan Jäger|Jägers]], dem Triptychon [[„Die Einwanderung der Schwaben ins Banat&amp;quot;]] zu. Auf drei großen gestaltenreichen Ölgemälden versucht [[Stefan Jäger|Jäger]], Momente des historischen Vorgangs der Einwanderung festzuhalten: ein Zug unterwegs, die Rast (Ankunft) und schließlich das Aufbauen der neuen Heimat. (Diese Gemälde gehören sowohl inhaltlich wie auch der Malweise nach zusammen; nach wechselvollem Schicksal befinden sie sich nun im Besitze des Banater Regionsmuseums.)&lt;br /&gt;
Wer dürfte aber – wenn auch noch so kurz – von [[Stefan Jäger]] sprechen, ohne seine Skizzenmappen zu erwähnen, diese unerschöpflichen Fundgruben für die Erforschung des Banater Volkslebens, sowie für jeden, der Freude am Schönen hat, an der Kunst, die dem Alltag und den Festtagen der schwäbischen Bauern entwächst...&lt;br /&gt;
Besonders wertvoll sind diese Skizzenblätter – ihre Zahl beträgt über 100 – dadurch, dass hier Trachten und Brauchtum aus allen Schwabendörfern nicht nur mit größter Genauigkeit gezeichnet . und das künstlerisch Lebendigste und Wirkungsvollste ins Licht gerückt wird, sondern auch, weil jedes Blatt mit Aufzeichnungen versehen ist, die feststellen, vergleichen, unterstreichen.&lt;br /&gt;
Diese Mappen, vom Banater Regionsmuseum kürzlich angekauft, werden die Herausgabe eines überaus schönen und interessanten Trachtenbuches ermöglichen.&lt;br /&gt;
Zu seinem 80. Geburtstag wurde [[Stefan Jäger]] mit dem [[Arbeitsorden]] ausgezeichnet. Außer dieser öffentlichen Ehrung und Anerkennung seiner Verdienste erfreut er sich aber auch der Liebe und Dankbarkeit, die ihm seine Landsleute entgegenbringen, und mit ihnen jeder, der volksverbundene, lebendige Kunst zu schätzen weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Jäger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Repro, sw:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwanderung der Schwaben ins Banat&amp;quot; (Rast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sammelband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuer Weg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurzbiografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triptychon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
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		<title>ART:0029 - Stefan Jäger</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Stefan Jäger}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Axmann &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Elisabeth&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Stefan Jäger&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     = Neuer Weg&lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  =&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = Almanach&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = 1958&lt;br /&gt;
 |Reihentitel         =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Bukarest&lt;br /&gt;
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 |Entstehungsjahr     = 1957&lt;br /&gt;
 |Seite               = 178&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Maler [[Stefan Jäger]] wurde 1877 in der Banater Gemeinde [[Cenei|Tschene]] als Sohn eines Feldschers geboren. Er studierte in [[Budapest]], München und Venedig, kehrte sodann in die Heimat zurück und ließ sich 1910 in [[Jimbolia|Hatzfeld]] nieder, wo er in den Jahren, die seither vergangen sind – im Mai1957 feierte [[Stefan Jäger]] seinen 80. Geburtstag –, gelebt und gearbeitet hat.&lt;br /&gt;
Jedem oberflächlichen oder formalistischen Streben fern, blieb [[Stefan Jäger|Jägers]] Kunst stets der Wirklichkeit treu; sie war in all den Jahren dem an Arbeit und  auch an malerischen Festen reichen Leben der Banater Schwaben gewidmet. Denn  [[Stefan Jäger]] – davon zeugt sein ganzes Werk – hängt an seiner Heimat mit inniger unwandelbarer Liebe, der auch die lebendigen Quellen seines künstlerischen Schaffens entspringen. In liebevoller Mühe hat er – (der von blasierten und entwurzelten Ästheten oft als „Bauernmaler&amp;quot; über die Achsel angesehen wurde – ein Werk geschaffen, das wohl über die Tageserfolge manch eines „ ... istischen&amp;quot; Malers hinausging und lebendig bleiben wird.&lt;br /&gt;
Besondere Bedeutung kommt dem Hauptwerk [[Stefan Jäger|Jägers]], dem Triptychon [[„Die Einwanderung der Schwaben ins Banat&amp;quot;]] zu. Auf drei großen gestaltenreichen Ölgemälden versucht [[Stefan Jäger|Jäger]], Momente des historischen Vorgangs der Einwanderung festzuhalten: ein Zug unterwegs, die Rast (Ankunft) und schließlich das Aufbauen der neuen Heimat. (Diese Gemälde gehören sowohl inhaltlich wie auch der Malweise nach zusammen; nach wechselvollem Schicksal befinden sie sich nun im Besitze des Banater Regionsmuseums.)&lt;br /&gt;
Wer dürfte aber – wenn auch noch so kurz – von [[Stefan Jäger]] sprechen, ohne seine Skizzenmappen zu erwähnen, diese unerschöpflichen Fundgruben für die Erforschung des Banater Volkslebens, sowie für jeden, der Freude am Schönen hat, an der Kunst, die dem Alltag und den Festtagen der schwäbischen Bauern entwächst...&lt;br /&gt;
Besonders wertvoll sind diese Skizzenblätter – ihre Zahl beträgt über 100 – dadurch, dass hier Trachten und Brauchtum aus allen Schwabendörfern nicht nur mit größter Genauigkeit gezeichnet . und das künstlerisch Lebendigste und Wirkungsvollste ins Licht gerückt wird, sondern auch, weil jedes Blatt mit Aufzeichnungen versehen ist, die feststellen, vergleichen, unterstreichen.&lt;br /&gt;
Diese Mappen, vom Banater Regionsmuseum kürzlich angekauft, werden die Herausgabe eines überaus schönen und interessanten Trachtenbuches ermöglichen.&lt;br /&gt;
Zu seinem 80. Geburtstag wurde [[Stefan Jäger]] mit dem [[Arbeitsorden]] ausgezeichnet. Außer dieser öffentlichen Ehrung und Anerkennung seiner Verdienste erfreut er sich aber auch der Liebe und Dankbarkeit, die ihm seine Landsleute entgegenbringen, und mit ihnen jeder, der volksverbundene, lebendige Kunst zu schätzen weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Jäger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Repro, sw:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einwanderung der Schwaben ins Banat&amp;quot; (Rast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sammelband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuer Weg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurzbiografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
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		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0014_-_Was_ist_und_was_will_die_Werkgemeinschaft_schw%C3%A4bischer_K%C3%BCnstler_und_Kunstfreunde%3F&amp;diff=13170</id>
		<title>ART:0014 - Was ist und was will die Werkgemeinschaft schwäbischer Künstler und Kunstfreunde?</title>
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		<updated>2015-03-29T12:14:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           =  &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = &lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Was ist und was will die Werkgemeinschaft schwäbischer Künstler und Kunstfreunde?&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     =&lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  =&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = : I. Chorheft&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = : 23 Chorgesänge Banater schwäbischer Tondichter&lt;br /&gt;
 |Reihentitel         =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Jimbolia&lt;br /&gt;
 |Verlag              = Verlag: Werkgemeinschaft schwäbischer Künstler und Kunstfreunde, Jimbolia-Hatzfeld, Banat, Rumänien, Lito-Pregler, Timişoara-Temeswar&lt;br /&gt;
 |Druck               = Druck Schmidt, Jimbolia-Hatzfeld, &lt;br /&gt;
 |Entstehungsjahr     = 1937&lt;br /&gt;
