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	<title>Archiv - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>ART:0522 - Stefan Jäger und seine Bedeutung für uns</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.93.132: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Bibliografie Aufsatz  |AutorName           = Gross  |AutorVorname        = Karl-Hans  |Aufsatztitel        = Stefan Jäger und seine Bedeutung für u…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Gross&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Karl-Hans&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Stefan Jäger und seine Bedeutung für uns&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     = &lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  =&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = Stefan Jäger Gedenk- und Begegnungshaus&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Reihentitel         =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Jimbolia - Hatzfeld&lt;br /&gt;
 |Verlag              =&lt;br /&gt;
 |Entstehungsjahr     = 1996&lt;br /&gt;
 |Seite               = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung und Erneuerung der Gedenkstätte wurde (nicht nur allein) Stefan Jäger eine gebührende Ehrung und Anerkennung zuteil!&lt;br /&gt;
Obwohl der Maler kein gebürtiger Hatzfelder war (er wurde im nahen Tschene geboren, 1877), ist sein Name dennoch mit dem der als Heidestädtchen bekannt gewordenen Ortschaft aufs engste verbunden. Diese Bezugnahme wird nicht allein durch die Tatsache, wonach Jäger im Jahre 1910 Hatzfeld als Wahlheimat angenommen hatte, begründet, sondern sie wird gewissermaßen und vielmehr von seinem unermüdlichen, ununterbrochenen malerischen Wirken in dieser Ortschaft bestimmt, Über die Jahrzehnte hinweg, genau genommen 52 Jahre (bis an sein Lebensende 1962), hatte der Meister seine künstlerische Tätigkeit in diesem wirtschaftlich und kulturell geprägten schwäbischen Umfeld entfaltet und daselbst das Apogäum seiner Kunst erlebt.&lt;br /&gt;
Diese Kunst ist in ihrer Thematik und Ausführung fast ausnahmslos auf das schwäbische Dorf orientiert. Dabei denke ich nicht allein an den Hatzfelder &amp;quot;Heede-Eck&amp;quot; - darunter verstehe ich die im Umkreis des Heidestädtchens liegenden schwäbischen Dörfer und Fluren der (grenzenfreien und später geteilten) Banater Heide, die wirtschaftlich und kulturell mit Jägers Wahlheimat recht eng verflochten waren - sondern gleichermaßen an die schmucken Schwabendörfer des gesamten donauschwäbischen Siedlungsraumes. Und das um so mehr, weil seine Bilder - ob in Öl, Aquarell, in Mischtechnik u. a. ausgeführt - die konkreten Geschehnisse des bäuerlichen Lebens widerspiegeln, so wie es sich in den schwäbischen Dörfern der Heide, der Hecke, in der Batschau oder sonstwo im unteren Donauraum abgespielt hat.&lt;br /&gt;
Jäger-Bilder sind schön und bei unseren Landsleuten sehr beliebt. Aber wo liegt die Bedeutung Stefan Jägers für uns? Diese Frage zu beantworten, fällt nicht schwer, weil doch sein Werk die eindeutige Antwort darauf gibt.&lt;br /&gt;
Wie bekannt wird das große Beginnen Jägers, sein Durchbruch, vom Einwanderungsbild markiert. Es ist ein geradezu inhaltsbestimmender Aufbruch, mit dem der Maler sich den sicheren Weg zu seiner Kunst gebahnt hat. Einer Kunst, die sich zwar an der künstlerischen Gestaltung wenig komplizierter Themen des Alltags und der Feste seiner Landsleute ausrichtet, die aber im Stil konsequent geblieben ist. An dieser Arbeit wächst die Begabung und mit ihr sein Werk, das sich mit seinen ungezählten Originalen, Repliken und Varianten zu einem klaren, unmissverständlichen Credo, zu seinen Menschen und deren Umfeld - wenn Sie so wollen: zur Heimat - bekennt. Dieses imposante Werk dürfte am meisten bekannt sein. Auf einer Malfläche von siebeneinhalb Quadratmetern stellt es die Besiedlung im triptychonalen Aufbau, als &amp;quot;Wanderung&amp;quot;, &amp;quot;Rast&amp;quot; und &amp;quot;Ankunft&amp;quot;, dar. Dabei integrieren die drei Bilder inhaltlich mit der kompositionellen Verwirklichung zu einem einheitlichen Ganzen, dessen Szenerie im gleichen Raumfeld, der neuen Heimat spielt. Dennoch spannt der Künstler einen geistigen Bogen über die geographischen Weiten hinweg, bis hin zu den Herkunftsgebieten der schwäbischen Siedler. Diese dimensionalen Weiten werden durch die dargestellten Menschengruppen überbrückt, indem sie der Künstler mit den originalgetreuen Trachten bekleidet, die auf die württembergischen, badischen, hessischen elsässischen, pfälzischen, schwarzwäldischen und westfälischen Aussiedlungsgebiete vieler Ahnen verweisen. Fürwahr, eine großartige, einmalige Komposition, die nicht allein durch ihre Monumentalität, sondern auch durch die Künstlerische Aussage aus eindringlichste besticht. Damit wären wir bei der volksgeschichtlichen Bedeutung des Triptychons angelangt, das mit seiner historischen Aussage die Siedlungsgeschichte unserer Ahnen veranschaulicht und als bildhafte Chronik der Schwaben angesehen werden kann. Es ist ein historisches Malwerk, das durch seine allumfassende Thematik, seine allgemeingültige Problematik, in typischer, naturgetreuer und artistischer Weise die Schicksalsgang der Siedlerahnen wiedergibt, gleichwohl ob sie in die Batschau, nach Syrmien, in die Schwäbische Türkei oder ins Banat gekommen sind. Demzufolge stellt es insgeheim und in gleicher Weise die Ansiedlung der Schwaben im 18. und 19. Jahrhundert im &amp;quot;unteren&amp;quot; Donauraume dar und kann somit als Schicksalsbild (Gemälde) aller Donauschwaben angenommen werden.&lt;br /&gt;
Über den als Schwabenmaler bekannt gewordenen Stefan Jäger wurde schon viel geschrieben. Auch ich habe es getan. Trotz dieser Bemühungen um diesen für uns bedeutenden Maler bleiben immer noch &amp;quot;weite Räume&amp;quot; seines immensen Werkes zu &amp;quot;beschreiten“, da viele seiner Arbeiten bereits heute in aller Welt verstreut und demzufolge schwer zugänglich geworden oder gar unbekannt und verschollen geblieben sind. Damit im Zusammenhang sei nur an die &amp;quot;ursprüngliche&amp;quot; Fassung des Einwanderungsbildes, an das Aquarelltriptychon &amp;quot;Der Schwaben Kulturarbeit&amp;quot; u. a. m. erinnert, die sich solcherart für immer unserm geistigen Zugriff entziehen. Nichtsdestoweniger sind es aber auch die Skizzen und Studien, die nicht nur einen künstlerischen, sondern auch eine ethnographischen Wert haben, weil sie und an den Ort des Geschehens - von Hatzfeld nach Lenauheim, Ostern, Gertjanosch, Lowrin, Billed, Sackelhausen, Blumenthal, Engelsbrunn, Guttenbrunn, Wiesenhaid, Bakowa, Nitzkydorf oder nach Zerne, Heufeld, Neusatz, Paraputy usw. usf. - führen. Sie wiedergeben Szenen des augenblicklichen Geschehens unverfälscht und wahr, so wie sie sich vor den Augen des Künstlers abgespielt haben. Mit nur wenigen Pinselstrichen und Farbe aufrecht kleinen Papierstücken entstanden, waren sie die konkreten Vorlagen zu Hunderten Gemälden und Aquarellen, die so sehr beliebt sind: Die erste Furche, Heimkehr vom Feld, Im Schnitt, Schnitter und Schnitterin, Die Garbenbinderin, Weizenflur, An der Kehre, Kirchweihfest, Vorstraußtänzerin, Der Ehrentanz, In der Kirche, Kindtaufe, Erstkommunion, Fronleichnam usf. Es ist nicht angetan, sich weiter auf diesem Trip zu ergehen, weil doch der Rahmen dieser Arbeit vorgegeben ist. Wer aber Jägers Arbeiten kennt, weiß, dass man dem Meister und seinem Werk solcherart ein absolutes Wertmaß setzen kann.&lt;br /&gt;
Jäger ist Zeitgenosse jener Dorfleute (von gestern), die ihren Unterhalt und ihr Fortkommen ausschließlich der Arbeit auf dem Felde verdanken; wo alles Tun noch dem Boden, im engeren Sinne der Eigenwirtschaft, galt. Das Lebensideal dieser Menschen auf dem Dorfe war die Arbeit. Jägers &amp;quot;Feldbilder&amp;quot; widerspiegeln dieses &amp;quot;Hohelied der Arbeit&amp;quot; und den Abdruck einer Zeit, die es zwar schon nicht mehr gibt, die aber wahr und unleugbar in den Jäger-Bildern erhalten geblieben ist. So ist es auch mit der Malarbeiten, die die frohen Feste, die Sitten und Bräuche und den Alltag zum Gegenstand haben. Ihre große Bedeutung besteht gerade darin, dass mit den dargestellten Trachten, der Wiedergabe von gewissen dörflichen Geschehen Vorkommnisse bewahrt bleiben, die man heute kaum noch kennt. So hat denn Jäger dem schwäbischen Alltag und den Festen Dauer verliehen und seinen Menschen die Lebens- und Arbeitsfreude bewahrt. Auch jenes Umfeld, in dem die Mundart noch ein lebendiger Bestandteil des Daseins war. Denn Jäger hat sie in seine Malerei mit einbezogen: die &amp;quot;Ferter&amp;quot;, das &amp;quot;Hinnerumstichel&amp;quot;, das &amp;quot;Menzika&amp;quot; und &amp;quot;Fitzko&amp;quot;, die &amp;quot;Silwerknepp am Leiwel&amp;quot;, die &amp;quot;Schlutt&amp;quot;, die &amp;quot;Bux&amp;quot;, die &amp;quot;Gatjer&amp;quot; usf., mit denen die schwäbischen Frauen und Männer bekleidet sind. Ja, die &amp;quot;Motterschprooch&amp;quot;, sie ist schon immer seltener zu hören; wenngleich es auch die Donauschwaben noch gibt (obwohl sie wie die Jäger-Bilder heute weitverstreut sind) und auch noch lange geben wird.&lt;br /&gt;
Wir, von hier, haben zurück in die Heimat unserer Ahnen gefunden, die nun auch unsere ist. Das wollten wir. Dazu stehen wir. Dennoch wird jeder seien Identitätsbezogenheit im Herzen tragen, so er noch etwas für die Jäger-Bilder empfindet (sie noch liebt). Denn - und damit darf ich mich an dieser Stelle wiederholen - Stefan Jäger malte seine Bilder mit seiner Seele in unser aller Herzen und unser aller Sinn. Sein umfassendes Werk widerspiegelt unsere Seele, unser Wesen, unser Werden und Sein. So leben durch ihn seine Bilder und wir durch ihn in seinen Bildern und durch die Bilder lebt er in uns fort - der Schwabenmaler Stefan Jäger.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.93.132</name></author>
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		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0360_-_Unter_der_Lupe&amp;diff=6284</id>
		<title>ART:0360 - Unter der Lupe</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.93.132: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Bibliografie Zeitung  |AutorName           = Gross   |AutorVorname        = Karl-Hans  |Aufsatztitel        = Gedenkstätte in Not  |Zeitungstitel   …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
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 |Seite               = 2&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Unter der Lupe''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stefan-Jäger-Gedenkstätte]] ist eine museale Einrichtung in [[Hatzfeld]], die auf Betreiben einiger beherzter Männer 1969 zustande gekommen war. Mit ihren rund 20 Jahren des Bestehens hat sie nun scheinbar ausgedient, denn kurz vor den umwälzenden und blutigen Ereignissen in Rumänien hatte mich ein diesbezüglicher Anruf erreicht. Dahingehend hieß es, dass die Gedenkstätte wahrscheinlich nicht mehr bestehe, weil man die Tafel am Haus und einige Bestände bereits weggebracht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihren mit viel Mühe und Verständnis zusammengetragenen Exponaten (zahlreiche Skizzen, Ölgemälde, Aquarelle, Gebrauchsgegenstände, Fotos, Publikationen, u. a.) würdigt und ehrt sie nicht nur den Künstler allein, sondern vermittelt dem Besucher gleichermaßen ein anschauliches Bild über sein malerisches Schaffen und die Menschen selbst, die er als „Modelle&amp;quot; angenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Maler Stefan Jäger (1877 - 1962), schlechthin als „Schwabenmaler“ bekannt, hatte zeitlebens im Banat und daselbst in Hatzfeld (kurze Zeit auch in Budapest) gewirkt. Mit dem großflächigen (1,50 x 5,70 m) [[Einwanderungsbild]] (1910) und den ungezählten malerischen Arbeiten über Sitten und Gebräuche, die bäuerlichen Arbeiten auf dem Feld, usw. hat er nicht nur das Umfeld seiner engeren Heimat, sondern das aller an der unteren Donau siedelnden Deutschen berührt. Diesen, wenngleich auch bescheidenen (am immensen Gesamtwerk des Künstlers gemessen), verbliebenen und noch zugänglichen Nachlass (das sind außer den in der Gedenkstätte befindlichen Exponaten von künstlerischem, historischem und ethnographischem Wert, noch einige hundert Skizzen und Gemälde in den Depots des [[Banater Museums]] in Temeschburg) zu retten („herüberzuretten&amp;quot;, wenn auch nur teilweise), sollte einem zweckdienlichen landsmannschaftlichen Bemühen nicht zu abwegig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist gewiss, dass sich nach dem Volksaufstand in Rumänien manches wandeln wird. Wohl auch für die deutsche Minderheit (?). Dennoch sollten wir darauf verweisen, dass das Verbleiben unserer Landsleute (und damit auch der Fortbestand der Gedenkstätte) nicht allein von deren existenziellen Perspektive abhängig ist. Dazu ist unsere Problematik zu vielschichtig geworden. Aber auch im gegensätzlichen Fall verbleibt die Notwendigkeit, dahinzuwirken, dass die Jäger-Gedenkstätte ihre Funktionsfähigkeit (mit einer zusätzlichen Klimaanlage, einem verlässlichen Sicherheits- und Alarmsystem, denn dort ist ja das wertvolle [[Triptychon der Einwanderung]] ausgestellt) wieder erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Der Donauschwabe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedenkstätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.93.132</name></author>