 |Seite               = III und IV&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunstliebende Söhne der banater Heide nebst einigen kunstsinnigen Volksgenossen aus allen Schichten unseres Volkes, haben sich vor einiger Zelt zusammengeschlossen und eine kulturelle Bewegung ins Leben gerufen, die sich zum Ziele gesetzt hat, die geistig gestattenden Kräfte der Heimat in eine gemeinnützig wirkende Arbeitsgemeinschaft zu vereinigen, die im Heimatboden verankerten Künstler einerseits und alle kunstsinnigen Volksgenossen andererseits in eine lose, doch zweckdienlich durchorganisierte Vereinigung zusammenzufassen und dadurch eine beständige, verinnerlichte Verbindung der Heimatkünstler mit unserem Volke herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ziele dieser Werkgemeinschaft sind so vielseitig, dass sie hier, auf dieser räumlich begrenzten Stelle nur unvollständig angedeutet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen unsere Heimatdichter, Schriftsteller, Komponisten, Maler, Bildhauer und Vortragskünstler in jeder Hinsicht fördern, dass unser Volk sie und ihre Werke kennen lerne. Dass sie aus der Heimat nicht wegwandern brauchen, um mit ihrer Kunst anderswo sich ihre Lebensbedingungen zu erkämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden daher ihre Arbeiten veröffentlichen und feilbieten, diese unserem Volke zugänglich machen und trachten, dass die vorhandene Opferbereitschaft unseres Volkes sich ihnen zuwende. Wir sammeln und verlegen auch ältere Werke schwäbischen Ursprunges, um sie der Vergessenheit zu entreissen, doch wollen wir uns besonders bemühen, alle künstlerisch veranlagten Talente im völkischen Kunstleben aufzustöbern und ihnen unsere hilfsbereite Hand darreichen, dafür sorgen, dass sie sich entfalten können und nicht – wie bisher – verkümmern müssen. Es soll ihnen Gelegenheit geboten werden, ihre Kräfte für unser Volkstum zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass wir dabei als unser oberstes Gesetz die schwäbische Eigenart erachten, ist nur allzu selbstverständlich. Kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen und Kunstfeste nebst einer planmässigen Propaganda sind dabei die äusseren Zeichen unserer Gemeinschaftsarbeit im Dienste für Volk und Heimat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher haben sich bereits 52 geistig schaffende Volksgenossen und Volksgenossinnen als werktätige Mitarbeiter unserer Bewegung angeschlossen. Es sind nicht alle Künstler, doch – sie können es werden. Zurzeit arbeiten schon drei Kameradschaften in der Werkgemeinschaft. Die Kameradschaft '''„Banater schwäbisches Musikleben“''' tritt mit diesem Chorheft vor unser Volk. Führer dieser Kameradschaft ist der Tondichter [[Emmerich Bartzer]] aus Lovrin. Die Kameradschaft '''„Schwäbische Maler und Bildhauer“''' hat bereits mehrere Ausstellungen ihrer Werke in Stadt und Land veranstaltet. Führer derselben ist der akad. Kunstmaler [[Franz Emil Lenhardt]], Timişoara-Temesvar. Die Kameradschaft '''„Schwäbisches Schrifttum&amp;quot;''' unter Führung des Prof. [[Hans Bräuner]], Lenauheim-Hatzfeld, ist auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt mit dem banater Roman der bekannten schwäbischen Schriftstellerin Annie Schmidt-Endres, Lenauheim, betitelt „Neue Wege“ bereits erschienen. Der schmucke Band eignet sich ganz besonders zum Weihnachtsgeschenk für Frauen und Mädchen und ist bei der Arbeitsleitung der Werkgemeinschaft in [[Jimbolia|Jimbolia-Hatzfeld]] erhältlich. (Preis: geheftet 85 Lei, in Leinwand gebunden 110 Lei.) Eine Geldsammlung für die Herausgabe des ersten Bandes der Gedichte des Heimatdichters [[Peter Jung]], [[Jimbolia|Jimbolia-Hatzfeld]], ist bereits im Zuge und es ist zu hoffen, dass wir nun in die Lage kommen, die Arbeiten des in der Volksbewegung in erster Reihe stehenden Heidedichters nicht nur unserem Volke, sondern auch unserem Mutterlande zugänglich zu machen. – Andere Kameradschaften werden durch uns fortlaufend gebildet und mit gemeinnütziger, völkischen Arbeit versehen. Geplant sind vorläufig: eine ''Kameradschaft der schwäbischen Volkskunst'', hauptsächlich des kunstvollen Nadelwerkes der schwäbischen Dörfer, eine kunstgewerbliche Vereinigung, eine ''Kameradschaft der schwäbischen Architekten und Baumeister'', ein ''Verein der schwäbischen Lichtbildliebhaber'', eine ''Tanzgemeinde für Volk- und Kunsttanz'', eine ''Vereinigung der Liebhaberbühnen'' sämtlicher Vereine unter zentraler Führung, dann die Gründung von Gesellschaften der Kunstfreunde in Stadt und Land und die Aufstellung von Mitarbeitern mit besonderer Betrauung in allen völkischen Vereinigungen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der uneigennützigen Mitarbeit aller kunstsinnigen Volksgenossen, vom Opfersinn und der Opferfreudigkeit unseres Volkes, von den materiellen Mitteln, die uns für unsere Zwecke zufliessen, wird das Arbeitstempo der Werkgemeinschaft bestimmt werden. Bei den Gründungsarbeiten gewannen wir die Erfahrung und die Gewißheit, daß in allen unseren Volksschichten sehr viel Musikalität, große Phantasie und schriftstellerische Begabung vorhanden ist, die nur entdeckt und gepflegt werden muß, um sich kunstvoll zu entwickeln. Es lohnt sich daher unter allen Umständen, auf diesem Gebiete auch fernerhin zu planen, zu hasten und zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden trachten, anlässlich unserer kulturellen Veranstaltungen durch wohldurchdachte Vorträge den Kunstsinn des Volkes zu heben, es über die Bedeutung der Heimatkunst für das Volkstum aufzuklären und für den Kunstgenuss zu erziehen. – Dies soll auf unseren Kunstfesten, die wir auch in den kleinsten Dörfern der Heimat veranstalten wollen, fortlaufend und zielbewusst geschehen. Und nicht zuletzt wollen wir für unsere Arbeiten je eher eine entsprechend geleitete, vierteljährig erscheinende Zeitschrift herausgeben, die der Wortführer unserer Bestrebungen sein soll. In dieser Zeitung werden dann alle zum Worte kommen, die im Kunstleben des Volkes wirken und im Interesse unserer uneigennützigen Gemeinschaftsarbeit etwas zu sagen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus materiellen Gründen konnten wir bisher leider keine ausgedehntere Werbearbeit zur Gewinnung für Gründer, fördernde und unterstützende Mitarbeiter in Angriff nehmen. Es fehlen uns sogar die notwendigen Arbeitsgeräte hiezu. Durch unsere Kunstfeste, die wir bisher veranstaltet haben, durch die Herausgabe unseres ersten Chorheftes und durch den Verlag des Romanes unserer Mitarbeiterin Annie Schmidt-Endres, ferner durch die im Zuge befindliche Veröffentlichung der Heimatgedichte unseres Mitarbeiters [[Peter Jung]] geben wir der völkischen Öffentlichkeit genügsam bekannt, dass wir da sind und für Volk und Heimat unermüdlich arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Volksgenossen und Volksgenossinnen, die ihr kunstliebend und kunstsinnig seid, unterstützt daher unsere Bestrebungen nach Euren besten Kräften, damit wir den uns gestellten Aufgaben gerecht werden können!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründungsbeitrag für Gründer…500 Lei ein für allemal Jahresbeitrag für fördernde Mitarbeiter…100 Lei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahresbeitrag für unterstützende Mitglieder…40 Lei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beitrag für werktätige Mitarbeiter…100 Lei ein für allemal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eintrittserklärungen versendet auf Verlangen: Friedrich Ferch, Arbeitsleiter der Werkgemeinschaft in [[Jimbolia|Jimbolia-Hatzfeld]], Villa Bittenbilder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott zum Gruss, liebe Sangesbrüder!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jimbolia|Jimbolia-Hatzfeld]], im Monat Dezember 1937.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werkgemeinschaft schwäbischer Künstler und Kunstfreunde:&lt;br /&gt;