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		<id>https://jaeger.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0833_-_Korrekte_ethnographische_Dokumentation&amp;diff=6281</id>
		<title>ART:0833 - Korrekte ethnographische Dokumentation</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.93.132: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Bibliografie Aufsatz  |AutorName           = Gross   |AutorVorname        = Karl-Hans  |Aufsatztitel        = Korrekte ethnographische Dokumentation …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Gross &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Karl-Hans&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Korrekte ethnographische Dokumentation&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     = Konschitzky&lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  = Aneta und Walther&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = Banater Kalender 2010&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Reihentitel         =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Erding&lt;br /&gt;
 |Verlag              = Banat Verlag&lt;br /&gt;
 |Entstehungsjahr     = 2009&lt;br /&gt;
 |Seite               = 175&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von der klaren Profilierung, Detaillierung und Typisierung der Trachten nach den Herkunftsgebieten auf dem [[Triptychon]] treten noch einige Gestalten, Männer und Frauen, hinzu, die dem ganzen Geschehen nicht nur einen höheren ethnographischen und inhaltlichen Wert, sondern auch eine größere historische Aussagekraft verleihen. Dahingehend können wir auf den „Schuhverschnürer&amp;quot; im ersten Bild (Wanderung), die „Badener Frau&amp;quot; des winkenden Mannes oder die „stehende Frau mit Stellhaube&amp;quot; (sie hält ein kleines Kind auf dem Arm) im Mittelfeld des zweiten Bildes (Rast) vom Triptychon u. a. m. verweisen, die im Urbild nicht vertreten sind. Interessanterweise wird das Gediehen auf den drei Teilbildern des Triptychons durch die hinzugekommenen Personen nicht nur erweitert, sondern es gewinnt in zusätzlicher Weise an Tiefenwirkung und Dynamik. Solcherart ergibt sich, durch die im breit angelegten Räume verteilten und zueinander gruppierten Bewegungskomponenten, die Aufteilung des Geschehens in die uns bekannten drei Teilbilder, Wanderung–Rast–Ankunft, als eine Notwendigkeit und wie von selbst. Dabei wird nicht allein die Ankunft in der neuen Heimat vergegenwärtigt, sondern es wird durch die trachtentypische Ausstattung der Personen geradezu ein mentaler Bogen bis zu den Herkunftsgebieten in Deutschland gespannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl-Hans Gross (Stefan Jäger - Maler seiner heimatlichen Gefilde. Hartmann, Sersheim 1991)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Repro&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1, Detail (Rast)(Illustration auf dem Umschlag des Banater Kalenders 2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2, Tusch-Skizze mit Einwanderungsgruppe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Banater Kalender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildbeschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.93.132</name></author>
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		<title>ART:0859 - Ein Bild als Ausdruck des Selbstverständnisses der Banater Schwaben</title>
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		<updated>2015-02-08T08:57:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.93.132: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           = &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = &lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Ein Bild als Ausdruck des Selbstverständnisses der Banater Schwaben&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     = HOG Hatzfeld&lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  =&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = Heimatblatt Hatzfeld&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = &lt;br /&gt;
 |Reihentitel         = 17. Ausgabe 2010&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     =&lt;br /&gt;
 |Verlag              =&lt;br /&gt;
 |Entstehungsjahr     = 2010&lt;br /&gt;
 |Seite               = 124-129&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Stimmen zu Stefan Jägers Einwanderungstriptychon'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im patriarchalischen Alter von 85 Jahren starb in Hatzfeld Stefan Jäger, einer der repräsentativsten donauschwäbischen Maler, der mit seinem berühmten [[Einwanderungsgemälde]], das durch viele Farbdrucke weithin bekannt wurde, eine Dokumentation donauschwäbischer Geschichte schuf. Das großartige Bild, das im Geiste [[Adam Müller-Guttenbrunns]] konzipiert und gemalt wurde, gab einem Volksstamm in einem der wichtigsten Abschnitte seiner Geschichte vom Historischen her die künstlerische Prägung. Es bestimmte und formte bildnerisch die donauschwäbische Generation der Jahrhundertwende. Sie dankt Stefan Jäger die Deutung ihres Wesens, die für das Südostdeutschtum klassisch geworden ist und auch auf die Binnendeutschen von nachhaltiger Wirkung war. Die donauschwäbische Kolonisation gewann in Jägers Bild jene künstlerische Formung, die sich in Hunderttausende deutscher Menschen einprägte und damit für das Gesamtdeutschtum sinngebend geworden war. Nicht vielen zeitgenössischen Malern war eine solche beispielhafte Vollbringung beschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ferdinand Ernst Gruber (1895-1967), Journalist, Biograf Adam Müller-Guttenbrunns''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1/ F.E.G. (d.i. Ferdinand Ernst Gruber): Schöpfer des Einwanderungsbildes †. In: Der Donauschwabe (Aalen), 12. Jg. (1962), Nr. 15 v. 15.04., S. 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Hatzfeld]] entstand um 1910 Jägers Gemälde-Trilogie [[„Die Einwanderung der Deutschen nach Südungarn&amp;quot;]]; das Werk machte ihn weit über die Grenzen des Banates bekannt und berühmt. Es wirkte allein schon durch das dargestellte Thema revolutionierend, weil die madjarische chauvinistische Propaganda damals ihren Höhepunkt erreicht hatte; ihr Ziel war, die Deutschen Ungarns dem eigenen Volkstum vor allem dadurch zu entfremden, daß sie deren verwandtschaftliche Beziehung zur Urheimat leugnete und verhöhnte.&lt;br /&gt;
Das dreiteilige große Gemälde veranschaulichte aber mit der Wiedergabe der bunten Pracht westdeutscher, vornehmlich hessischer und Schwarzwälder Trachten - nicht anders, als es in den Heimat-Romanen [[Adam Müller-Guttenbrunns]] geschah - gerade diese engen Beziehungen der im Donauraum lebenden Deutschen zu Mittel-, Süd-west- und Westdeutschland; außerdem zeigte es die Ansiedlung der Vorfahren unter der Betreuung durch kaiserliche Beamten. Jäger wollte das Fußfassen seiner engeren Heimatgenossen, der Banater Schwaben, festhalten; später wurde, nicht von ihm, seine Darstellung auf das gesamte Donauschwabentum bezogen. [...]&lt;br /&gt;
In einer Zeit, als madjarische Maler mit großen historischen Bildern einen madjarischen Geschichts-Mythos zu schaffen trachteten, dieses Triptychon im Banat zu malen und sich ihnen damit entgegenzustellen, war wirklich ein Wagnis gewesen, das aber gleich den Dichtungen [[Adam Müller-Guttenbrunns]] dem Sich-selber-finden der Donauschwaben diente und sie zum bewußten Erleben des eigenen Wesens und des eigenen geschichtlichen Daseins anleitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Anton Valentin (1898-1967), Gymnasiallehrer, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2/  Anton Valentin: Ein Gemälde als Kraftquell donauschwäbischer Selbstbehauptung. Stefan Jäger zum Gedenken. In: Südostdeutsche Vierteljahresblätter (München), 11. Jg. (1962), F. 3, S. 136 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptwerk Stefan Jägers ist das große (…) [[Einwanderungsbild]] (…). Das Mittelstück setzt das auf dem ersten Dargestellte sowohl landschaftlich als auch in figuraler Hinsicht fort und mündet auf die gleiche Weise in die dritte Bildtafel ein. Das Werk zeigt eine Gruppe von Kolonisten auf der Wanderung durch die damalige Banater Einöde, stellt sie auf einer Rast unterwegs dar und bietet zum Schluß ihr Abbild auf der Stätte der Erfüllung, vor den halbfertigen Siedlerhäusern, in dem Augenblick, da ihnen die Besitzurkunde überreicht werden soll. Ein kollektives Menschenschicksal zwischen zwei Polen: zwischen der Loslösung von der alten Heimat, deren Staub sie schon längst von den Schnallenschuhen abgeschüttelt haben, und der nunmehr wahrgewordenen Begegnung mit der neuen Heimat, mit dem, was ihnen verheißen wurde und wovon während der langen Fahrt, ihre Träume voller Unruhe waren. Etwa achtzig größere und kleinere Gestalten bevölkern dieses Werk. Es ist also keine Übertreibung, wenn man es eine Darstellung kollektiven Schicksals nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Franz Liebhard, eigentlich Robert Reiter (1899-1989), Journalist, Schriftsteller, Kulturhistoriker''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3/ Franz Liebhard (d.i. Robert Reiter): Der Schwabenmaler Stefan Jäger. In: Ders.: Menschen und Zeiten. Aufsätze und Studien. Bukarest: Kriterion Verlag 1970. S. 105-120, hier S. 116.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Einwanderungstriptychon]] mit seinen Teilen: [[„Wanderung&amp;quot;]], [[„Rast&amp;quot;]] und [[„Ankunft&amp;quot;]], eine große figurenreiche Komposition, ist ein geschichtlich-ethnographisches Dokument aus dem Leben der Banater Schwaben. Es schildert überzeugend und ergreifend das Schicksal der Ansiedler, die im 18. Jh. vom Rhein bis zur Donau und über Ulm, Wien, Ofen bis ins Banat voller Hoffnung einer neuen Heimat entgegengezogen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Annemarie Podlipny-Hehn (geb. 1938), Kunsthistorikerin und -kritikerin, Publizistin''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4/ Annemarie Podlipny-Hehn: Stefan Jäger. Bukarest: Kriterien Verlag 1972. S. 9 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hundertste Wiederkehr des Geburtstages des bislang im Donauschwabentum bekanntest gewordenen Malers [[Stefan Jäger]] muß für uns hinreichend Anlaß sein, uns seinen Künstlertums und seines meisterlichen Könnens zu erinnern. Wenn sein Name auch nicht in den großen Büchern zur Kunstgeschichte steht, so zählt er dennoch für uns zu den Großen unserer Geistes- und Kulturgeschichte. Nicht nur, daß er vieles von unserer einstigen, für immer versunkenen Welt in unermüdlichem Schaffen mit Stift, Farbe und Pinsel festgehalten hat, und uns eine Chronik des schwäbischen Dorfes in Farbe hinterließ, sondern auch, weil ihm mit seinem dreiteiligen Bild über die Einwanderung der Schwaben ins Banat eine der nachhaltigsten Wirkungen für die Bildung des Geschichtsbewußtseins unseres Völkleins gelang. [[Adam Müller-Guttenbrunns]] Heimatromane und das [[„Einwanderungsbild&amp;quot;]] Jägers wollen im Zusammenhang gesehen werden. Wo Bücher oft nicht hinkamen, hingegen Farbdrucke des Jäger'schen Gemäldes und erzählten auf ihre Art, wie die Schwaben Heimat gesucht und gefunden haben. [...] Das [[„Einwanderungsbild&amp;quot;]] ist auch heute in dem vom Pannonia-Verlag, Freilassing, herausgebrachten Vierfarbendruck bei vielen donauschwäbischen Familien in aller Welt nicht nur als Wandschmuck, sondern auch als Bekenntnis der Zugehörigkeit zu diesem Stamme anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namentlich nicht gezeichneter Artikel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5/  Stefan Jäger, Bewahrer mit Stift und Pinsel. In: Neuland (Salzburg), 30 Jg. (1977), Nr. 7 v. 16.07., S. 