Friedrich Ferch			 Emmerich Bartzer&lt;br /&gt;
Arbeitsleiter.			Führer der Kameradschaft „Banater&lt;br /&gt;
schwäbisches Musikleben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlag des Chorheftes wurde durch die materielle Unterstützung der Banater Gauleitung der Volksgemeinschaft ermöglicht. Wir erhielten ausserdem Spenden hiezu von der Banater Bankverein A. G. Timişoara-Temesvar und von den kunstsinnigen Hatzfelder Volksgenossen: Direktor Johann Konrad und Hotelier Nikolaus Michels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die opferbereite Gemeinschaftsarbeit der schwäbischen Schuljugend, die sich mit Begeisterung unseren kulturellen Bestrebungen anschloss und zum Zweck dieser ersten Veröffentlichung der Werke unserer Mitarbeiter eigens ein gutbesuchtes Konzert voranstaltete, sei hier freudigst besonders hervorgehoben und als nachahmenswertes Beispiel allen schwäbischen Vereinen bestens empfohlen. Die Mitwirkenden dieses Konzertes verdienen es hier auch dem Namen nach benannt zu werden: Anton Ackermann, Richard Bartzer, Anton Forray, Hans Geis, Geisa Haas, Johann Hepp, Michael Jänner, Adalbert Köstner, Josef Kristof, Alexander Krizsan, Ladislaus Krizsan, Philipp Matrisotto, Nikolaus Matrisotto, Franz Michels, Josef Mixich, Helene Petrovich, Peter Schmidt, Anton Schönherr, Josef Schummer, Stefan Schwarz, Johann Steiner, Philipp Stoffel, Josef Theissen, Josef Thierjung, Elsa Torbin, Hans Wagner, Nikolaus Wagner, Peter Weber, Wilhelm Wegemann, Ferdinand Weitner, Andreas Winkler, sämtliche aus [[Jimbolia|Jimbolia-Hatzfeld]] und Johann Benisch aus Timişoara-Temesvar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunstliebende Volksgenossen u. Volksgenossinnen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fördert nach besten Kräften unsere gemeinnützige völkisch-kulturelle Aufbauarbeit und unterstützt die Bestrebungen der Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler und Kunstfreunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gelegenheitsbroschüre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ziele]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitgliedschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0013_-_Werkgemeinschaft&amp;diff=13163</id>
		<title>ART:0013 - Werkgemeinschaft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0013_-_Werkgemeinschaft&amp;diff=13163"/>
		<updated>2015-03-29T12:07:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           =  &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = &lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Werkgemeinschaft&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     =&lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  =&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = I. Kunstfest der Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = Kulturabend und Kunstausstellung&lt;br /&gt;
 |Reihentitel         =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Jimbolia&lt;br /&gt;
 |Verlag              = J. Schmidt&lt;br /&gt;
 |Entstehungsjahr     = 1936&lt;br /&gt;
 |Seite               = 1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I. Kunstfest der Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kulturabend und Kunstausstellung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
veranstaltet am 23. Mai 1936 in [[Jimbolia]] im Bauernheimsaale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Einleitende Worte.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der heutigen Veranstaltung, die wir als erstes Kunstfest der Banater schwäbischen Künstler, Dichter, Schriftsteller und Komponisten bezeichnen, da wir ja auch eine bescheidene Ausstellung der bildenden Künstler veranstalten, stellt sich die Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler zum erstenmale auch öffentlich in den Dienst der Aufbauarbeit an unserem Volkswerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweck und Ziel des Kulturabendes ist hauptsächlich die Werke der Heimatkünstler unseren Volksgenossen vorzuführen und dadurch einerseits Aufmerksamkeit für unsere völkische Arbeit – die wir im Interesse der Förderung heimischer Kulturwerte leisten – zu erwecken, andererseits aber auch über die gemeinnützigen Bestrebungen der Werkgemeinschaft Aufklärungen zu erteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir beabsichtigen ähnliche Feste in allen Gauen der Heimat zu veranstalten und wollen überall ein tatkräftiges Mitwirken der bestehenden kulturellen Vereinigungen und kunstsinnigen Volksgenossen erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon aus unseren heutigen Darbietungen wird man ersehen können, dass die schwäbische Kunst bereits in den ersten 15 Jahren des völkischen Erwachens die Kinderschuhe abgestreift hat und in verheißungsvoller Jugendfrische vor die große Oeffentlichkeit treten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der tiefsten Seele unseres Volkes ist reiche Einbildungskraft und ausdrucksvolle Musikalität vorhanden. Diese Eigenschaften dürfen in den Zeiten unserer Volkswerdung nicht mehr verborgen bleiben. Sie müssen eben auch erweckt werden. Sogar die leisesten Kunstregungen sollen aufgespürt, die bereits vorhandenen gesammelt, gefördert ans Tageslicht gebracht und mit großer Liebe gehegt und gepflegt werden. Nur vor Oeffentlichkeit kann die wahre Heimatkunst gedeihen und sich entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitsätze unserer Bewegung lauten: Lernet die geistig Schaffenden Eures Volkes und deren Werke kennen. Pfleget und verbreitet die heimischen Kulturwerte. Ehret, liebet und fördert diese, dass sie je üppiger gedeihen, denn nach dem Maße der Kunstwerte, die ein Volk aus sich heraus hervorbringt, wird es bewertet werden. Merket Euch: Ohne Kunst – kein Volk. Unterstützt daher die Bestrebungen der Werkgemeinschaft Euerer Künstler, denn nur durch die Opferbereitschaft Aller kann die volksverbundene Gemeinschaft entstehen und nur aus ihrem Schoße die urwüchsige Kunst des Volkes entspringen.&lt;br /&gt;
In uneigennütziger Gemeinschaftsarbeit von Volk und Künstler wird die Werkgemeinschaft ihre Ziele verfolgen und erreichen, daß die Banater schwäbische Kunst, uns Allen zur Freude, emporblühe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jimbolia]], am 23. Mai 1936.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler und Kunstfreunde zur Förderung heimischer Kulturwerte (Fachabt. des Banater Deutschen Kulturvereines)&lt;br /&gt;
Em. Bartzer				Friedr. Ferch&lt;br /&gt;
Arbeitsleiter				Mitarbeiter für Organisation&lt;br /&gt;
und Propaganda&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VORTRAGSFOLGE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1] Über die Bedeutung der kulturellen Gemeinschaftsarbeit für Volk und Heimat&lt;br /&gt;
Es spricht:&lt;br /&gt;