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat, ein Werk von geschichtlichem und ethnographischem Wert, das dem bewußten Betrachter sensorisch-emotionelle Gefühle vermittelt, ihn weit mehr erahnen läßt - räumlich und zeitlich -, als eben der Pinsel des Malers auf der Leinwand festgehalten hat. So werden durch die naturgetreue Darstellung, durch die Dynamik des Geschehens gedankliche und seelische Rückkoppelungen ermöglicht, die uns das Schicksal und die alte Heimat derer, die auf [[„Wanderung&amp;quot;]] oder [[„Rast&amp;quot;]], ersinnen läßt. Und wer die weiteren Arbeiten des Malers kennt, seine ungezählten „Schwabenbilder&amp;quot;, die von Freuden und Leid, von Schaffen und Raffen künden, der weiß, daß mit der Ankunft im neuen Siedlungsgebiet unsere Vorfahren eine neue Heimat gefunden hatten. Somit erfasst der Künstler auf siebeneinhalb Quadratmeter Maltuch weit mehr als eine unwirtliche Landschaft oder ein Geschehen - also nur das Kommen der Einwanderer -, sondern er spannt seinen Bogen über hunderte Meilen - vom Rheinischen und den angrenzenden Ländereien bis zur unteren Donau -, das heißt, er wächst über den so oft bemängelten, eingeengten geographischen und thematischen Raum seines malerischen Schaffens hinaus und erbringt eine mit Pinsel und Farbe geschriebene Dokumentation zur Geschichte der Banater Schwaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Karl-Hans Grass (1926-2005), Gymnasiallehrer, Biograf Stefan Jägers, Lyriker, Heimatforscher''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6/ Karl-Hans Gross: Stefan Jäger, Maler seiner Heimatlichen Gefilde. Aus seinem Leben und Werk. Sersheim: Oswald Hartmann Verlag 1991. S. 53 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es mag dahingestellt sein, ob Picassos „Guernica&amp;quot;, Michelangelos „Schöpfung&amp;quot; oder Leonardos „Mona Lisa&amp;quot; als bedeutendstes Kunstwerk der Malerei gilt, für die Banater Schwaben und für alle Donauschwaben steht fest, dass Jägers [[Einwanderungsbild]] für sie das Bild von größter Bedeutung ist. Dabei ist nicht unbedingt der künstlerische Wert des großformatigen Triptychons gemeint, sondern seine kraftvolle Aussage zur Herkunft und Identität und zum Selbstverständnis des deutschen Neustammes an der mittleren Donau. Fast in jedem Haus oder in jeder Wohnung unserer Landsleute befindet sich, neben einer Fotografie der Heimatkirche, eine Druckreproduktion des Bildes an einem Ehrenplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Peter Krier (geb. 1935), Funktionsträger der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Vorsitzender des Hilfswerks der Banater Schwaben''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7/ Peter Krier: Stefan Jägers Triptychon „Die Einwanderung der Schwaben&amp;quot; im Foyer des Adam-Müller-Guttenbrunn-Hauses. In: Banatica. Festgabe für Dr. Alexander Krischan zum 75. Geburtstage. Herausgegeben vom Verband der Banater Schwaben in Österreich. Wien 1996. S. 268-269, hier S. 268.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] hatte mit seiner Darstellung der Einwanderung nicht nur den Zeitgeschmack getroffen, sondern gleichzeitig eine Ikone banatschwäbischer [[Identität]] geschaffen, die ihre Wirkung sofort entfaltete und bis heute das Geschichtsverständnis der Banater Schwaben dominant prägt und visualisiert. Die Szenen und Figuren in Stefan Jägers Gemälde, deren Authentizität keineswegs verbürgt ist - die meisten regionaltypischen Trachten entwickelten sich erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts - wurden vom Publikum als wahrhaftige und allgemeingültige Darstellung der Einwanderung akzeptiert. [...] Stefan Jäger wurde durch das [[Einwanderungsbild]] zum berühmten und herausragenden Maler banatschwäbischen Volkslebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Christian Glass, Volkskundler, Leiter des Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8/ Christian Glass: Stefan Jägers Einwandererbild und das Selbstverständnis der Banater Schwaben. In: Thomas Hengartner, Johannes Moser (Hg.): Grenzen &amp;amp; Differenzen. Zur Macht sozialer und kultureller Grenzziehungen. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2006. S. 753-760, hier S. 756.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unser Bild. Kein anderes ist so verbreitet bei den Banater Schwaben, kein anderes hat so viel Beachtung und Zustimmung gefunden wie [[Stefan Jägers]] Triptychon [[„Die Einwanderung der Schwaben ins Banat&amp;quot;]] - korrekter wohl „der Deutschen&amp;quot;, wie es gelegentlich auch bezeichnet worden ist. [...]&lt;br /&gt;
Stefan Jägers [[Einwanderungsbild]] will nicht ein Heldenepos sein. Es ist ein künstlerisch ausgereifter Bericht über das Ereignis der Einwanderung. Der Künstler heroisiert nicht - er zeigt, wie wir Heimat finden, und dass es ein eher fragwürdiges Glück gewesen sein mochte, das die deutschen Auswanderer in Ungarn vorgefunden hatten. Denken wir daran, wie naheliegend es doch gewesen sein dürfte, zum Beispiel ein Triptychon mit der Eroberung des Banats durch den Prinzen Eugen, die Rodung der Wildnis und dem Triumph der Ernte als Einzelteile zu gestalten, so muss uns Stefan Jägers aufrichtige und dezente Darstellung über unsere Ankunft in der Fremde mit Dank erfüllen. Nichts Belastendes haftet dem Bild an, es ist frei von jeder großen Geste und von jeder Überheblichkeit. Es ist bemerkenswert, dass spätere Varianten sich einer triumphalen Darstellung zwar annäherten, bei den Banater Schwaben jedoch nie eine vergleichbare Aufnahme wie das eigentliche [[Einwanderungsbild]] gefunden haben. Das dürfen wir uns gut schreiben, dass wir mit Herz und Sinn immer für dieses Monumentalwerk Stefan Jägers gestimmt haben, es angenommen haben und bewahren wollen - denn es ist ein Stück von uns. Und das, wenn ich es richtig sehe, hat sehr viel mit dem zu tun, was wir unter Identität verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Franz Heinz (geb. 1929), Journalist, Schriftsteller''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9/ Franz Heinz: Ein Stück von uns. Stefan Jägers Einwanderungsbild und die Identität der Banater Schwaben. In: Aufbruch und Ausklang. Zur Ansiedlung der Banater Schwaben im 18. Jahrhundert und ihrer „Rückwanderung&amp;quot; Ende des 20. Jahrhunderts. Beiträge der 43. und 44. Kulturtagung in Sindelfingen, 17./18. November 2007 und 22./2S. November 2008. Stutt¬gart 2009. S. 147-161, hier S. 147 und 161.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht das einzige Bild, das die Ansiedlung in der Weite des Banater Raumes im 18. Jahrhundert festhält, dennoch ist es für die meisten „das&amp;quot; [[Einwanderungsbild]] und Teil ihres historischen Selbstverständnisses. Tausendfach vervielfältigt fand es würdige Aufnahme in die intime Sphäre der Wohnzimmer, wo es - gerahmt wie in Gedenkstuben, Schulen oder Institutionen - Aufschluss über die Herkunft der Siedler im Westen und unser Anbeginn im Südosten des Kontinents geben soll. Auch über Zukunftshoffnung. Ein Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe sollte es schaffen - und das ist dem Bild auch gelungen. Der hohe Identifikationswert selbst in deutschen Siedlungslandschaften jenseits des Banats zeigt an, wie nachhaltig es als „Eigenbild&amp;quot; und historische Momentaufnahme von der Ankunft in einem Raum wahrgenommen wird und Wirkung erzielt, den man Heimat nannte und nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Walther Konschitzky (geb. 1944), Journalist, Volkskundler, Kulturhistoriker, Fotograf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10/ Walther Konschitzky: Das Einwanderungsbild von Stefan Jäger. Vor 100 Jahren&lt;br /&gt;
wurde das Triptychon über die Ansiedlung der Deutschen im Banat enthüllt. Anmerkungen zur Entstehung und Wirkung des Gemäldes. In: Banater Kalender 2010. Hrsg.: Aneta und Walther Konschitzky. Erding: Banat Verlag 2009. S. 172-174, hier S. 173 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Repro:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1, Wanderung 2, Rast 3, Ansiwdlung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatblatt Hatzfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.93.132</name></author>
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		<title>ART:0859 - Ein Bild als Ausdruck des Selbstverständnisses der Banater Schwaben</title>
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		<updated>2015-02-08T08:41:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.93.132: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Bibliografie Aufsatz  |AutorName           =   |AutorVorname        =   |Aufsatztitel        = Ein Bild als Ausdruck des Selbstverständnisses der Ba…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           = &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = &lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Ein Bild als Ausdruck des Selbstverständnisses der Banater Schwaben&lt;br /&gt;
 |HerausgeberName     = HOG Hatzfeld&lt;br /&gt;
 |HerausgeberVorname  =&lt;br /&gt;
 |Buchtitel           = Heimatblatt Hatzfeld&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = &lt;br /&gt;
 |Reihentitel         = 17. Ausgabe 2010&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     =&lt;br /&gt;
 |Verlag              =&lt;br /&gt;
 |Entstehungsjahr     = 2010&lt;br /&gt;
 |Seite               = 124-129&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Stimmen zu Stefan Jägers Einwanderungstriptychon'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im patriarchalischen Alter von 85 Jahren starb in Hatzfeld Stefan Jäger, einer der repräsentativsten donauschwäbischen Maler, der mit seinem berühmten [[Einwanderungsgemälde]], das durch viele Farbdrucke weithin bekannt wurde, eine Dokumentation donauschwäbischer Geschichte schuf. Das großartige Bild, das im Geiste [[Adam Müller-Guttenbrunns]] konzipiert und gemalt wurde, gab einem Volksstamm in einem der wichtigsten Abschnitte seiner Geschichte vom Historischen her die künstlerische Prägung. Es bestimmte und formte bildnerisch die donauschwäbische Generation der Jahrhundertwende. Sie dankt Stefan Jäger die Deutung ihres Wesens, die für das Südostdeutschtum klassisch geworden ist und auch auf die Binnendeutschen von nachhaltiger Wirkung war. Die donauschwäbische Kolonisation gewann in Jägers Bild jene künstlerische Formung, die sich in Hunderttausende deutscher Menschen einprägte und damit für das Gesamtdeutschtum sinngebend geworden war. Nicht vielen zeitgenössischen Malern war eine solche beispielhafte Vollbringung beschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ferdinand Ernst Gruber (1895-1967), Journalist, Biograf Adam Müller-Guttenbrunns''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1/ F.E.G. (d.i. Ferdinand Ernst Gruber): Schöpfer des Einwanderungsbildes †. In: Der Donauschwabe (Aalen), 12. Jg. (1962), Nr. 15 v. 15.04., S. 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Hatzfeld]] entstand um 1910 Jägers Gemälde-Trilogie [[„Die Einwanderung der Deutschen nach Südungarn&amp;quot;]]; das Werk machte ihn weit über die Grenzen des Banates bekannt und berühmt. Es wirkte allein schon durch das dargestellte Thema revolutionierend, weil die madjarische chauvinistische Propaganda damals ihren Höhepunkt erreicht hatte; ihr Ziel war, die Deutschen Ungarns dem eigenen Volkstum vor allem dadurch zu entfremden, daß sie deren verwandtschaftliche Beziehung zur Urheimat leugnete und verhöhnte.&lt;br /&gt;
Das dreiteilige große Gemälde veranschaulichte aber mit der Wiedergabe der bunten Pracht westdeutscher, vornehmlich hessischer und Schwarzwälder Trachten - nicht anders, als es in den Heimat-Romanen [[Adam Müller-Guttenbrunns]] geschah - gerade diese engen Beziehungen der im Donauraum lebenden Deutschen zu Mittel-, Süd-west- und Westdeutschland; außerdem zeigte es die Ansiedlung der Vorfahren unter der Betreuung durch kaiserliche Beamten. Jäger wollte das Fußfassen seiner engeren Heimatgenossen, der Banater Schwaben, festhalten; später wurde, nicht von ihm, seine Darstellung auf das gesamte Donauschwabentum bezogen. [...]&lt;br /&gt;