Anton Titz, Amtsleiter des Banater Deutschen Kulturvereins, Timişoara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 3 -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufruf und Bitte!'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ihren Dienst an Volk und Heimat erfolgreich ausüben zu können, muß die Werkgemeinschaft sich zu ihrer Arbeit auch materielle Grundlagen verschaffen und einen Arbeitsfond gründen. – Dies kann nur durch tatkräftiges Mitwirken der kunstsinnigen Volksgenossen verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Jimbolia]] haben sich bereits 20 Kunstfreunde als Gründer der Werkgemeinschaft angeschlossen und mit ihrer opferwilligen Unterstützung das Beginnen unserer Arbeit dadurch ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ergeht daher unser Aufruf an alle kunstsinnigen Volksgenossen, hauptsächlich an die schwäbische Jugend, sich unserer Bewegung mit Begeisterung anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kulturelle Vereinigungen, Jugendorganisationen, Frauen- und Mädchenvereine mögen sich einen einmaligen Beitrag von 500 Lei als Gründer der Werkgemeinschaft anschließen, die einzelnen Mitglieder hingegen mit einem jährlichen Beitrag von 40 Lei als unterstützende Mitglieder beitreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist unsere Bitte beim Beginn unserer öffentlichen Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eintrittserklärungen versendet auf Verlangen die Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler und Kunstfreunde (Fachgruppe des Banater Deutschen Kulturvereines) in [[Jimbolia]] (Jud. Timiş-Torontal, Banat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werbungsworte.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Veranstaltungen, Kunstfeste, Kulturabende und Ausstellungen, bei denen ausschließlich die Werke schwäbischer Dichter, Schriftsteller, Komponisten, Kunstmaler und Bildhauer – und zwar in allen Gauen&lt;br /&gt;
der Heimat – vorgetragen, aufgeführt und ausgestellt werden, bilden die Einleitung unseres Dienstes am Volke. Wir werden auch die entlegensten Dörfer aufsuchen und Verbindungen von Volk und Heimatkunst zustande bringen. In gleichzeitiger Werbearbeit um werktätige Mitarbeiter wollen wir alle künstlerisch Schaffende für unsere gemeinschaftliche Ziele gewinnen und unsere Volksgenossen von der Wichtigkeit unserer Beteiligung an der völkischen Aufbauarbeit überzeugen. Das schwäbische Volk wird seine und deren Werke kennen lernen, verborgene Kunstregungen in unserem Volke werden durch unsere Arbeit erweckt und gefördert werden. Durch die unterstützende Mitwirkung unserer Volksgenossen – indem sie sich als Gründer oder unterstützende Mitglieder unserer Gemeinschaft anschließen – werden wir dann in die Lage kommen, die wichtigsten Aufgaben unserer Bewegung in die Wege leiten und den innigst erstrebten Zielen zuführen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Nächstliegende Ziele der Werkgemeinschaft:'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Herausgabe der Werke unserer Dichter, Schriftsteller und Komponisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.	Herausgabe einer monatlichen Zeitschrift für Literatur und Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.	Errichtung einer Verlagsgenossenschaft für diese Zwecke in [[Jimbolia]]. 1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.	Fortbildungskurs für schwäbische Komponisten unter fachmännischer Leitung noch im Sommer dieses Jahres in [[Jimbolia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.	Volkstrachtpropaganda unter Mitwirkung der Frauenvereine und Mädchenkränze und der Kunstmaler und Gewerbekünstlerinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.	Errichtung eines schwäbischen Symphonieorchesters in Timişoara in Form einer Orchestergemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.	Gründung eines Archivs als Sammelstelle aller literarischen und musikalischen schwäbischen Schöpfungen der Gegenwart und Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Bemerkung'':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast auf jeder Seite der Broschüre ist eine (Werbe-)Anzeige eines Hatzfelder Unternehmens oder eines Handelsbetriebs.&lt;br /&gt;
Auf drei Seiten sind spruchartige Aufforderungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A, Die Heimatkunst ist die Seele des Volkes. Ohne Seele – kein Mensch, ohne Kunst –kein Volk!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
B, Liebet und pfleget die Werke Eurer Heimatkünstler: Es sind die Wertmesser Eures Volkstums. Sie besitzen Ewigkeitswerte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C, Unterstützet die Bestrebungen der „Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler“ denn sie arbeitet uneigennützig im Dienste unseres Volkes!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1/ Ein schmales Heftchen Emmerich Bartzer: Vier Männerchöre (Gedichte von Peter Jung) ist erschienen im NERTHUS (Propagandaverlag für Banater deutsche Kultur) [[Jimbolia|Jimbolia-Hatzfeld]], Str. l. C. Bratianu 4. Rumänien, Banat. Buchdruckerei J. Schmidt, [[Jimbolia]]. Ist hier eine Zusammenhang mit Punkt 3 zu den Zielen der Werkgemeinschaft zu sehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gelegenheitsbroschüre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leitsätze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ziele]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausstellung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0013_-_Werkgemeinschaft&amp;diff=13160</id>
		<title>ART:0013 - Werkgemeinschaft</title>
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		<updated>2015-03-29T12:06:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           =  &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = &lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Werkgemeinschaft&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     =&lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  =&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = I. Kunstfest der Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = Kulturabend und Kunstausstellung&lt;br /&gt;
 |Reihentitel         =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Jimbolia&lt;br /&gt;
 |Verlag              = J. Schmidt&lt;br /&gt;
 |Entstehungsjahr     = 1936&lt;br /&gt;
 |Seite               = 1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I. Kunstfest der Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kulturabend und Kunstausstellung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
veranstaltet am 23. Mai 1936 in [[Jimbolia]] im Bauernheimsaale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Einleitende Worte.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der heutigen Veranstaltung, die wir als erstes Kunstfest der Banater schwäbischen Künstler, Dichter, Schriftsteller und Komponisten bezeichnen, da wir ja auch eine bescheidene Ausstellung der bildenden Künstler veranstalten, stellt sich die Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler zum erstenmale auch öffentlich in den Dienst der Aufbauarbeit an unserem Volkswerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweck und Ziel des Kulturabendes ist hauptsächlich die Werke der Heimatkünstler unseren Volksgenossen vorzuführen und dadurch einerseits Aufmerksamkeit für unsere völkische Arbeit – die wir im Interesse der Förderung heimischer Kulturwerte leisten – zu erwecken, andererseits aber auch über die gemeinnützigen Bestrebungen der Werkgemeinschaft Aufklärungen zu erteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir beabsichtigen ähnliche Feste in allen Gauen der Heimat zu veranstalten und wollen überall ein tatkräftiges Mitwirken der bestehenden kulturellen Vereinigungen und kunstsinnigen Volksgenossen erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon aus unseren heutigen Darbietungen wird man ersehen können, dass die schwäbische Kunst bereits in den ersten 15 Jahren des völkischen Erwachens die Kinderschuhe abgestreift hat und in verheißungsvoller Jugendfrische vor die große Oeffentlichkeit treten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der tiefsten Seele unseres Volkes ist reiche Einbildungskraft und ausdrucksvolle Musikalität vorhanden. Diese Eigenschaften dürfen in den Zeiten unserer Volkswerdung nicht mehr verborgen bleiben. Sie müssen eben auch erweckt werden. Sogar die leisesten Kunstregungen sollen aufgespürt, die bereits vorhandenen gesammelt, gefördert ans Tageslicht gebracht und mit großer Liebe gehegt und gepflegt werden. Nur vor Oeffentlichkeit kann die wahre Heimatkunst gedeihen und sich entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitsätze unserer Bewegung lauten: Lernet die geistig Schaffenden Eures Volkes und deren Werke kennen. Pfleget und verbreitet die heimischen Kulturwerte. Ehret, liebet und fördert diese, dass sie je üppiger gedeihen, denn nach dem Maße der Kunstwerte, die ein Volk aus sich heraus hervorbringt, wird es bewertet werden. Merket Euch: Ohne Kunst – kein Volk. Unterstützt daher die Bestrebungen der Werkgemeinschaft Euerer Künstler, denn nur durch die Opferbereitschaft Aller kann die volksverbundene Gemeinschaft entstehen und nur aus ihrem Schoße die urwüchsige Kunst des Volkes entspringen.&lt;br /&gt;