In einer Zeit, als madjarische Maler mit großen historischen Bildern einen madjarischen Geschichts-Mythos zu schaffen trachteten, dieses Triptychon im Banat zu malen und sich ihnen damit entgegenzustellen, war wirklich ein Wagnis gewesen, das aber gleich den Dichtungen [[Adam Müller-Guttenbrunns]] dem Sich-selber-finden der Donauschwaben diente und sie zum bewußten Erleben des eigenen Wesens und des eigenen geschichtlichen Daseins anleitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Anton Valentin (1898-1967), Gymnasiallehrer, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2/  Anton Valentin: Ein Gemälde als Kraftquell donauschwäbischer Selbstbehauptung. Stefan Jäger zum Gedenken. In: Südostdeutsche Vierteljahresblätter (München), 11. Jg. (1962), F. 3, S. 136 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptwerk Stefan Jägers ist das große (…) [[Einwanderungsbild]] (…). Das Mittelstück setzt das auf dem ersten Dargestellte sowohl landschaftlich als auch in figuraler Hinsicht fort und mündet auf die gleiche Weise in die dritte Bildtafel ein. Das Werk zeigt eine Gruppe von Kolonisten auf der Wanderung durch die damalige Banater Einöde, stellt sie auf einer Rast unterwegs dar und bietet zum Schluß ihr Abbild auf der Stätte der Erfüllung, vor den halbfertigen Siedlerhäusern, in dem Augenblick, da ihnen die Besitzurkunde überreicht werden soll. Ein kollektives Menschenschicksal zwischen zwei Polen: zwischen der Loslösung von der alten Heimat, deren Staub sie schon längst von den Schnallenschuhen abgeschüttelt haben, und der nunmehr wahrgewordenen Begegnung mit der neuen Heimat, mit dem, was ihnen verheißen wurde und wovon während der langen Fahrt, ihre Träume voller Unruhe waren. Etwa achtzig größere und kleinere Gestalten bevölkern dieses Werk. Es ist also keine Übertreibung, wenn man es eine Darstellung kollektiven Schicksals nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Franz Liebhard, eigentlich Robert Reiter (1899-1989), Journalist, Schriftsteller, Kulturhistoriker''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3/ Franz Liebhard (d.i. Robert Reiter): Der Schwabenmaler Stefan Jäger. In: Ders.: Menschen und Zeiten. Aufsätze und Studien. Bukarest: Kriterion Verlag 1970. S. 105-120, hier S. 116.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Einwanderungstriptychon]] mit seinen Teilen: [[„Wanderung&amp;quot;]], [[„Rast&amp;quot;]] und [[„Ankunft&amp;quot;]], eine große figurenreiche Komposition, ist ein geschichtlich-ethnographisches Dokument aus dem Leben der Banater Schwaben. Es schildert überzeugend und ergreifend das Schicksal der Ansiedler, die im 18. Jh. vom Rhein bis zur Donau und über Ulm, Wien, Ofen bis ins Banat voller Hoffnung einer neuen Heimat entgegengezogen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Annemarie Podlipny-Hehn (geb. 1938), Kunsthistorikerin und -kritikerin, Publizistin''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4/ Annemarie Podlipny-Hehn: Stefan Jäger. Bukarest: Kriterien Verlag 1972. S. 9 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hundertste Wiederkehr des Geburtstages des bislang im Donauschwabentum bekanntest gewordenen Malers [[Stefan Jäger]] muß für uns hinreichend Anlaß sein, uns seinen Künstlertums und seines meisterlichen Könnens zu erinnern. Wenn sein Name auch nicht in den großen Büchern zur Kunstgeschichte steht, so zählt er dennoch für uns zu den Großen unserer Geistes- und Kulturgeschichte. Nicht nur, daß er vieles von unserer einstigen, für immer versunkenen Welt in unermüdlichem Schaffen mit Stift, Farbe und Pinsel festgehalten hat, und uns eine Chronik des schwäbischen Dorfes in Farbe hinterließ, sondern auch, weil ihm mit seinem dreiteiligen Bild über die Einwanderung der Schwaben ins Banat eine der nachhaltigsten Wirkungen für die Bildung des Geschichtsbewußtseins unseres Völkleins gelang. [[Adam Müller-Guttenbrunns]] Heimatromane und das [[„Einwanderungsbild&amp;quot;]] Jägers wollen im Zusammenhang gesehen werden. Wo Bücher oft nicht hinkamen, hingegen Farbdrucke des Jäger'schen Gemäldes und erzählten auf ihre Art, wie die Schwaben Heimat gesucht und gefunden haben. [...] Das [[„Einwanderungsbild&amp;quot;]] ist auch heute in dem vom Pannonia-Verlag, Freilassing, herausgebrachten Vierfarbendruck bei vielen donauschwäbischen Familien in aller Welt nicht nur als Wandschmuck, sondern auch als Bekenntnis der Zugehörigkeit zu diesem Stamme anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namentlich nicht gezeichneter Artikel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5/  Stefan Jäger, Bewahrer mit Stift und Pinsel. In: Neuland (Salzburg), 30 Jg. (1977), Nr. 7 v. 16.07., S. 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
In der Tat, ein Werk von geschichtlichem und ethnographischem Wert, das dem bewußten Betrachter sensorisch-emotionelle Gefühle vermittelt, ihn weit mehr erahnen läßt - räumlich und zeitlich -, als eben der Pinsel des Malers auf der Leinwand festgehalten hat. So werden durch die naturgetreue Darstellung, durch die Dynamik des Geschehens gedankliche und seelische Rückkoppelungen ermöglicht, die uns das Schicksal und die alte Heimat derer, die auf [[„Wanderung&amp;quot;]] oder [[„Rast&amp;quot;]], ersinnen läßt. Und wer die weiteren Arbeiten des Malers kennt, seine ungezählten „Schwabenbilder&amp;quot;, die von Freuden und Leid, von Schaffen und Raffen künden, der weiß, daß mit der Ankunft im neuen Siedlungsgebiet unsere Vorfahren eine neue Heimat gefunden hatten. Somit erfasst der Künstler auf siebeneinhalb Quadratmeter Maltuch weit mehr als eine unwirtliche Landschaft oder ein Geschehen - also nur das Kommen der Einwanderer -, sondern er spannt seinen Bogen über hunderte Meilen - vom Rheinischen und den angrenzenden Ländereien bis zur unteren Donau -, das heißt, er wächst über den so oft bemängelten, eingeengten geographischen und thematischen Raum seines malerischen Schaffens hinaus und erbringt eine mit Pinsel und Farbe geschriebene Dokumentation zur Geschichte der Banater Schwaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Karl-Hans Grass (1926-2005), Gymnasiallehrer, Biograf Stefan Jägers, Lyriker, Heimatforscher''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6/ Karl-Hans Gross: Stefan Jäger, Maler seiner Heimatlichen Gefilde. Aus seinem Leben und Werk. Sersheim: Oswald Hartmann Verlag 1991. S. 53 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Es mag dahingestellt sein, ob Picassos „Guernica&amp;quot;, Michelangelos „Schöpfung&amp;quot; oder Leonardos „Mona Lisa&amp;quot; als bedeutendstes Kunstwerk der Malerei gilt, für die Banater Schwaben und für alle Donauschwaben steht fest, dass Jägers [[Einwanderungsbild]] für sie das Bild von größter Bedeutung ist. Dabei ist nicht unbedingt der künstlerische Wert des großformatigen Triptychons gemeint, sondern seine kraftvolle Aussage zur Herkunft und Identität und zum Selbstverständnis des deutschen Neustammes an der mittleren Donau. Fast in jedem Haus oder in jeder Wohnung unserer Landsleute befindet sich, neben einer Fotografie der Heimatkirche, eine Druckreproduktion des Bildes an einem Ehrenplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Peter Krier (geb. 1935), Funktionsträger der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Vorsitzender des Hilfswerks der Banater Schwaben''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7/ Peter Krier: Stefan Jägers Triptychon „Die Einwanderung der Schwaben&amp;quot; im Foyer des Adam-Müller-Guttenbrunn-Hauses. In: Banatica. Festgabe für Dr. Alexander Krischan zum 75. Geburtstage. Herausgegeben vom Verband der Banater Schwaben in Österreich. Wien 1996. S. 268-269, hier S. 268.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] hatte mit seiner Darstellung der Einwanderung nicht nur den Zeitgeschmack getroffen, sondern gleichzeitig eine Ikone banatschwäbischer [[Identität]] geschaffen, die ihre Wirkung sofort entfaltete und bis heute das Geschichtsverständnis der Banater Schwaben dominant prägt und visualisiert. Die Szenen und Figuren in Stefan Jägers Gemälde, deren Authentizität keineswegs verbürgt ist - die meisten regionaltypischen Trachten entwickelten sich erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts - wurden vom Publikum als wahrhaftige und allgemeingültige Darstellung der Einwanderung akzeptiert. [...] Stefan Jäger wurde durch das [[Einwanderungsbild]] zum berühmten und herausragenden Maler banatschwäbischen Volkslebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Christian Glass, Volkskundler, Leiter des Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8/ Christian Glass: Stefan Jägers Einwandererbild und das Selbstverständnis der Banater Schwaben. In: Thomas Hengartner, Johannes Moser (Hg.): Grenzen &amp;amp; Differenzen. Zur Macht sozialer und kultureller Grenzziehungen. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2006. S. 753-760, hier S. 756.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Es ist unser Bild. Kein anderes ist so verbreitet bei den Banater Schwaben, kein anderes hat so viel Beachtung und Zustimmung gefunden wie [[Stefan Jägers]] Triptychon [[„Die Einwanderung der Schwaben ins Banat&amp;quot;]] - korrekter wohl „der Deutschen&amp;quot;, wie es gelegentlich auch bezeichnet worden ist. [...]&lt;br /&gt;
Stefan Jägers [[Einwanderungsbild]] will nicht ein Heldenepos sein. Es ist ein künstlerisch ausgereifter Bericht über das Ereignis der Einwanderung. Der Künstler heroisiert nicht - er zeigt, wie wir Heimat finden, und dass es ein eher fragwürdiges Glück gewesen sein mochte, das die deutschen Auswanderer in Ungarn vorgefunden hatten. Denken wir daran, wie naheliegend es doch gewesen sein dürfte, zum Beispiel ein Triptychon mit der Eroberung des Banats durch den Prinzen Eugen, die Rodung der Wildnis und dem Triumph der Ernte als Einzelteile zu gestalten, so muss uns Stefan Jägers aufrichtige und dezente Darstellung über unsere Ankunft in der Fremde mit Dank erfüllen. Nichts Belastendes haftet dem Bild an, es ist frei von jeder großen Geste und von jeder Überheblichkeit. Es ist bemerkenswert, dass spätere Varianten sich einer triumphalen Darstellung zwar annäherten, bei den Banater Schwaben jedoch nie eine vergleichbare Aufnahme wie das eigentliche [[Einwanderungsbild]] gefunden haben. Das dürfen wir uns gut schreiben, dass wir mit Herz und Sinn immer für dieses Monumentalwerk Stefan Jägers gestimmt haben, es angenommen haben und bewahren wollen - denn es ist ein Stück von uns. Und das, wenn ich es richtig sehe, hat sehr viel mit dem zu tun, was wir unter Identität verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Franz Heinz (geb. 1929), Journalist, Schriftsteller''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Auszug)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9/ Franz Heinz: Ein Stück von uns. Stefan Jägers Einwanderungsbild und die Identität der Banater Schwaben. In: Aufbruch und Ausklang. Zur Ansiedlung der Banater Schwaben im 18. Jahrhundert und ihrer „Rückwanderung&amp;quot; Ende des 20. Jahrhunderts. Beiträge der 43. und 44. Kulturtagung in Sindelfingen, 17./18. November 2007 und 22./2S. November 2008. Stutt¬gart 2009. S. 147-161, hier S. 147 und 161.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
***************&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht das einzige Bild, das die Ansiedlung in der Weite des Banater Raumes im 18. Jahrhundert festhält, dennoch ist es für die meisten „das&amp;quot; [[Einwanderungsbild]] und Teil ihres historischen Selbstverständnisses. Tausendfach vervielfältigt fand es würdige Aufnahme in die intime Sphäre der Wohnzimmer, wo es - gerahmt wie in Gedenkstuben, Schulen oder Institutionen - Aufschluss über die Herkunft der Siedler im Westen und unser Anbeginn im Südosten des Kontinents geben soll. Auch über Zukunftshoffnung. Ein Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe sollte es schaffen - und das ist dem Bild auch gelungen. Der hohe Identifikationswert selbst in deutschen Siedlungslandschaften jenseits des Banats zeigt an, wie nachhaltig es als „Eigenbild&amp;quot; und historische Momentaufnahme von der Ankunft in einem Raum wahrgenommen wird und Wirkung erzielt, den man Heimat nannte und nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Walther Konschitzky (geb. 1944), Journalist, Volkskundler, Kulturhistoriker, Fotograf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10/ Walther Konschitzky: Das Einwanderungsbild von Stefan Jäger. Vor 100 Jahren&lt;br /&gt;
wurde das Triptychon über die Ansiedlung der Deutschen im Banat enthüllt. Anmerkungen zur Entstehung und Wirkung des Gemäldes. In: Banater Kalender 2010. Hrsg.: Aneta und Walther Konschitzky. Erding: Banat Verlag 2009. S. 172-174, hier S. 173 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatblatt Hatzfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertung]]&lt;/div&gt;</summary>
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