In uneigennütziger Gemeinschaftsarbeit von Volk und Künstler wird die Werkgemeinschaft ihre Ziele verfolgen und erreichen, daß die Banater schwäbische Kunst, uns Allen zur Freude, emporblühe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jimbolia]], am 23. Mai 1936.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler und Kunstfreunde zur Förderung heimischer Kulturwerte (Fachabt. des Banater Deutschen Kulturvereines)&lt;br /&gt;
Em. Bartzer				Friedr. Ferch&lt;br /&gt;
Arbeitsleiter				Mitarbeiter für Organisation&lt;br /&gt;
und Propaganda&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VORTRAGSFOLGE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1] Über die Bedeutung der kulturellen Gemeinschaftsarbeit für Volk und Heimat&lt;br /&gt;
Es spricht:&lt;br /&gt;
Anton Titz, Amtsleiter des Banater Deutschen Kulturvereins, Timişoara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 3 -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufruf und Bitte!'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ihren Dienst an Volk und Heimat erfolgreich ausüben zu können, muß die Werkgemeinschaft sich zu ihrer Arbeit auch materielle Grundlagen verschaffen und einen Arbeitsfond gründen. – Dies kann nur durch tatkräftiges Mitwirken der kunstsinnigen Volksgenossen verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Jimbolia]] haben sich bereits 20 Kunstfreunde als Gründer der Werkgemeinschaft angeschlossen und mit ihrer opferwilligen Unterstützung das Beginnen unserer Arbeit dadurch ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ergeht daher unser Aufruf an alle kunstsinnigen Volksgenossen, hauptsächlich an die schwäbische Jugend, sich unserer Bewegung mit Begeisterung anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kulturelle Vereinigungen, Jugendorganisationen, Frauen- und Mädchenvereine mögen sich einen einmaligen Beitrag von 500 Lei als Gründer der Werkgemeinschaft anschließen, die einzelnen Mitglieder hingegen mit einem jährlichen Beitrag von 40 Lei als unterstützende Mitglieder beitreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist unsere Bitte beim Beginn unserer öffentlichen Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eintrittserklärungen versendet auf Verlangen die Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler und Kunstfreunde (Fachgruppe des Banater Deutschen Kulturvereines) in [[Jimbolia]] (Jud. Timiş-Torontal, Banat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werbungsworte.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Veranstaltungen, Kunstfeste, Kulturabende und Ausstellungen, bei denen ausschließlich die Werke schwäbischer Dichter, Schriftsteller, Komponisten, Kunstmaler und Bildhauer – und zwar in allen Gauen&lt;br /&gt;
der Heimat – vorgetragen, aufgeführt und ausgestellt werden, bilden die Einleitung unseres Dienstes am Volke. Wir werden auch die entlegensten Dörfer aufsuchen und Verbindungen von Volk und Heimatkunst zustande bringen. In gleichzeitiger Werbearbeit um werktätige Mitarbeiter wollen wir alle künstlerisch Schaffende für unsere gemeinschaftliche Ziele gewinnen und unsere Volksgenossen von der Wichtigkeit unserer Beteiligung an der völkischen Aufbauarbeit überzeugen. Das schwäbische Volk wird seine und deren Werke kennen lernen, verborgene Kunstregungen in unserem Volke werden durch unsere Arbeit erweckt und gefördert werden. Durch die unterstützende Mitwirkung unserer Volksgenossen – indem sie sich als Gründer oder unterstützende Mitglieder unserer Gemeinschaft anschließen – werden wir dann in die Lage kommen, die wichtigsten Aufgaben unserer Bewegung in die Wege leiten und den innigst erstrebten Zielen zuführen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Nächstliegende Ziele der Werkgemeinschaft:'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Herausgabe der Werke unserer Dichter, Schriftsteller und Komponisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.	Herausgabe einer monatlichen Zeitschrift für Literatur und Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.	Errichtung einer Verlagsgenossenschaft für diese Zwecke in [[Jimbolia]]. 1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.	Fortbildungskurs für schwäbische Komponisten unter fachmännischer Leitung noch im Sommer dieses Jahres in [[Jimbolia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.	Volkstrachtpropaganda unter Mitwirkung der Frauenvereine und Mädchenkränze und der Kunstmaler und Gewerbekünstlerinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.	Errichtung eines schwäbischen Symphonieorchesters in Timişoara in Form einer Orchestergemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.	Gründung eines Archivs als Sammelstelle aller literarischen und musikalischen schwäbischen Schöpfungen der Gegenwart und Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Bemerkung'':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast auf jeder Seite der Broschüre ist eine (Werbe-)Anzeige eines Hatzfelder Unternehmens oder eines Handelsbetriebs.&lt;br /&gt;
Auf drei Seiten sind spruchartige Aufforderungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A, Die Heimatkunst ist die Seele des Volkes. Ohne Seele – kein Mensch, ohne Kunst –kein Volk!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
B, Liebet und pfleget die Werke Eurer Heimatkünstler: Es sind die Wertmesser Eures Volkstums. Sie besitzen Ewigkeitswerte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C, Unterstützet die Bestrebungen der „Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler“ denn sie arbeitet uneigennützig im Dienste unseres Volkes!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1/ Ein schmales Heftchen Emmerich Bartzer: Vier Männerchöre (Gedichte von Peter Jung) ist erschienen im NERTHUS (Propagandaverlag für Banater deutsche Kultur) [[Jimbolia|Jimbolia-Hatzfeld]], Str. l. C. Bratianu 4. Rumänien, Banat. Buchdruckerei J. Schmidt, [[Jimbolia]]. Ist hier eine Zusammenhang mit Punkt 3 zu den Zielen der Werkgemeinschaft zu sehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gelegenheitsbroschüre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leitsätze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ziele]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausstellung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
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		<title>ART:0013 - Werkgemeinschaft</title>
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		<updated>2015-03-29T12:03:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           =  &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = &lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Werkgemeinschaft&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     =&lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  =&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = I. Kunstfest der Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = Kulturabend und Kunstausstellung&lt;br /&gt;
 |Reihentitel         =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Jimbolia&lt;br /&gt;
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 |Seite               = 1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I. Kunstfest der Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kulturabend und Kunstausstellung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
veranstaltet am 23. Mai 1936 in [[Jimbolia]] im Bauernheimsaale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Einleitende Worte.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der heutigen Veranstaltung, die wir als erstes Kunstfest der Banater schwäbischen Künstler, Dichter, Schriftsteller und Komponisten bezeichnen, da wir ja auch eine bescheidene Ausstellung der bildenden Künstler veranstalten, stellt sich die Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler zum erstenmale auch öffentlich in den Dienst der Aufbauarbeit an unserem Volkswerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweck und Ziel des Kulturabendes ist hauptsächlich die Werke der Heimatkünstler unseren Volksgenossen vorzuführen und dadurch einerseits Aufmerksamkeit für unsere völkische Arbeit – die wir im Interesse der Förderung heimischer Kulturwerte leisten – zu erwecken, andererseits aber auch über die gemeinnützigen Bestrebungen der Werkgemeinschaft Aufklärungen zu erteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir beabsichtigen ähnliche Feste in allen Gauen der Heimat zu veranstalten und wollen überall ein tatkräftiges Mitwirken der bestehenden kulturellen Vereinigungen und kunstsinnigen Volksgenossen erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon aus unseren heutigen Darbietungen wird man ersehen können, dass die schwäbische Kunst bereits in den ersten 15 Jahren des völkischen Erwachens die Kinderschuhe abgestreift hat und in verheißungsvoller Jugendfrische vor die große Oeffentlichkeit treten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der tiefsten Seele unseres Volkes ist reiche Einbildungskraft und ausdrucksvolle Musikalität vorhanden. Diese Eigenschaften dürfen in den Zeiten unserer Volkswerdung nicht mehr verborgen bleiben. Sie müssen eben auch erweckt werden. Sogar die leisesten Kunstregungen sollen aufgespürt, die bereits vorhandenen gesammelt, gefördert ans Tageslicht gebracht und mit großer Liebe gehegt und gepflegt werden. Nur vor Oeffentlichkeit kann die wahre Heimatkunst gedeihen und sich entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitsätze unserer Bewegung lauten: Lernet die geistig Schaffenden Eures Volkes und deren Werke kennen. Pfleget und verbreitet die heimischen Kulturwerte. Ehret, liebet und fördert diese, dass sie je üppiger gedeihen, denn nach dem Maße der Kunstwerte, die ein Volk aus sich heraus hervorbringt, wird es bewertet werden. Merket Euch: Ohne Kunst – kein Volk. Unterstützt daher die Bestrebungen der Werkgemeinschaft Euerer Künstler, denn nur durch die Opferbereitschaft Aller kann die volksverbundene Gemeinschaft entstehen und nur aus ihrem Schoße die urwüchsige Kunst des Volkes entspringen.&lt;br /&gt;
In uneigennütziger Gemeinschaftsarbeit von Volk und Künstler wird die Werkgemeinschaft ihre Ziele verfolgen und erreichen, daß die Banater schwäbische Kunst, uns Allen zur Freude, emporblühe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jimbolia, am 23. Mai 1936.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler und Kunstfreunde zur Förderung heimischer Kulturwerte (Fachabt. des Banater Deutschen Kulturvereines)&lt;br /&gt;
Em. Bartzer				Friedr. Ferch&lt;br /&gt;
Arbeitsleiter				Mitarbeiter für Organisation&lt;br /&gt;
und Propaganda&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 2 -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VORTRAGSFOLGE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1] Über die Bedeutung der kulturellen Gemeinschaftsarbeit für Volk und Heimat&lt;br /&gt;
Es spricht:&lt;br /&gt;
Anton Titz, Amtsleiter des Banater Deutschen Kulturvereins, Timişoara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 3 -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Aufruf und Bitte!'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ihren Dienst an Volk und Heimat erfolgreich ausüben zu können, muß die Werkgemeinschaft sich zu ihrer Arbeit auch materielle Grundlagen verschaffen und einen Arbeitsfond gründen. – Dies kann nur durch tatkräftiges Mitwirken der kunstsinnigen Volksgenossen verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Jimbolia]] haben sich bereits 20 Kunstfreunde als Gründer der Werkgemeinschaft angeschlossen und mit ihrer opferwilligen Unterstützung das Beginnen unserer Arbeit dadurch ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ergeht daher unser Aufruf an alle kunstsinnigen Volksgenossen, hauptsächlich an die schwäbische Jugend, sich unserer Bewegung mit Begeisterung anzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kulturelle Vereinigungen, Jugendorganisationen, Frauen- und Mädchenvereine mögen sich einen einmaligen Beitrag von 500 Lei als Gründer der Werkgemeinschaft anschließen, die einzelnen Mitglieder hingegen mit einem jährlichen Beitrag von 40 Lei als unterstützende Mitglieder beitreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist unsere Bitte beim Beginn unserer öffentlichen Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eintrittserklärungen versendet auf Verlangen die Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler und Kunstfreunde (Fachgruppe des Banater Deutschen Kulturvereines) in Jimbolia (Jud. Timiş-Torontal, Banat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werbungsworte.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Veranstaltungen, Kunstfeste, Kulturabende und Ausstellungen, bei denen ausschließlich die Werke schwäbischer Dichter, Schriftsteller, Komponisten, Kunstmaler und Bildhauer – und zwar in allen Gauen&lt;br /&gt;
der Heimat – vorgetragen, aufgeführt und ausgestellt werden, bilden die Einleitung unseres Dienstes am Volke. Wir werden auch die entlegensten Dörfer aufsuchen und Verbindungen von Volk und Heimatkunst zustande bringen. In gleichzeitiger Werbearbeit um werktätige Mitarbeiter wollen wir alle künstlerisch Schaffende für unsere gemeinschaftliche Ziele gewinnen und unsere Volksgenossen von der Wichtigkeit unserer Beteiligung an der völkischen Aufbauarbeit überzeugen. Das schwäbische Volk wird seine und deren Werke kennen lernen, verborgene Kunstregungen in unserem Volke werden durch unsere Arbeit erweckt und gefördert werden. Durch die unterstützende Mitwirkung unserer Volksgenossen – indem sie sich als Gründer oder unterstützende Mitglieder unserer Gemeinschaft anschließen – werden wir dann in die Lage kommen, die wichtigsten Aufgaben unserer Bewegung in die Wege leiten und den innigst erstrebten Zielen zuführen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Nächstliegende Ziele der Werkgemeinschaft:'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Herausgabe der Werke unserer Dichter, Schriftsteller und Komponisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.	Herausgabe einer monatlichen Zeitschrift für Literatur und Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.	Errichtung einer Verlagsgenossenschaft für diese Zwecke in Jimbolia. 1/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.	Fortbildungskurs für schwäbische Komponisten unter fachmännischer Leitung noch im Sommer dieses Jahres in Jimbolia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.	Volkstrachtpropaganda unter Mitwirkung der Frauenvereine und Mädchenkränze und der Kunstmaler und Gewerbekünstlerinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.	Errichtung eines schwäbischen Symphonieorchesters in Timişoara in Form einer Orchestergemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.	Gründung eines Archivs als Sammelstelle aller literarischen und musikalischen schwäbischen Schöpfungen der Gegenwart und Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Bemerkung'':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast auf jeder Seite der Broschüre ist eine (Werbe-)Anzeige eines Hatzfelder Unternehmens oder eines Handelsbetriebs.&lt;br /&gt;
Auf drei Seiten sind spruchartige Aufforderungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A, Die Heimatkunst ist die Seele des Volkes. Ohne Seele – kein Mensch, ohne Kunst –kein Volk!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
B, Liebet und pfleget die Werke Eurer Heimatkünstler: Es sind die Wertmesser Eures Volkstums. Sie besitzen Ewigkeitswerte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
C, Unterstützet die Bestrebungen der „Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler“ denn sie arbeitet uneigennützig im Dienste unseres Volkes!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1/ Ein schmales Heftchen Emmerich Bartzer: Vier Männerchöre (Gedichte von Peter Jung) ist erschienen im NERTHUS (Propagandaverlag für Banater deutsche Kultur) Jimbolia-Hatzfeld, Str. l. C. Bratianu 4. Rumänien, Banat. Buchdruckerei J. Schmidt, Jimbolia. Ist hier eine Zusammenhang mit Punkt 3 zu den Zielen der Werkgemeinschaft zu sehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gelegenheitsbroschüre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leitsätze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ziele]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausstellung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0012_-_Erstes_Kunstfest_der_Werkgemeinschaft_Schw%C3%A4bischer_K%C3%BCnstler&amp;diff=13158</id>
		<title>ART:0012 - Erstes Kunstfest der Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler</title>
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		<updated>2015-03-29T12:01:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           =  &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = &lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Kunstausstellung&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     =&lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  =&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = I. Kunstfest der Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = Kulturabend und Kunstausstellung&lt;br /&gt;
 |Reihentitel         =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Jimbolia&lt;br /&gt;
 |Verlag              = J. Schmidt&lt;br /&gt;
 |Entstehungsjahr     = 1936&lt;br /&gt;
 |Seite               = 10&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''I. Kunstfest der Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kulturabend und Kunstausstellung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
veranstaltet am 23. Mai 1936 in [[Jimbolia]] im Bauernheimsaale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginn pünktlich um 9 Uhr abends&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die KUNSTAUSSTELLUNG'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''beschickten die Kunstmaler:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] – [[Jimbolia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Franz Ferch]] – Timişoara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Ferch – Periam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Ferch – Periam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Emil Lenhardt]] – Timişoara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''und der Bildhauer''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sebastian Rotschingh]] – Timişoara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sämtliche Gründer und werktätige Mitarbeiter der Werkgemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werke werden verkauft und können auch morgen&lt;br /&gt;
Sonntag von 10 – 1 und von 3 – 6 Uhr besichtigt werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzugspreise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Barth: „Flammengarben“ (Gedichte) 	Lei 80&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Annie Schmidt-Endres:’Banater Leben’ (Lieder) 	Lei 40&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Em. Bartzer: „Im Banat“ (Ländler) 		Lei 30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Weber: „4 Männerchöre“ 			Lei 70&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Em. Bartzer: 4 Männerchöre“			Lei 60&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufklärungen erteilt: Friedrich Ferch, werktätiger Mitarbeiter für Organisation und Propaganda&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gelegenheitsbroschüre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausstellung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erwähnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0009_-_Rettung_des_Auswanderungsbildes&amp;diff=13157</id>
		<title>ART:0009 - Rettung des Auswanderungsbildes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0009_-_Rettung_des_Auswanderungsbildes&amp;diff=13157"/>
		<updated>2015-03-29T11:58:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Hollinger&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Peter&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Rettung des Auswanderungsbildes&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Hatzfelder Zeitung&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Hatzfeld&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 35&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 43&lt;br /&gt;
 |Datum               = 22.10.1922&lt;br /&gt;
 |Seite               = 2&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Aus dem Trauerkapitel unserer Geschichte'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ein beschämendes Beispiel darüber, wie unser Volk die Schöpfungen seiner Künstler ehrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Unter der Aufschrift: '''''„Rettung des Auswanderungsbildes“''''' schreibt Peter Hollinger 1/ im „Landbote“ 2/ folgende niederschmetternde Sätze:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergangene Woche weilte der schwäbische Kunstmaler [[Stefan Jäger]] in Temesvar und pflog mit mir Verhandlungen wegen Vervielfältigung seines berühmten Kunstwerkes [[„Die  Einwanderung der Deutschen im Banat“]]. Bei dieser Gelegenheit habe ich vernommen, dass der Künstler keine Ahnung hatte, wo sich sein Riesengemälde befinde. Ich teilte ihm mit, dass dasselbe noch vorhanden sei. Wir gingen in das Museum. In einem Saale des ersten Stockwerkes steht an die Rückwand gelehnt hinter vielen anderen Tand verborgen das aus drei Teilen bestehende große Gemälde [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]]. Die mächtige Einfassung des Kunstwerkes ist aus den Fugen gegangen und in drei Teilen zerlegt, die Mitte des Bildes von beiden Seitenteilen losgetrennt, um solcherweise dem Zerfalle preisgegeben zu werden. Staub und Moder lassen die Farbenpracht nicht mehr zum Ausdruck kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erblasst, mit gemarterter Seele steht der Künstler vor seinem Werk und starrt die Leinwand an. Ich bemerkte sein Empfinden und versuche ihn zu trösten: &amp;quot;Die evakuierenden Serben nahmen es glücklicherweise nicht mit“ – sagte ich. – „Ewig schade, es wäre besser gewesen“ – sprach der Künstler und verstummte dann mit einer vorwurfvollen Geste. Mir tat selbst das Herz weh angesichts des Verwesungsprozesses, in welchem sich dieses für unseren Volksstamm so wertvolle historische Kunstwerk befindet. Ich hob behutsam eine vor dem Gemälde stehende zerbrochene Gipssäule zur Seite, damit deren senkrecht stehende scharfe Kante die Leinwand des Jägerschen Gemäldes nicht durchlöchere und bat den Museumwärter, er möge die das Gemälde gefährdende Gegenstände entfernen, was dieser auch bereitwillig zusagte. Enttäuscht verließ der Künstler mit mir den Saal. Er musste sich wohl gedacht haben, dass es ein Verbrechen an der Kunst ist, wenn man ihre Werke so pietätlos behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] ist in [[Jimbolia|Hatzfeld]] ansässig, er arbeitet dort meistens für den [[Kulturbund]] in der Wojwodina. – Er ist materiell gewiss stiefmütterlich bedacht vom Schicksale, wie die meisten Künstler. Das Umsatteln geht bei akademischgebildeten Menschen nur unleicht, denn die ideale Kunst kennt nur in den größten Seltenheiten auch die Lebenskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] hat bei Schaffung seines erwähnten Kunstwerkes viel Zeit im Ausland verbracht und studierte im Banat vielerorts die Volkstracht und legte seine ganze Seele in das Werk. Soll dies nun in einer Rumpelkammer ganz vermodern, wo doch schon in vielen deutschen Häusern dieses erste schwäbische historische Bild die Wohnräume schmückt? Nein, dies soll nicht geschehen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demnächst wird die [[Schwabenausstellung]] im „Deutschen Haus“ zu Temesvar stattfinden. Nebst den Büchern, Zeitungen und alten Dokumenten wäre dieses monumentale Gemälde (es ist ja sechs Schritte lang und drei Meter hoch) gewiss eine Zierde der Ausstellung. Das Gemälde ward seinerzeit der Stadt Temesvar um 1000 Kronen verkauft. Diese schenkte dasselbe dann der [[Museumgesellschaft]]. Nachdem das Museum aber in das Eigentumsrecht der Stadt übergegangen ist, wäre der Oberbürgermeister der Stadt Temesvar zu ersuchen, er möge gestatten, dass das Gemälde restauriert und auf die Dauer der Ausstellung im „Deutschen Haus“ ausgestellt werde. Nachher möge das Bild aber an einem besseren Platz im Museum angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Anmerkungen:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''1/ Druckereibesitzer, Begründer des „Eisenrings“ im Banat (siehe Petri Bibliogr. Lexikon Sp.757)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2) Der Landbote. Politisches Wochenblatt. Temeswar. 1872 – 1940. Ab 1.10.1920 vereint mit Der Freimütige. Ende Dezember aufgegangen in Südostdeutsche Landpost. Kronstadt/Hermannstadt''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfelder Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triptychon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.107.165</name></author>
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		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0009_-_Rettung_des_Auswanderungsbildes&amp;diff=13156</id>
		<title>ART:0009 - Rettung des Auswanderungsbildes</title>
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		<updated>2015-03-29T11:57:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.107.165: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Hollinger&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Peter&lt;br /&gt;
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 |Erscheinungsort     = Hatzfeld&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 35&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 43&lt;br /&gt;
 |Datum               = 22.10.1922&lt;br /&gt;
 |Seite               = 2&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Aus dem Trauerkapitel unserer Geschichte'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ein beschämendes Beispiel darüber, wie unser Volk die Schöpfungen seiner Künstler ehrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Unter der Aufschrift: '''''„Rettung des Auswanderungsbildes“''''' schreibt Peter Hollinger 1/ im „Landbote“ 2/ folgende niederschmetternde Sätze:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergangene Woche weilte der schwäbische Kunstmaler [[Stefan Jäger]] in Temesvar und pflog mit mir Verhandlungen wegen Vervielfältigung seines berühmten Kunstwerkes [[„Die  Einwanderung der Deutschen im Banat“]]. Bei dieser Gelegenheit habe ich vernommen, dass der Künstler keine Ahnung hatte, wo sich sein Riesengemälde befinde. Ich teilte ihm mit, dass dasselbe noch vorhanden sei. Wir gingen in das Museum. In einem Saale des ersten Stockwerkes steht an die Rückwand gelehnt hinter vielen anderen Tand verborgen das aus drei Teilen bestehende große Gemälde [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]]. Die mächtige Einfassung des Kunstwerkes ist aus den Fugen gegangen und in drei Teilen zerlegt, die Mitte des Bildes von beiden Seitenteilen losgetrennt, um solcherweise dem Zerfalle preisgegeben zu werden. Staub und Moder lassen die Farbenpracht nicht mehr zum Ausdruck kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erblasst, mit gemarterter Seele steht der Künstler vor seinem Werk und starrt die Leinwand an. Ich bemerkte sein Empfinden und versuche ihn zu trösten: &amp;quot;Die evakuierenden Serben nahmen es glücklicherweise nicht mit“ – sagte ich. – „Ewig schade, es wäre besser gewesen“ – sprach der Künstler und verstummte dann mit einer vorwurfvollen Geste. Mir tat selbst das Herz weh angesichts des Verwesungsprozesses, in welchem sich dieses für unseren Volksstamm so wertvolle historische Kunstwerk befindet. Ich hob behutsam eine vor dem Gemälde stehende zerbrochene Gipssäule zur Seite, damit deren senkrecht stehende scharfe Kante die Leinwand des Jägerschen Gemäldes nicht durchlöchere und bat den Museumwärter, er möge die das Gemälde gefährdende Gegenstände entfernen, was dieser auch bereitwillig zusagte. Enttäuscht verließ der Künstler mit mir den Saal. Er musste sich wohl gedacht haben, dass es ein Verbrechen an der Kunst ist, wenn man ihre Werke so pietätlos behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] ist in [[Jimbolia|Hatzfeld ansässig, er arbeitet dort meistens für den [[Kulturbund]] in der Wojwodina. – Er ist materiell gewiss stiefmütterlich bedacht vom Schicksale, wie die meisten Künstler. Das Umsatteln geht bei akademischgebildeten Menschen nur unleicht, denn die ideale Kunst kennt nur in den größten Seltenheiten auch die Lebenskunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] hat bei Schaffung seines erwähnten Kunstwerkes viel Zeit im Ausland verbracht und studierte im Banat vielerorts die Volkstracht und legte seine ganze Seele in das Werk. Soll dies nun in einer Rumpelkammer ganz vermodern, wo doch schon in vielen deutschen Häusern dieses erste schwäbische historische Bild die Wohnräume schmückt? Nein, dies soll nicht geschehen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demnächst wird die [[Schwabenausstellung]] im „Deutschen Haus“ zu Temesvar stattfinden. Nebst den Büchern, Zeitungen und alten Dokumenten wäre dieses monumentale Gemälde (es ist ja sechs Schritte lang und drei Meter hoch) gewiss eine Zierde der Ausstellung. Das Gemälde ward seinerzeit der Stadt Temesvar um 1000 Kronen verkauft. Diese schenkte dasselbe dann der [[Museumgesellschaft]]. Nachdem das Museum aber in das Eigentumsrecht der Stadt übergegangen ist, wäre der Oberbürgermeister der Stadt Temesvar zu ersuchen, er möge gestatten, dass das Gemälde restauriert und auf die Dauer der Ausstellung im „Deutschen Haus“ ausgestellt werde. Nachher möge das Bild aber an einem besseren Platz im Museum angebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Anmerkungen:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''1/ Druckereibesitzer, Begründer des „Eisenrings“ im Banat (siehe Petri Bibliogr. Lexikon Sp.757)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''2) Der Landbote. Politisches Wochenblatt. Temeswar. 1872 – 1940. Ab 1.10.1920 vereint mit Der Freimütige. Ende Dezember aufgegangen in Südostdeutsche Landpost. Kronstadt/Hermannstadt''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfelder Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triptychon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
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